Fukushima

An Erdbeben und Taifune gewöhnt man sich ja. Sowas kommt halt alle paar Jahre mal vor, immer schön weit weg, man ist ein paar Tage betroffen und geht hinterher zur Tagesordnung über. Wenigstens war diesmal nicht mein Geburtstag, so wie sonst.

Nur ist es doch was anderes, wenn elf AKWs notabschalten und die Behörden von Anfang an offen zugeben, dass sie nur hoffen und beten können. Inzwischen ist klar, dass mindestens in Fukushima Radioaktivität austritt, der Umkreis des AKW wurde evakuiert und die Behörden geben Jodtabletten aus.

Ich bin froh, dass ich mich nicht mehr an Tschernobyl erinnern kann, das gebe ich ehrlich zu. Ich war damals fünf, ich habe bestimmt das eine oder andere mitbekommen, aber offensichtlich haben mich meine Eltern gut abgeschirmt.

Ich bin froh darüber, mich für eine Stelle außerhalb der Kernenergie entschieden zu haben. Spätestens jetzt bin ich mir da sehr, sehr sicher. Mehr schreibe ich bewusst nicht, es ist nicht die Zeit für technische Feinheiten.

Zum ersten Mal fällt mir so richtig auf, wie schwierig es ist, an Informationen zu kommen. Wem soll man glauben? Wer spielt das Thema runter, wer versucht, eine Sensation draus zu machen? Für mich sind weder Stern und Co noch Greenpeace die Informationsquellen, die ich jetzt lesen will, und alle anderen schreiben doch auch nur von AFP ab.
Momentan versuche ich es mit dem Onlineangebot japanischer Zeitungen auf englisch.

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