Mein Autolein

Ja, klar. Jetzt schreibt sie auch noch über ihr Auto.

Ja, tut sie. Weil mein Auto für mich ein Symbol ist. Das ist mir heute wieder aufgefallen, als ich mich mit meiner Kollegin darüber unterhalten habe, dass sie ihres nach 12 Jahren und 270.000 km wohl verschrotten wird und sich ein neues kauft. Ganz ohne Traurigkeit.

Ich hänge an meinem Auto. An meinem kleinen runden schmutzig-graublauen Corsalein. Weil: es ist kein frisierter Lockenwickler, sondern ein richtiges Auto mit Türen hinten und 8o PS und Klimaanlage und Bordcomputer. Und es war das erste, was ich mir nach dem Rausschmiss von Mr. Ex-Stahldame gekauft habe. Klar, irgendwie musste ich ja von meinem temporären Wohnsitz bei meinen Eltern in die Arbeit und (viel wichtiger!) ins Training kommen.

Es war ganz klar ein Notkauf. Nach der Devise: was habt ihr auf dem Hof stehen, wenns halbwegs passt, diskutiere ich nicht lange, sondern nehm es einfach. Man hätte sicher noch ein paar hundert Euro rausholen können, wenn ich mich etwas länger geziert hätte,  aber dafür hatte ich echt keinen Nerv. Und ich habe Glück gehabt, das Autolein ist toll.

Ich hatte vorher nie ein eigenes  Auto. Anfangs war ich mit Mamas frisiertem Lockenwickler unterwegs, danach mit dem (unter uns gesagt unglaublich hässlichen) Corolla von Mr. Ex. Genauer mit dem ehemaligen Zweitwagen von Mr. Exs Eltern. Das war auch so ungefähr die Hierarchie bei  unserem Leben diesem Auto.

Mit dem Dr. rer. nat. ist das was ganz anderes. Okay, er hat auch keine emotionale Verbindung zu Autos (der erkennt ja nicht mal die Marke der Mietwagen, die er fährt… *theatralischaugenverdreh* *lach*). Aber sein Auto ist sehr öko und ziemlich groß, also perfekt für lange Strecken. Dafür ist meiner schön klein, also ideal, wenn wir in die Stadt wollen. So einfach kann das sein. Mit Autos und überhaupt im Leben. Aber ich schweife ab.

Das Corsalein ist toll, ich fahre jeden Tag gerne damit in die Arbeit, es ist quasi mein ausgelagertes Wohnzimmer mit einem Haargummi, meinem Firmenausweis und einem Päckchen Fishermans-Imitat im Handschuhfach. Und dem Autoatlas auf dem Beifahrersitz. Und dem Paar Tanzschuhen und der Picknickdecke immer im Kofferraum.

Ja, ich habe eine emotionale Verbindung zu diesem Brocken Blech. Und ich steh dazu *g*.

 

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