11.06.17

Die vergangene Woche war zäh. Sehr zäh.
An allen Fronten wars irgendwie blöd. Der Zwerg hatte seinen Schlafrhythmus am Wochenende verloren, war knatschig, musste permanent bespaßt werden. In der Arbeit musste ich langweilige Dinge tun, weil meine Vorgängerin geschlampt hatte. Und dank PMS gings mir selbst eh nicht besonders. Alles zusammen eine Woche, die ich aus dem Kalender streichen werde, sobald ich meinem Chef morgen früh ein paar Takte zu besagter Kollegin erzählt haben werde.

Das Wochenende war bedeutend besser.
Das Wetter war gut, daher konnte ich mit dem Zwerg diverse Spielplätze unsicher machen. Das wäre jetzt – hätte ich die völlig freie Wahl – zwar nicht unbedingt meine allererste Wahl, aber mit der Randbedingung Zwerg ist das definitiv eins der angenehmsten Dinge. Er fühlt sich wohl und ist hinterher müde, ich bin entweder mit ihm beschäftigt (= hinterher Kopf frei) oder lese Bücher auf dem Smartphone (= hinterher auch Kopf frei). Wir haben immer was Vernünftiges und Leckeres sowie genug zu trinken dabei, und der Dr. rer. nat. kann auch mal durchatmen. Bzw. nutzt er aktuell die Zeit oft, um im Keller und einigen schattigen Ecken unserer Wohnung klar Schiff zu machen, was ich ebenfalls sehr positiv finde. Immerhin haben wir jetzt auch mal unsere Bilder aufgehängt, die seit zweieinhalb Jahren in der Rumpelkammer im Gästezimmer standen und so.
Zwecks Kopf frei habe ich am Freitag die Kombination Radfahren plus Duschen getestet, funktioniert.
Morgen lang arbeiten, am Dienstag Schulung halten, den Mittwoch überleben wir dann auch noch, langes Wochenende. Läuft.

WMDEDGT 06/2017

Waaah, schon wieder erst so spät gemerkt. Gestern wollte ich mir noch nen Merker setzen und habs irgendwie vergessen.

Der Tag begann für mich um 7:30, ich höre ein fröhliches Quietschen aus dem Kinderzimmer, fühle mich halbwegs ausgeschlafen und tappe los Richtung Geräuschquelle. Der Zwerg schubst fröhlich seinen Bagger durch die Gegend, der Dr. rer. nat. ist nicht ganz so fröhlich, aber auch schon wach. Gestern abend schlief der Zwerg durch die Verkettung unglücklicher Umstände erst nach 11, daher bin ich sehr erstaunt über seine Laune um diese Zeit.
Das Frühstück ist nicht weiter erwähnenswert (Brot, Marmelade, diverser Käse bzw. Brotaufstrich). Der Zwerg hat zuerst nicht viel Hunger, füllt dann aber eine Windel, und plötzlich muss doch nochmal eine Scheibe Brot her – halb Marmelade, halb Wurst, dann gehts ihm wieder gut.
Gegen halb zehn kommen wir los und fahren auf einen großen städtischen Spielplatz mit lustigen kleinen Holzhäusern. Der Zwerg übt Treppenkrabbeln und Rennen, und wie immer spielen wir ausgiebig Kuckuck. Danach erobert er das Spieleck mit Kletterkonstruktion, Kreiskarussel und viel Splitt. Zum Abschluss mit den Füßen in den Brunnen, und dann wieder nach Hause.
12:15, der Dr. rer. nat. hat delikate Steaks zubereitet. Zusammen mit einem Salat aus dem Spargel von gestern ein feudales Mittagessen. Nur der Zwerg ist ein wenig unkooperativ, da müde. Also esse ich nur mein Fleisch, wickele ihn nochmal, stecke ihn in die Federwiege, und dann kann ich mich meinem Spargelsalat in Ruhe widmen.
Die Mittagspause verbringe ich zunächst in Stufenlagerung auf dem Boden, da mein Rücken zur Zeit Mucken macht. Danach stöbere ich im Netz nach Kindergärten, in denen ich den Zwerg noch voranmelden kann. Der Dr. rer. nat. aktualisiert seine Programme, liest Telepolis und guckt eine Gotham-Folge. Wir diskutieren ein bisschen über meine Bewerbungspläne*, ich kann ihn beruhigen.
Umd 15 Uhr ist Schluss mit Ruhe, wir wecken den Zwerg. Das hat sich in den letzten Wochen gut eingespielt, damit kommt er abends zu einer elternkompatiblen Zeit ins Bett. Zumindest fast immer. Nach einem belegten Brot verschwinden die beiden Männer im Keller, ich setze mich an den Rechner und sichte die Stellenanzeigen, die ich mir diese Woche verlinkt hatte. 2 von 6 sind definitiv nix, drei sind so naja und die letzte ist so interessant, dass ich dort wohl mal anrufen werde. Eine Hälfte von dem, was sie suchen, kann ich gut, und das würde ja wunderbar zu meinen 20 Stunden passen. Mal sehen.
Als die Männer wieder da sind, spiele ich eine Weile mit dem Zwerg. Er baut einen Duploturm, und ich helfe, wenn seine Hände zu klein, seine Arme zu kurz sind oder er mir aus einem anderen Grund zwei Teile hinhält. Nach einer Weile hat er genug, und wir besuchen den Papa noch einmal im Keller. Diesmal misten der Dr. rer. nat. und ich eine Kiste aus meinen Altbeständen aus – drei Uralthandys, einige Kabel und noch ein bisschen Elektroschrott. So langsam sieht unser Kellerabteil wieder so groß aus, wie es ist. Als der Zwerg langsam ungemütlich wird, brechen wir ab und essen zu Abend.
Jetzt ist es 19:03, der Zwerg sitzt mit dem Dr. rer. nat. in der Wanne. In ein paar Minuten werde ich ihn rausholen, das krebsrote Kind abtrocknen, eincremen, anziehen und ins Bett bringen. Hoffe ich.

Edit: Volle Windel gegen halb neun,  Mitternachtsimbiss gegen neun,  Schlafen für alle gegen 10. Gähn.

* Die Einschläge im Irrenhaus kommen näher. Unsere Zahlen entwickeln sich deutlich schlechter als der Gesamtmarkt und unsere direkten Konkurrenten. Mein Chef spricht aus, dass er die Schnauze voll hat. Und meine neuen Aufgaben sind einfach nicht meins. Deshalb habe ich beschlossen, mich mal umzugucken, ob sich nicht was findet. Ohne Zeitdruck, mit sämtlichen Einschränkungen, die ich als Kleinkindmutter so habe. Ich rechne nicht mit schnellen Erfolgen, aber abwarten löst halt auch keine Probleme.

01.06.17

Der Tag hat jetzt schon ein Highlight : morgens um 7 im Schlafanzug auf dem Balkon sitzen, ins Grüne schauen und das Vogelgezwitscher genießen. Ich bin halbwegs ausgeruht, der Dr. rer. nat. ist schon in der Arbeit, der Zwerg schläft noch.

Hoffentlich schläft er seine Erkältung weg, das wäre dann zum ersten Mal gelungen, durch frühzeitiges Inhalieren Schlimmeres zu verhindern.

Sonst passiert hier heute nicht viel. In der Arbeit mache ich zur Zeit Interviews zu meinem Projekt, sehr aufschlussreich. Die Antworten sind ganz unterschiedlich und sagen nicht nur viel über den Arbeitsbereich, sondern auch über den Charakter des jeweiligen Kollegen aus.

Vorher noch Kinderklamotten im Aldi ergattern, nachher Spielplatz und meine Mutter anrufen, wie es meiner Oma geht.

Heute Arbeitstag Nr 5 in Folge im Rock. Gefällt mir.

28.05.17

Die 101/1001-Liste ist mal wieder aktuell. Da wird wohl einiges nicht mehr klappen.
Heute zweiter Tag mit knatschigem Fieberkind, die MMR-Impfung von letzter Woche zeigt Wirkung. Heute morgen war er so ein Stück Elend, dass der Dr. rer. nat. ihm gleich eine Ladung Zaubersaft gegeben hat, jetzt ist er gutgelaunt, aber träge. Damit kann man leben.
Ich werde wohl heute nochmal zum supermART rüberfahren. Gestern hatte ich schon was für mein Zimmer gefunden, der Zwerg soll aber auch noch etwas bekommen. Fürs Wohnzimmer habe ich nichts gefunden, aber muss ja auch nicht alles auf einmal sein.

26.05.17

„Gestern“ als Titel war für den letzten Beitrag nur so mittelklug, dachte ich mir im Nachhinein. Für Tagebuchbloggen wäre ein Datum irgendwie sinnvoller. Hoch lebe die Editfunktion.

Heute ist Brückentag im Hause Stahldame. Die Firma des Dr. rer. nat. ist an diesen Freitagen grundsätzlich zu, ich arbeite freitags nur in Ausnahmefällen. Nur der arme kleine Zwerg musste heute früh zur Tagesmutter, damit wir beiden Eltern heute vormittag was schaffen.

Der Dr. rer. nat. hat unseren Lernturm kletterkleinkindtauglich gemacht und ist dann im Keller verschwunden, ich habe Pizzateig angesetzt, miste Schränke aus und halte Wachmaschine und Trockner am Laufen.

Langweilig, aber notwendig. Ich hoffe auf ein gutes Gefühl, wenn der Vormittag rum ist und wir einiges geschafft haben werden.

24.05.17

Einem Kollegen alle Ideen nachgeliefert, die mir nach unserer Besprechung vom Montag noch kamen.

Stundenlang an Schulungsunterlagen rumgepusselt (merkt man, dass ich keine Lust darauf habe).

Mit dem Zwerg nach der Arbeit Baustelle gekuckt, eineinhalb Stunden lang. Danach ne Stunde Spielplatz, er war platt, ich auch.

Was schön war: ich hab durchgeschlafen, der Dr. rer. nat hatte Nachtdienst.

Test

Ein Experiment. Ein Blogbeitrag vom Handy.

Schon gelernt: Tippfehler sind so ne Sache. Mehr als zwei kurze Sätze passen nicht aufs Display. Und Leerzeichen vor Satzzeichen, die Autokorrektur-Pest.

Und meine Neuentdeckung der letzten Woche: Herr Paul. Ich habe noch nicht durchschaut, wie ich hier verlinke, deshalb zu Fuß: herrpaul.me, bitte den Link kopieren. Ich bin gebührend beeindruckt und fühle mich angenehm ungestresst mit meinem einen Kind, das mittlerweile fast durchschläft, meinem kurzen Arbeitsweg und überhaupt.

Was mir an Herrn Pauls Blog gefällt: (ich diebische Elster, ich.) Die Rubrik „Was schön war heute“. Demnächst in diesem Theater. Jetzt Bett.