Feiertagsinflation.

Heute ist Tag des Kaffees, sagt mir meine Firefox-Startseite. Na gut, dann trink ich halt noch einen 😉

Montag istnoch ein Feiertag – trifft sich gut,  da hat eine meiner besten Freundinnen Geburtstag, und wir feiern rein. Ihre Eltern haben das echt gut getimt, so vierzehn Jahre vor der Einführung dieses Nationalfeiertages und dann auch noch im damals „anderen“ Teil Deutschlands.

Aber so richtig wichtig war nur gestern. Unser Dreijähriges. Klingt vielleicht lächerlich, drei Jahre sind jetzt nicht sooo viel, aber für mich ist es eine ganze Welt.

*schnüff* mein Dr. rer. nat. und ich.

 

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Kinderfasching deluxe ohne mich

Mein langhaariger Bombenleger hibbelt seit Wochen auf heute abend hin: der große Herbstball unseres Vereins, Showauftritt. Er hat einige Solorollen, Männer sind in Showgruppen immer rar.

Wir wurden mal gefragt, ob wir als Paar auch noch mitmachen wollen. Quasi als Lückenfüller, während sich die Showgruppe umzieht. Kein Problem, ein bisschen Unterhaltungsprogramm stellen wir auf die Beine. Also haben wir tatsächlich ungefähr eine Viertelstunde in die Vorbereitung investiert. Gestern bei  der Generalprobe kam dann raus: man hat nicht wirklich miteinander geredet, wo wir hätten mittanzen sollen, wollte ein anderes  Paar alleine tanzen. Reaktion einer anderen Dame: Wutanfall, Rumgekeife, Angefauche.

Ich: na gut, dann hab ichja doch noch was von meinem Wochenende. Und ich muss mir keine turnier-Betonfrisur machen. Gut, auch recht.

Kommt die Gelassenheit mit dem Alter, oder ist mir die einfach so mal über den Weg gelaufen? Wie auch immer, ich bin froh darüber.

Und heute gegen später werde ich in  den Verein fahren, die Aufführung genießen bzw. wenn ich sie nicht genießen kann, liegts zumindest nicht daran, dass ich nicht mitspielen darf, sondern eher an  der nicht ganz ausgereiften Darbietung. Danach noch ein bisschen ratschenund  mit dem Dr. rer. nat. und dem langhaarigenBombenleger tanzen – gibt doch einen netten Samstag abend.

Theorie und Praxis

Wann wollte ich gehen? Um drei? Muahaha. Um sechs saß ich im Auto. Wieder zwei Stunden mehr als nötig.

Dazu mal wieder eine Reise auf den Balkan. diesmal zumindest nicht überraschend und mit der Möglichkeit, den Termin passend zu schieben. Montag runter, Dienstag wieder rauf, Mittwoch Zahnarzt, Donnerstag Workshop und Freitag Freundin betüdeln, die eine ambulante OP hat und einen Fahrdienst braucht. Ich krieg jetzt schon das Kotzen, wenn ich an nächste Woche denke.

Hatte ich schon erwähnt, dass in der Arbeit die K*cke jetzt so richtig am Dampfen ist? Zum Glück habe ich nicht direkt damit zu tun, aber trotzdem fiebere ich mit. Wenn die Anlage nicht in zwei Wochen einwandfrei läuft, darf der Lieferant sie wieder mitnehmen, und wir stellen wieder auf die manuelle Bearbeitung um. Ein  paar Millionen in den Sand gesetzt.

Und wenn morgen nicht endlich diese besch*ssene SMS kommt, dass meine Internetflat für den Handyvertrag freigeschalten ist, werd ich sauer. Ich will endlich mein schickes teures neues Smartphone nutzen, aber ohne Internetflat wird mir der Spaß zu teuer. Wobei ich mir das so als  Minibelohnung natürlich mal gönnen könnte… boah, manchmal sind schwäbische Sparsamkeitsgene echt nervig.

*bada-da-daaah*

Puh, ein langer Tag war das heute. Und trotzdem habe ich jetzt, abends nach  elf, so viel Energie wie den ganzen Tag über nicht *lach* aber der Reihe nach.

Heute früh war ich noch clever und bin erstmal gar nicht so früh gestartet. Lieber ein bisschen länger geschlafen und gemütlich gefrühstückt, es war klar, dass  es heute abend spät wird. In  der Arbeit wollte ich es bewusst langsam angehen lassen – ähem, ja. Eineinhalb Überstunden sind ja fast gar nix. Und die restliche Woche ist schon wieder voll… naja, wenigstens bin ich abgelenkt. Solange ich am Wuseln bin, ist es nicht so schlimm, ätzend wirds immer erst, wenn ich anfange, nachzudenken, was ich da eigentlich tue.

Am frühen Abend schnell nach Hause gedüst, und da habe ich dann auch begriffen, warum mir seit etwa vier Uhr so  schwummerig und  heißkalt war. Joa, drei Käsebrote und einen großen Joghurt später war ich wieder fit für den nächsten Programmpunkt. Womit wir beim Titel angelangt wären.

Mein neuer Tanzpartner und ich hatten unsere erste Privatstunde heute. Wie soll ich den Kerl charakterisieren… Stellt euch einen furchteinflößenden langhaarigen Bombenleger vor. Knapp zwei Meter, breites Kreuz, lange dunkle Haare, Bart. Und in diese Hülle steckt man einen total lieben Kerl, der keiner Fliege was zuleide tun kann, Geschichten erzählt wie ein Weltmeister und für meinen Geschmack fast schon zu sensibel ist. Tolles Paket, mit dem ich viel Spaß habe. Und diese Wundertüte und ich haben in eineinhalb Stunden eine komplette Slowfox-Folge gebastelt bekommen. Da steckt noch Arbeit drin, bis sie gut wird, aber sie wird gut werden. Clevererweise haben wir heute auch mitgefilmt, das heißt, wenn wir uns unsicher werden, haben wir was zum Nachgucken.

So, der Dr. rer. nat. ist auch heimgekommen, ab ins Bett, morgen geht die Party weiter.

Wenn ich die Überstunden vin heute mitrechne, könnte ich morgen um drei Schluss machen. Warum eigentlich nicht.

Wochenende

Der Tag gestern war nix. Gar nix. Wenn ich morgens aufwache mit verspanntem Nacken und Kopfschmerzen, dann ist eigentlich  schon alles klar. Trotzdem hab ichs irgendwie geschafft, einiges zu erledigen, aber ich war dann doch froh, als es Abend war.

Heute haben wir shcon den ersten Tagesordnungspunkt hinter uns: der vierte Geburtstag der Nichte des Dr. rer. nat. Wenn wir da auftauchen, ist das  zwar eher ein Besuch  für seinen Bruder und Frau als für die Kleine, aber egal. Auch die sehe ich ab und zu ganz gerne. Und immerhin haben wir jetzt wieder eine Erklärung für manche der undefinierbaren Geräusche, die unsere Oberwohner so produzieren: die Nutzung eines Hüpfballs könnte zu dem regelmäßigen Rumms passen.

Gleich steht noch der nächste Termin an: ein Tanzabzeichen will gemacht werden. Ich liebäugele schon länger mit einer Trainerausbildung, und dafür brauche ich das. Entsprechend werden wir nachher im Verein auflaufen – der Dr. rer. nat. stellt sich freundlicherweise als Leihgerät zu Verfügung – und vortanzen. Grundsätzlich sind die Anforderungen nicht erwähnenswert, das ist weit unter dem, was wir können. Aber ein bisschen hibbelig werde ich jetzt gerade trotzdem.

Heute so

Tag 2 nach der bahnbrechenden Erkenntnis fängt nicht gut an. Ich bin platt, ich bin weinerlich, kann mich zu nichts aufraffen. Immerhin, es ist zehn Uhr, und ich bin halbwegs angezogen und habe gefrühstückt.

Was ich heute tun muss:

  • Duschen.

Was ich heute tun sollte oder könnte:

  • Bilder aufhängen erledigt
  • Steuererklärung machen oder zumindest anfangen
  • Bilder bestellen
  • Papierkram aufräumen
  • Staubsaugen
  • Kleid bestrassen

Schaumermal.

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Ausgerechnet:

(-) Noch 69 Arbeitstage an dieser Stelle.

(-) Noch 21 Tage bis zum letzten fiesen Zahnarzttermin, insgesamt noch 48 Tage bis zum überhaupt letzten Zahnarzttermin.

(+) Noch 36 Tage bis zum nächsten Turnier hier in der Gegend, dort wollen wir die Lage checken und entscheiden, in welcher Klasse wir starten wollen.

Neid? Nur so’n bisschen.

Wenn ich Fionas Statistik sehe, bin ich spontan ein bisschen neidisch. Weil sie schon so viel mehr geschrieben hat. Und weil bei ihr si viel mehr Leute kommentieren.

Und dann denke ich mir: Mädel, du spinnst (siehe auch hier). Du hast vor zehn Monaten ganz bewusst einen Cut gemacht. Weil du eben neu entscheiden wolltest, wer mitliest. Und du hast nen Fulltimejob außer Haus und ein Fulltimehobby genauso außer Haus. Ball flach halten, junge Frau.

Also, nach einem dezenten Tritt in den eigenen Hintern noch mal von vorne:

Liebe Fio, ich freu mich mit dir über jeden Kommentar. Schreib weiter, bleib so wie du bist und der Bloggerwelt noch lang erhalten. Du würdest mir fehlen.

So, Weinglas leer, gute Nacht.