Wochenende

Endlich. Und diesmal sage ich das wirklich aus ganzem Herzen, weil ich weiß, dass die Woche auch objektiv nicht ganz ohne war.

Die erste Arbeitswoche, alles neu, von nix ne Ahnung, keine Routine. Die Kollegen sind alle sehr nett und hilfsbereit, das ist schon mal 1a.

Bisher habe ich noch nicht viel richtige Arbeit, meine Hauptaufgaben sind Zugucken und Lesen. Ersteres, damit ich weiß, wie unsere Fertigung funktioniert, was alles gemacht werden muss, bis hinten ein Leistungshalbleitermodulplättchen rauskommt. Zweiteres auch als Einarbeitung, damit ich weiß, was alles schon zu dem Thema gemacht wurde, mit dem ich mich vorrangig beschäftigen soll. Es ist schon sehr viel gemacht worden, aber ich sehe ziemlich deutlich, dass ich aus einer anderen Perspektive an das Thema herangehe. Da prägt mich der Lehrstuhl, an dem ich jetzt gut fünf Jahre geschult worden bin, das wird mir jetzt sehr bewusst.

Das Drumherum kam auch nicht ganz reibungslos zustande. Den Login, um mich überhaupt anmelden zu können, habe ich seit Mittwoch. Der Rechner kam dienstags, das Telefon heute, einen passenden Kittel gibts erst nächste Woche, warum auch immer. Bisher laufe ich mit einem geliehenen Kittel rum, in den ich locker zweimal reinpasse. Das stört mich aber nicht wirklich, so ein Reinraum ist ja keine Modenschau. Die wäre schon allein dadurch ein echtes Erlebnis, dass jeder seine Haare unter einem schicken Stoffhäubchen verräumen muss. Wegen dieser Dinger bräuchte ich eigentlich von jedem Kollegen ein Foto in Zivil und eines in voller Montur, es ist gar nicht so einfach, die Gesichter zuzuordnen.

Das Busfahren klappt bisher hervorragend, außer dass 6:47 verflixt früh am Morgen ist. Trotzdem ist mein Bus hier vorm Haus schon erstaunlich voll, ich bekomme immer einen der letzten Sitzplätze. Die meisten Erwachsenen steigen lang vor mir am Bahnhof wieder aus, dann fährt eine Horde Schüler weiter bis zur Wirtschaftsschule, und auf dem letzten Stück ins Industriegebiet sind wir dann meistens nur noch fünf oder sechs Passagiere. Auf dem Rückweg ist es noch komfortabler, da steige ich an der Endhaltestelle ein, die praktischerweise direkt vorm Werkstor ist.
Pro Fahrt etwa ein PR-Heft 😉

Nebenbei habe ich am Dienstag auch noch meinen persönlichen Horrortermin beim Zahnarzt hinter mich gebracht. Ich bin optimistisch, dass sich mein Kieferorthopädentrauma abbauen wird 🙂

Und ich war am Mittwoch mit meinem Tanzsportgerät wieder in meinem alten Verein – das Training ist einfach tolltolltoll. Zum einen ist die Gruppe sehr klein, wir sind gerade mal vier Paare. Und die beiden, die abwechselnd das Training leiten, sind richtig gut, sowohl als Tänzer selbst als auch als Trainer. Wo andere fünf Minuten erklären müssen, bringen sie etwas in zwei Sätzen auf den Punkt, und ich kann es umsetzen und auf andere Dinge übertragen. Das Küken M. hat sich auch überzeugen lassen, wir werden also noch einmal den Verein wechseln. Ich bin begeistert.

Alles in allem war die Woche ein echter Erfolg.

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