„Die verlorene Leidenschaft“

So lautet die Überschrift des neuesten Artikels der von mir sehr geschätzten Frau Nessy. In Kurzfassung: Je älter wir werden, desto weniger lassen wir uns erschüttern, aber desto weniger berührt uns auch noch.

So kurz vor meinem Dreißigsten muss ich doch endlich mal philosophisch werden *hust* und ich äußere ein klares Jein. Ja, ich bin wesentlich gelassener als früher. Das merke ich jedesmal, wenn ich im Verein zwischen den grademalso Zwanzigjährigen unterwegs bin, die regen sich über Dinge auf, wo ich nur schmunzle.Vor einigen Jahren hätte es mich auch noch tierisch angefressen, wenn mich z. B. jemand bei Face.book aus seiner Freundesliste kickt. Heute kenne ich den Unterschied zwischen Freunden und Bekannten, und letztere haben bei mir weitgehend Narrenfreiheit. Und meine Freunde sind so handverlesen, dass ich von ihnen nicht mit derartigen Späßen rechne.

Trotzdem habe ich nicht das Gefühl, dass meinem Leben die Leidenschaft fehlt. Es gibt sie immer noch, die Momente, wo ich Herzklopfen habe und feuchte Augen bekomme. Wie zum Beispiel am Montag, als ich endlich dass Angebot für die Stelle in der Hand hatte. Und wie auch ab und zu, wenn mir mal wieder bewusst wird, was für ein Goldstück der Dr. rer. nat. doch ist. Sicher sind diese Momente weniger geworden als in der Pubertät, aber ganz ehrlich: den Stresspegel von damals will ich gar nicht wieder.

Mein Leben ist gut so, wie es ist.

~~~

Notiz an mich: bei der ersten „Waah, jetzt bin ich über dreißig“-Krise diesen Artikel lesen.

Sieben Tage noch.

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