Heute: Heizung

Habe ich schon  erwähnt, dass ich zur Zeit Überstunden abbaue? 😀

Es war heute sehr praktisch, dass ich früher gehen konnte. Der Dr. rer. nat. arbeitet zwar auf der anderen Straßenseite, könnte also ganz einfach mal kurz rüberkommen.  Aber gerade heute hatte er Gäste da und konnte vorher nicht sagen, ob er so früh rauskommt. Also bin ich um kurz vor drei nach Hause gekommen, und kaum war ich zuhause, standen auch schon die  Heizungsableser vor der Tür.  Ich hatte ja erst eine Stunde später mit ihnen gerechnet – wir wohnen im 4. Stock von 7, und bei einem Ablesezeitraum von zwei Stunden sind wir wann dran? genau, zwei Minuten nach  Anfangszeit.

Egal, danach konnte ich in Ruhe einen Teller Plätzchen leermachen, mit dem  Dr. rer. nat. telefonieren, im Internet surfen, mein Facebookspiel spielen und ein, zwei, drei Weihnachtsgeschenke organisieren.
Heute abend dann hoffentlich endlich mal früh schlafen, und morgen ist ja auch fast schonwieder Wochenende.

~~~

In der Arbeit gabs heute zwei Themen:

Erstens hatte ich mit meinem Nachfolger die erste Einarbeitungssession. Er ist seit Dienstag wieder aus dem Urlaub da, und übernächste Woche muss er mich im Urlaub vertreten. Danach hat er nochmal zwei Wochen, dann macht er meinen Job komplett. Nicht ganz harmlos, aber zu schaffen. Er ist ein ganz lieber Kerl, nur heillos verplant und unstrukturiert. Da muss er sich etwas einfallen lassen, das geht bei meinen Aufgaben nicht. Sie sind zwar meistens eher anspruchslos, aber das Einhalten von Terminen und Zusagen ist wichtig.

Ich habe mich auch zu meiner Idee beglückwünscht, uns ein Besprechungszimmer zu buchen – da klingelt sein Telefon nicht,  und es steht nicht ständig jemand da und braucht was von ihm. Man könnte es fast konzentriertes Arbeiten nennen *g*

Zweitens musste ich mal wieder das Chaos aus unserer Fertigung ausbügeln. Wir knapsen seit Mai an einem Problem herum, weshalb ganz bestimmtes Material nur in ganz bestimmten Aufträgen verbaut werden  darf. Das ist in einer Regelung dokumentiert, die zu jedem Auftrag dazugelegt wird. Derjenige, der den Auftrag startet, muss diesen Zettel sogar unterschreiben. Das mit dem Unterschreiben und Beilegen klappt gut, die Ausführung – naja.  Deshalb vertraue ich nicht auf diese Regelung, sondern habe unseren Praktikanten beauftragt, alle zwei Tage nachzuschauen, ob von dem Artikel nicht doch etwas für einen falschen Auftrag verwendet wurde. Genau das hat die Spätschicht gestern gemacht.

Das heißt, ich habe heute wieder einmal eine Mail geschrieben:

Lieber  Kunde,
leider sind wir zu blöd, um das einzuhalten, was wir dir versprochen haben. Dummerweise ist der Auftrag auch schon fast fertig, das heißt, wenn wir das Zeug wegschmeißen, kostet es uns ungefähr 5.000 €.  Wollt ihr ihn vielleicht trotzdem  haben, auch wenn ihr wahrscheinlich einen Haufen zusätzliche Arbeit damit habt? Wenn ihr es nicht haben wollt, können wir den Liefertermin leider nicht einhalten, und eine Nachlieferung dauert auch länger. Also überlegt es euch gut, auf welche  Art und Weise ihr unseren Fehler ausbaden wollt.

Gna.

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