Begrifflichkeiten

Beim Hostblogger gesehen: Gehaltsdesigner.

Auch ne Bezeichnung für nen Vorgesetzten. Ich hatte ja bisher die Einteilung Chef (= betreuender Assistent), Chefchef (= Doktorvater und Lehrstuhlinhaber), ergänzend gabs dann noch Chefchen für unseren zweiten Prof am Lehrstuhl. Derhat zwar mal gewechselt, die Verniedlichungsform stand aber beiden Trägern ganz gut.

Und bei der Quartalsstrickerin aufgegabelt: Rainer-Callmund-Gedächtnisjacke. Meine Daunenjacke hatte bisher den Ehrentitel Michelinmännchenverkleidung. Aber sie ist soooo schön warm. Und da die Taschen clevererweise an der Innenseite der Jacke liegen, macht sie auch warme Hände. Und schön grün ist sie auch noch *hach* Leider ist sie schon etwas älter, und ich sehe den Tag kommen, an dem ich mich von ihr trennen werde. Bis dahin bleibt aber noch genug Zeit, deshalb werde ich mich jetzt in sie hineinmummeln und ein paar Kleinigkeiten zu Fuß besorgen. Das ist hier und heute immer noch die beste Form der Fortbewegung.

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Tänzerisches

Tänzer sind ein komisches Völkchen.

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Gestern war der abgelegte junge knackige Lateiner (Leser meines früheren Blogs erinnern sich möglicherweise) bei unserer wöchentlichen Tanzrunde dabei. Ich habe ihn an eine Bekannte vermittelt, die beiden sind begeistert voneinander und wollen demnächst starten.

Ich hab ihn gestern zum ersten Mal seit Monaten wieder tanzen sehen, und irgendwie hat sich da nicht so viel getan. Laut Cassy kann er mehr, als er mit seiner Jetzigen tut, wenn frau ihn fordert. Warum er das nicht immer bringt? Keine Ahnung. Wahrscheinlich müsste man sich da anstrengen und dann könnte man ja schwitzen *fiesgrins*.

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Das zweite Ereignis, das mich irritiert, findet in meinem derzeitigen Verein bzw. auf f*cebook statt. Paare trennen sich, das Bäumchen-wechsel-dich-Spiel läuft auf Hochtouren. Und immer wieder landen Partnerwünsche bei mir, was ja grundsätzlich nicht falsch ist, ich kenne viele Leute aus verschiedenen Gruppen und kann da „verkuppeln“. Und fast jedesmal das gleiche Phänomen – alle wollen einen Partner, der gleich alt ist wie sie, die perfekte Größe hat, beliebig viel ins Tanzen investieren will und dabei am besten eine Klasse höher tanzt als sie. Hallo, Realitätscheck!? Warum sollte dieser idealisierte Partner ausgerechnet euch nehmen, wenn er  sich genauso nach oben orientiert wie ihr? Da kann ich echt nur noch den Kopf schütteln.

Meine Entscheidung für einen Fast-Anfänger kommentiert zwar niemand, aber insgeheim belächeln mich sicher viele. Natürlich investiere ich da Zeit in ihn, die mich nicht direkt vorwärts bringt, aber 1. ist das besser als alleine zu trainieren und 2. verpflichte ich ihn mir damit auch ein Stück weit. Und ich habe mit M. einen fleißigen Tanzpartner, der vom Alter und von der Einstellung her zu mir passt. Nicht perfekt, aber nahe genug dran, um es auszuprobieren.

Denen zeig ichs schon noch 😉

Huch,

schon wieder fünf Tage nichts geschrieben? Das muss ich aufarbeiten.

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Das Vorstellungsgespräch am Freitag war… seltsam. Der Personaler mit der sympathischen Stimme hat sich als ein sehr junger, sehr unerfahrener, netter Riese herausgestellt. Wir haben uns gut unterhalten, seine Frau hat früher auch Turniere getanzt *lach*.

Die Herren der Kundenfirma waren auch erfreulich normal (anscheinend haben sich die Überzeugungstäter aus dem Bereich alle hier in E. gesammelt?). Die Stelle wäre interessant, genau das Gegenteil von dem, was ich bisher gemacht habe: nicht mehr Charakterisierung mit allen verfügbaren Waffen und dann Verständnis, sondern Entscheidungen am lebenden Objekt und danach wird untersucht. Sie wollten von mir erstaunlich wenig wissen, das hat mich ein bisschen irritiert. Offensichtlich gehen sie davon aus, dass man mir alles wirklich Wichtige sowieso erst noch beibringen muss. Ansonsten hatte ich den Eindruck, sie hätten mich auch gleich dabehalten, aber dafür war ich nicht zu haben. Mir wurde gleich eine Führung angeboten, und zwar als Fachbesucher, die werde ich auf jeden Fall mitmachen. So weit kommt man in solche Anlagen normalerweise nicht rein, die Gelegenheit muss ich nutzen.

Der Rückweg war dann relativ ätzend, ich hab für die knapp 200 km Autobahn vier Stunden gebraucht. Das lag sicher auch an den ersten paar Schneeflocken, aber die A6 ist eigentlich jeden Freitag dicht. Ein Argument gegen diesen Job.

Momentan hagelt es auch Alternativen:

  • am Donnerstag habe ich ein Bewerbungsgespräch gleich hier um die Ecke
  • eine Bewerbung gestern ging in den pendelbaren Umkreis
  • und heute früh habe ich die perfekte Fortsetzung meiner Methoden aus der Doktorarbeit gefunden *juhuu* Leider ist die Stelle wieder weiter weg, aber wenigstens auch mit der Bahn vernünftig erreichbar.

bleiben Sie dran, es ist weiter spannend.

Feierabend

So, jetzt kommt die Kiste aus, ich hab heute wirklich viereckige Augen.

Programm für morgen:

  • Taschen packen – Vorstellungskram, was zu essen, Trainingskram und normale Klamotten
  • in die Vorstellungsklamotten schmeißen und aufbrezeln
  • tanken und Reifendruck kontrollieren
  • brummbrumm nach N., nen guten Eindruck hinterlassen und wieder zurückbrummen
  • Zwischenstop bei B., Wohnung sitten
  • Training
  • Feierabend

Puh.

Die vorletzten beiden Punkte kann ich zur Not streichen, mal gucken.

Mustergültig

Heute war ich sozusagen eine vorbildliche Arbeitslose.

  • eineinhalb Stunden Informationen für das Vorstellungsgespräch morgen gesucht und gelesen
  • fast drei Stunden lang Stellen gesucht
  • und eine Bewerbung abgeschickt.

Außerdem noch mit dem AA telefoniert wegen der Reisekostenerstattung für morgen. Das sind zwar nur 20 Cent pro Kilometer, aber nachdem morgen voraussichtlich fast 400 km zusammenkommen, läppert sich das auch.

Und ich habe noch die Informationen entdeckt, womit ich mein Arbeitslosengeld möglicherweise erhöhen kann: wer (vereinfacht gesagt) im letzten Jahr viel weniger verdient hat als in den Jahren vorher, kann beantragen, dass das Arbeitslosengeld aus den letzten beiden Jahren berechnet wird. Das sollte gut hundert Euro mehr geben, die nehme ich auf jeden Fall mit.

Hach, heute bin ich wirklich zufrieden mit mir.

Personaler Teil 3

Heute schon wieder mehrere Telefonate mit dem freundlichen Herrn geführt. Termin fürs Gespräch ist vereinbart, ich werde berichten.

Aber irgendwie habe ich ein blödes Gefühl bei der Sache. Mir ist dieser Ort zu weit weg, und ich will nicht in einem AKW arbeiten. Aber dieser freundliche Herr ist unglaublich engagiert und ganz begeistert davon, seinem guten Kunden eine so hervorragend qualifizierte und passende Bewerberin vermitteln zu können. Und der Job wäre ja so krisensicher und eine ruhige Kugel schieben könnte man da und gutbezahlt wärs auch noch… und ich sitz da mit dem Telefon in der Hand, sage höflich zu allem „ja“ und „mhm“ und hab das Gefühl, in zu verarschen. Der hofft auf einen guten Abschluss,objektiv hat er ja auch Recht, dass es ganz gut passt, aber ich weiß jetzt schon, dass ich dort nicht arbeiten will.

Blöde Situation, irgendwie fehlt mir da gerade die professionelle Wurschtigkeit. Ich bin zu weich.

Wieder der Personaler

… und wieder mit guten Nachrichten. Ein Kunde findet mich interessant, und diese oder nächste Woche wird ein Bewerbungsgespräch stattfinden.

Die Stelle hat zwei Haken, erstens ist sie entfernungsmäßig an meiner Schmerzgrenze und zweitens arbeite ich dann weiterhin an der strahlenden Zukunft. Da wollte ich ja eigentlich raus. Trotzdem werde ich zu dem Gespräch hinfahren und mein Bestes tun, schließlich ist so ein Gespräch eine gute Übungsmöglichkeit. Außerdem weiß ich noch gar nicht, was ich bei diesem Job zu tun hätte, vielleicht ist es ja wirklich spannend, so dass ich das freiwillig machen will.

Also , demnächst Stahldame on the road.