Gleittag Numero 1

So ein Gleittag ist was schönes 🙂

Wobei, ich habe mich an meinen normalen Arbeitsrhythmus gehalten – um neun ist Frühstückspause. Üblicherweise mit den Kollegen unten in der Kantine auf einen Milchkaffee, heute als Frühstück im Schlafanzug vorm Laptop. Macht fast keinen Unterschied *höhö*

Seither habe ich Plätzchen gebacken, Wäsche gewaschen, die Plätzchen mit Schokolade überzogen und zwischendrin das Mittagessen warmgemacht.

Mehr nicht. So ein Gleittag dient ja der Erholung.

Gleich gehts noch in die Stadt, die Brille des Dr. rer. nat. abholen und ein bisschen bummeln, und danach ins Training.

Und jetzt muss ich meinen Wunschzettel schreiben – gaaanz wichtig.

Wochenende

Samstag vormittag: verschlafen.

Samstag nachmittag: Plätzchenteig, Massenfertigung. Das artet aus verschiedenen Gründen jedes Jahr wieder aus. Erstens bin ich Schleckermäulchen und Perfektionistin, damit sind es dieses Jahr geplante fünf bis sechs Sorten. Zusätzlich für den Dr. rer. nat. noch einige Sorten ohne Zucker, wobei die halbe Teigmenge für den Verzehr direkt aus der Schüssel gerechnet werden muss. (Da drehts mir jedesmal den Magen um, aber nachdem ers verträgt, bitte.) Heute nachmittag habe ich die Rollen fürs Schwarzweißgebäck gerollt, und nachher oder am Mittwoch wird der Rest gebacken.

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Gestern  abend war Autsch Reloaded  dran. Ich hab mir beim Eintanzen so gnadenlos die Füße verknotet, dass ich eine dicke Beule auf dem linken Spann habe. Es war unter Garantie der langhaarige Bombenleger schuld, schon klar 😉  Ich hab erstmal nur noch Sternchen gesehen, aber zum Glück belaste ich die Stelle im Training nicht.

Und ich bin sowieso ziemlich viel rumgestanden in diesem Training – unsere Trainerin hat den Bombenleger eineinhalb Stunden lang auseinandergenommen. Mich haben sie nur ab und zu zum Testen gebraucht, obs klappt. Wenn Trainerstunden so ablaufen, fühle ich mich immer unwohl. Klar, beim Standardtanzen finden grundsätzlich 90% der Arbeit am Herrn statt. Das ist einfach so, auch bei sehr guten Paaren. Trotzdem – er hat sowieso Komplexe, weil er angeblich so viel schlechter ist als ich (ein bisschen, okay, aber nicht so sehr, wie er denkt). Da habe ich immer Angst, dass es ihm zu viel wird.

Nach dem Training haben wir noch die Kneipe mit der langsamsten Bedienung und dem schlechtesten Essen der Stadt entdeckt – sollten wir da jemals mit der kompletten Freitagabend-Truppe einfallen, bekommen die letzten vermutlich Samstag mittags ihr Essen. Wir werden reumütig wieder zu unseren gewohnten Locations zurückkehren, haben wir uns vorgenommen.

Heute vormittag: Ausschlafen.

Heute nachmittag: Bummeln durch den Markt der Ideen mit Cassy. Eine ganze Stadthalle voll mit Plunder, Kunst und allen Zwischenstadien. Essbares, Schmuck, Filz, Holz – ich hab natürlich wieder zugeschlagen. Zwei niedliche kleine Bernsteinanhängerchen, perfekt für alltags an einer dünnen Silberkette. Da ich wenig Schmuck trage, fühle ich mich sehr leicht verkleidet, aber sehr kleine und filigrane Ketten sind okay.

Jetzt: Pizzaessen mit dem Dr. rer. nat. Ich muss weg 🙂

Schmerzhafter Tag

Blöd, wenn man einen Schal so dekorativ hindrapiert, dass es zwei Personen braucht, um die Fransen (und ein paar Haarsträhnen…) wieder aus der Jacke rauszubringen. Autsch.

Autsch 2: Handschuhe ausziehen zu wollen und dabei statt in den Finger das Handschuhs in das Schlüsselmäppchen zu beißen. Schwarzes Leder sieht aus wie schwarzes Leder, war aber etwas dicker und härter als geplant.

Autsch 3: Zu lesen, was ein Kollege so alles dem Kunden verrät… jetzt haben sie es schriftlich, dass wir zu blöd zum Messen sind… gna.

Und Autsch 4:  eine Mail, die ich auf Englisch geschrieben und mein Chefchen nochmal nachbearbeitet hat, nach dem Absenden nochmal zu lesen. Naja, die Empfänger werden es verstanden haben, aber schön wäre anders gewesen.

Die Autschs 5 bis 8 fallen heute mangels Training aus, die gibts erst wieder morgen oder am Donnerstag oder so.

*feg* Jahresendplanung

Da hat mich meine Firma ja echt auf dem falschen Fuß erwischt: „Kalenderjahr = Urlaubsjahr.“ Ich bin ja einer der Menschen, die immer gerne eine Woche Gleitzeit und noch ein paar Tage Urlaub vor sich herschieben – das gibt mir das gute Gefühl, jederzeit ne Pause machen zu können, wenn ichs bräuchte. Nix gibts, Urlaubstage müssen weg bis Silvester. Daher war ich seit Freitag zuhause. Um dann während der restlichen Woche die Arbeit nachzuholen, die während der drei Tage liegengeblieben ist… aber lassen wir das.

Nachdem ich gestern kurzfristig einen unverplanten freien Nachmittag hatte, bin ich in die Stadt gefahren und habe einen großen Rutsch Weihnachtsgeschenke besorgt. Gell, da guckt ihr. Jaaaa, ich binmal nicht auf den letzten Drücker unterwegs. Ich verschenke dieses Jahr ganz viel schals, hatte ich beschlossen. Und jetzt habe ich bunte, dezente, extrawarme und nicht ganz so warme Schals eingekauft, für warme und kalte Farbtypen und für Männlein und Weiblein – irgendwie verteilt sich das dann schon auf die entsprechenden Personen. Was Kreatives für den Dr. rer. nat. fehlt mir noch, aber sonst bin ich schon ganz gut ausgerüstet.

*wisch*

Erinnert ihr euch noch an das Küken?

Er hat im Oktober mit der nächsten Dame zwei Turniere getanzt. War nicht so doll. Wundert mich nicht, da sie nicht unbedingt sehr talentiert ist. Er ist technisch noch besser geworden, aber halt immer noch ein Einzelkämpfer und kein Paartänzer.

Inzwischen ist er wieder auf der Suche. Ob meine Nachfolgerin davon weiß? Ich weiß es nicht. Ob er einen Fehler bei sich sucht? Auch das weiß ich nicht, vermutlich nicht.

Gestern hat ein Bekannter von quasi Fremden erfahren, dass seine Dame dieses Jahr noch heiratet. Eigentlich dachte ich, die zwei reden miteinander. War wohl ein Irrglaube.

Die nächste tanzt nur, weil sie glaubt, dass ihr Mann es von ihr verlangt. Sie quält sich damit und ist fest davon überzeugt, dass sie es nicht kann und auch nie lernen wird. Er gibt sich die größte Mühe und freut sich wie ein kleines Kind, wenn mal etwas klappt. Auch da: redet ihr miteinander? oder glaubt jeder zu wissen, was der andere von ihm erwartet?

Miteinander zu tanzen ist etwas, wo ganz grundsätzliche Lebenseinstellungen sichtbar werden. Da lernt man könnte man viel über sich und sein Gegenüber lernen wenn man wollte.

Nur der Dr. rer. nat. und ich sind zu doof, um  es überhaupt auf die Reihe zu kriegen. Schlechtes Timing ist gar kein Ausdruck für die paar Wochen Versatz zwischen „ich suche einen neuen Tanzpartner und finde ihn“ und „die Dame des Dr. rer. nat. steigt aus“. Und auch wenn ich meinen langhaarigen Bombenleger toll finde – der eigene Freund ist einfach nochmal was anderes. Seufz.

*putz*

Kaum denkt man mal eine gefühlte Woche lang nicht ans Bloggen, sind ratzfatz eineinhalb Monate rum.  [Notiz an mich: Blog-App auf Smartphone packen.] Aber ich bring euch mal kurz auf den neuesten Stand.

@Arbeit: Der Wechsel ist geklärt, der Plan A hat funktioniert, ab Mitte Januar darf ich wieder etwas Spannendes machen. Das wird anspruchsvoll bis aufreibend (ein Bestandteil ist die Leitung von „die Hütte brennt so richtig“-Projekten), ausgeglichen durch Schulungen und „so machen wirs ab jetzt alle“-Konzeptionen. Ich freu mich drauf. Teil meines Entwicklungsplans wird auch, das Machwerk zuende zu bringen, irgendwann nächstes Jahr dann also wirklich Frau Dr. Stahldame. Davor haben die Götter.. äh. Personal aber immer noch die Reklamationsbearbeitung gesetzt – noch sieben Wochen Ordnung ins Chaos bringen, besänftigen und so tun, als wüssten wir jederzeit, was wir tun.

@Tanzen: Hach (nein, kein gequältes Seufzen, ein rundum glückliches). Der langhaarige Bombenleger ist ein wandelndes Lazarett, möglicherweise muss er dieses Jahr nochmal ambulant unters Messer. Wenn er gerade fit ist und ich auch, haben wir unglaublich viel Freude bei der Arbeit auf der Fläche. Momentan ist unser Plan, aus unserem begeisterten Vorwärts-Hurra eine kontrollierte und dosierte Fortbewegung zu machen. Vielleicht knutsch ich dann nicht mehr ganz so oft mit dem Ficus, der in der Ecke vom Saal steht *unschuldigguck*

@Dr. rer. nat.: So lala. Nachdem nächste woche wieder ein Test gemacht werden soll, musste er die Antibiotika vor einiger Zeit absetzen, das widerliche Pülverchen zum ausschwemmen der Neurotoxine nimmt er aber immer noch. Es geht ihm nicht wirklich gut, aber auch nicht allzuschlecht. Sein Chef ist gegangen, und den Nachfolger kennt er noch nicht, daher herrscht etwas Ungewissheit, wie es weitergeht. Im besten Fall darf er so weitermachen wie bisher,  mit ziemlich viel Entscheidungs- und Handlungsfreiheit und einer ähnliche Aufgabenaufteilung wie mit seinem alten Chef – mal sehen.