Selbstbild

Das Engelchen Fiona schrieb zu Bildern von ihr einen Kommentar, dass sie selbst ihre Veränderung ger nicht so wahrnimmt. Schaut euch ihre Bilder ruhig mal an, sie hat deutlich abgenommen, das sieht jetzt viel besser aus als früher.

Ich kenne es aber selbst auch, dass die Wahrnehmung des eigenen Körpers sich nur ganz langsam ändert.

Als Kind war ich normal dünn, zweitweise spindeldürr, wie Kinder halt sind. Als Teenie hatte ich eine Phase, wo ich wirklich ein bisschen mopsig war – mein Konfirmationskleid dürfte so etwa den Höhepunkt anzeigen, war Kleidergröße 40. Mit dem ersten Liebeskummer zwei Jahre später sind die Pfunde gepurzelt, danach war ich zehn Kilo leichter und mittelschlank. Erst mit dem Auszug zuhause habe ich angefangen, mich mehr zu bewegen, zuerst nur das Fahrradfahren in die Uni, dann kam auch der Tanzsport dazu, und meine Figur hat sich noch einmal gestrafft. Bis hin zu der Phase, in der ich mit dem Dr. rer. nat. intensiv trainiert habe, da warens dann 53 kg auf 1,68 m, das ist eindeutig der unterste Anschlag, bei dem ich noch leistungsfähig bin. Größe 34 war oft noch zu weit *schluck*, aber meine Beine waren toll *lach*

Erst seit vielleicht drei, vier Jahren habe ich das Gefühl, schlank zu sein. Das fällt etwa in die Zeit, wo ich begonnen habe, mich aus meiner Ehe zu lösen, und hat sicher auch damit und mit meinem Selbstwertgefühl im Ganzen zu tun. Aber es hat offensichtlich fast zehn Jahre gedauert, bis ich von mir selbst nicht mehr als „hässliches kleines Pummelchen“ gedacht habe.

Seither trage ich gelegentlich kurze Röcke 😉 . Ich hätte mich ja früher auch nie getraut, Latein zu trainieren, wo es wesentlich körperbetonter zugeht als im Standardtanzen, wo ein langer Rock gnädig alles verhüllt *hust*. Inzwischen freue ich mich auf mein erstes Lateinturnier und werden dort pflichtgemäß die Wertungsrichter angraben, so gut ich kann *gg*

Fühlt sich gut an, wird zur Nachahmung empfohlen 😉

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6 Gedanken zu “Selbstbild

  1. Tini 12. Januar 2011 / 22:21

    Dein Post klingt wie ein Befreiungsschlag. Toll. Ich bewundere Frauen, die schon so weit gekommen sind. Ich suche noch.

    Lieben Gruß Schmedderling

    • stahldame 13. Januar 2011 / 11:18

      „Schlag“ triffts nicht, dafür kams zu allmählich. Aber Befreiung, definitv ja.
      Viel Erfolg! (und herzlich willkommen hier ;-))

  2. engelchenfiona 12. Januar 2011 / 12:31

    ups… soviel wollte ich garnicht schreiben :))

  3. engelchenfiona 12. Januar 2011 / 12:30

    *rotwerd* dankeschön
    ich war als kind immer pummelig, also bis in die pupertät, dann hab ich auf 1,70m 58kilo verteilt, habe mit vorliebe langstreckenlauf und geräteturnen gemacht
    eigentlich ist das ja untergewicht, aber ich hab mich so wohl gefühlt, das blieb auch so bis ich meinen exmann kennen gelernt habe und schwanger wurde
    die schwangerschaft war nicht ohne komplikationen und so musste ich ab dem 4 monat ins krankenhaus, lag am tropf und durfte nicht mehr aufstehen
    meinen großen bekam ich per kaiserschnitt und so gab es keinen rückbildungskurs und mit dem kaiserschnitt hatte ich auch sehr lange probleme so das sport nicht ging,eine totale strafe für mich, weil ich mich nämlich gern bewege
    als ich mich dann endlich auf die waage traute, hab ich nur noch geheult
    25kilo mehr zeigte die waage und egal was ich tat, es ging nicht weg
    beim zweiten kind hab ich überhaupt nicht zugenommen, aber weg habe ich auch nichts bekommen und dafür fingen alle gelenke an weh zu tun und vor ca. 5 jahren nahm ich trotz diäten und gesunder ernährung und ww zu
    im august 2009 wog ich fast 100 kg obwohl ich so gut ich konnte bewegung hatte, an sport war nicht mehr zu denken, ich lief zügigen schrittes, jeden abend mit meinem schatz um den see, aß kaum was naschte nicht und auch mein schatz (übrigens untergewichtig) konnte es garnicht verstehen, ich war total verzweifelt, hab wirklich jeden bissen dokumentiert um fehler in der ernährung aufzudecken, auch meine ärztin war ratlos und dann im oktober 2009 des rätsels lösung und ein mega schock…getreideunverträglichkeit… das was für andere gesund ist, war für mich, für meinen körper gift… und mit einem mal konnte ich abnehmen, plötzlich taten die gelenke nicht mehr weh, endlich kann ich wieder meinem geliebten sport nachgehen, kann laufen, walken und sogar joggen geht wieder
    treppen steigen ist kein problem mehr, radfahren treibt mir keine tänen mehr in die augen, dafür treibt mir anderes tränen in die augen, ständig brauch ich neue klamotten 😉 ich hab sogar ne ganze schuhgröße weniger
    leider hat das übergewicht auch andere sachen hinter sich her gezogen und so werde ich noch ne ganze weile zu tun haben mit den folgen
    bin mal gespannt wie viel ich noch schaffe, fast 18 kilo sind es ja nun schon
    ich merke es ja auch, an den sachen, da seh ich ja das es zu groß ist, das ich halt kleiner sachen brauche, aber wenn ich die bilder so anschau, seh ich das halt nicht, irgendwie fällt mir da die veränderung nicht auf, ich dachte anfangs ich hätte vielleicht einfach ungünstige bilder ausgewählt, aber scheinbar sehen es alle nur ich nicht
    vielleicht hast du recht und ich brauch noch ne weile

    lg
    fio

    • stahldame 12. Januar 2011 / 13:48

      Heißt aber umgekehrt, dass deine Figur nicht durch Faulheit und Verfressenheit kommt, sondern von gesundheitlichen Problemen. Damit ist doch wenigstens die Schuldfrage geklärt, und zwar positiv 😉

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