Mit beiden Füßen

So langsam werde ich wieder fit. Als erstes war der Kopf wieder da, der Magen sowie die körperliche Fitness hinken noch etwas hinterher. Immerhin habe ich es gestern schon zu Fuß zum Arzt geschafft (immerhin waren das bestimmt 50 Meter zu Fuß), so dass ich ganz optimistisch bin, das mit der Arbeit morgen wieder hinzubekommen.

Dass mein Magen noch nicht wieder so richtig will, ist allerdings etwas nervig. Vor allem beim Frühstück ist er recht wählerisch, außer trockenem Brot akzeptiert er nur Flüssigkeiten. So krieg ich die abgedampften drei Kilo nicht wieder drauf, und wirklich belastbar werde ich damit auch nicht. Mal sehen, wie sich das entwickelt, zur Not gibts halt zwei Frühstücksportionen. Wofür haben wir offiziell Frühstückspause in der Arbeit.

Seit mein Hirn wieder funktioniert, will es auch gefüttert werden. Und nachdem mir mein Chefchef eine statistische Auswertung reingedrückt hat, für die ich erstmal mittels VBA einen riesigen Datenwust passend machen muss, stehe ich seit gestern mit beiden Füßen so tief wie noch nie in Excel und werfe mit VBA-Brocken um mich. Mein VBA-Kenntnisse sind ungefähr so gut wie meine Chinesischkenntnisse, entsprechend gequält schaut mich mein Laptop ab und zu an. Dann sagt er auch nur noch „Muss das sein?“ – okay, er formulierts als „Objekt unterstützt diese Eigenschaft oder Methode nicht.“, aber es klingt ähnlich leidend.

Da müssen wir beide jetzt aber wohl oder übel durch, also werde ich weiter das Netz nach nutzbaren Bausteinen durchpflügen und vor mich hin basteln. Ein bisschen macht mir das ja schließlich auch Spaß.

Advertisements

Radikaldiät

auch hier. Drei Kilo in drei Tagen, sehr effektiv, aber 1. nicht notwendig und 2. bei diesen Nebenwirkungen absolut verzichtbar.

Eine meiner Kolleginnen war diese Woche mehrere Tage ziemlich angeschlagen, mit Heiserkeit, Halsschmerzen und einem jämmerlichen Husten. Ich habs schon am Mittwoch gespürt, wollte mich aber eigentlich bis ins Wochenende retten. Hat nicht funktioniert, am Freitag morgen war nichts mehr zu wollen. Tageshöchstleistung am Freitag war es, ins Bad zu torkeln, die restliche Zeit habe ich zwischen Dösen und Schlafen verbracht, gefühlte Körpertemperatur ausreichend zum Spiegeleierbraten auf meiner Stirn. Gestern konnte ich immerhin schon wieder eine Kleinigkeit essen, und heute habe ich es geschafft, zu duschen. Ein echtes Highlight *g*

Ich bin im Kopf wieder klar, körperlich allerdings immer noch völlig platt. Entsprechend verbringe ich den heutigen Tag bravstens auf dem Sofa, um morgen wieder in die Arbeit gehen zu können. Das hat gerade jetzt, wo ich noch in der Probezeit bin, absoluten Vorrang. Auch wenn ich gestern unbedingt mit dem Dr. rer. nat. an meiner neugelernten Folge herumprobieren musste 😉

Es ist auch immer wieder spannend, wie anders manche Dinge schmecken, wenn man krank ist. Mein geliebter Kamillentee war plötzlich sauer und bäh, dafür war ich richtig heiß auf Clementinen und Fruchtsaft. Das fand allerdings mein Magen-Darm-Trakt dann wieder nicht so toll, so dass ich heute nacht noch eine Stunde auf der Toilette verbringen durfte. Was für eine Freude.

Egal, vorbei. Für mein heutiges Mittagessen setzt der beste aller Krankenpfleger gerade einen Milchreis für mich an, auf den freue ich mich jetzt so richtig.

Bleibt gesund und genießt das schöne Wetter!