Alltagsschnipsel

Heute war ich freiwillig! um halb acht in der Arbeit.  Zum Kaffeetrinken mit einem Kollegen, der zur Zeit Nachtschicht arbeitet, weil die Firma nicht in der Lage ist, sich eine serientaugliche Messanlage zuzulegen *augenverdreh*. Das ist allerdings nur die eine Hälfte der Wahrheit, die andere Hälfte ist eine Mail des besagten Kollegen mit dem Betreff „Lieber Wasserkopf!“. Diese Mail ging – natürlich – an den Wasserkopf in Form seiner zwei obersten Chefs. Je nach Firma setzt es für sowas eine Abmahnung bis eine Fristlose – noch ist nichts gekommen, aber warten wirs ab.

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Danach wieder einmal Folien basteln. Heute mit dem Titel „Wozu das Ganze?“

Mein Eindruck bei dem Schulungstermin, als ich meinen kranken Chef vertreten habe, war, dass sich meine Kollegen genau diese Frage gestellt haben. Also hatten wir gestern eine kreative Phase mit drei vollgemalten Flipchart-Blättern (mein Chef liebt sein Flipchart ;-)), und ich war den halben Vormittag damit beschäftigt, das ins Power Point zu bringen. Ich war erfolgreich, er fands gut, und damit konnte er beruhigt heute auf seinen Kongress fahren. Das heißt, ich habe zwei Tage sturmfreie Bude ;-).

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Heute nachmittag bin ich erstmal aufs Sofa geplumpst und in einen komaähnlichen Tiefschlaf verfallen. Das waren noch die Nachwehen vom Montag, die ich gestern nicht abbauen konnte, weil ich zu lang in der Arbeit war (wie gesagt, kreative Phase, die beginnen meistens so gegen vier und enden nicht vor sechs.) Nach einer Stunde bin ich wieder fit genug fürs Training heute abend.

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Nächste Woche brauche ich unbedingt einen Gleittag, ich schiebe Stunden ohne Ende vor mir her. Und den Friseurtermin, und den beim Optiker auch. So gehts nicht weiter. Immerhin habe ich es am Wochenende geschafft, mein Kleid nachzukleben. Eine halbe Tube Uhu und etwa dreihundert Strasssteine später sind wir turnierbereit, der Fummel und ich.  Oh, die Oberteile von den  Druckknöpfen musste ich nochmal umdrehen, man (also: ich) kann sowas tatsächlich falschherum annähen. Unsere Startbücher sind auch auf dem Weg zum Umschreiben, so langsam wirds konkret *g*

Sonntagsbeschäftigungen

Teil 1: Gemütliches Aufwachkuscheln mit Quatschen über Gott und die Welt. Mein Highlight am Sonntagmorgen.

Teil 2: Lichten des Wohnzimmerdschungels. Der Dr. rer. nat. hat von seinen Eltern eine schöne große Hydrokultur bekommen, die sich  in unserem Wohnzimmer wohl fühlt. Ab und zu muss der Dschungel allerdings etwas gestutzt werden. Entsprechend habe ich heute vormittag die vertrockneten Blätter abgezupft und herausgepflückt und den Bodendecker zurückgeschnitten. Jetzt dürfen sie wieder sprießen.

Teil 3: Technische Investigation der Kaffeemaschine. Meistens macht sie den perfekten Kaffee, aber ab und zu gibts Piloten- bzw. Bodenseekaffee. Warum?

Weil das Filterpapier beim Schließen nach innen umknickt. Und warum?

Weil das Filterpapier zu groß ist. Warum?

Weil meine Mama die falsche Größe gekauft hat.

Sofortmaßnahme: Neue Falttechnik für das vorhandene Filterpapier lernen.

Dauerhafte Abstellmaßnahme: Kleineres Filterpapier kaufen.

So, das war gleich noch der Schnellkurs mit den 5 Whys und der 8D-Methodik 😉

Teil 4: Sonntagsspaziergang. War eigentlich eine gute Idee, schließlich schien zeitweise die Sonne und es war fast warm. Leider fings unterwegs an zu regnen und zu graupeln, das hat den Rückweg etwas beschleunigt. Trotzdem, wir haben wieder ein paar schöne Fotos gemacht.

Erfolglose Suche

Da hat doch tatsächlich einer mein Blog gefunden mit den Suchbegriffen

produktspezifische Probleme nuvo ring

Sorry, aber damit kann ich nicht dienen. Erstens war dieser Ring ein Mädchen, mit -a am Ende. Zweitens hat er sich bei mir recht unspektatkulär benommen – ich hab ihn niemand um den *** gewickelt, habe ihn nicht verloren oder dergleichen. Und drittens ist er seit eineinviertel Jahren abgesetzt. Sein Nachfolger, das Indoorpiercing (siehe hier oder hier), macht sich wesentlich besser.

Der übliche Disclaimer: Dass der Ring Mist ist, weil er mir die Psyche, die Libido und einiges mehr zerschossen hat, ist meine rein subjektive Begründung. Wem es damit gut geht, der soll ihn ruhig weiter benutzen. Nur für mich – nein danke, nie mehr hormonelle Verhütung.

Blogroll

Seit gerade eben gibt es hier eine Blogroll.

Ich lese ja viel in anderen Blogs mit, in kleinen und großen, Berufsblogs und Windelblogs, bei Bekloppten und Normalen (sowie allem dazwischen), sehr aktiven und scheintoten Blogs. Meine Blogroll ist für mich etwas sehr Persönliches, fast persönlicher als das,was ich schreibe. Beim Schreiben überlege ich mir, ob ich den Artikel wirklich so abschicke – da kann ich mich kontrollieren, zensieren, verstellen, filtern. Beim Mitlesen fühlt man sich unbeobachtet – ist man ja auch, so lange man nicht kommentiert.

Also: ab sofort Stahldame uncensored, bitte lesen Sie mit. Rechts unten.

Geruhsam

Ich verbringe gerade ein geruhsames Stück Samstagnachmittag. Im Hintergrund rödelt leise die Waschmaschine, die Küche steht noch voll mit den Überresten der Mittagessenschlacht (Nasi Goreng, in Mengen für die sechsköpfige Familie, die demnächst unsere neue Küche nutzen wird), und auf dem Kopf habe ich einen Handtuchturban, unter dem meine Haare eine Kurpackung inhalieren. Das möchte ich ihnen zumindest geraten haben, in der letzten Zeit waren sie arg fluserig.

Heute früh waren wir auf großem Raubzug in der Metro. Früh heißt heute tatsächlich früh, ich war um halb acht wach – Auslöser: ein besonders sozial eingestellter Mitmensch, der vor dem Haus die Grenzen seiner Auto-Beschallungsanlage austesten wollte. War aber nicht so schlimm, es war gestern abend nicht so spät wie sonst freitags üblich, ich habe genug Schlaf bekommen. Normalerweise würde ich jetzt schreiben „wir haben wie immer den Laden leergekauft, vor Ende nächster Woche mit Sicherheit keine Hungersnot im Hause Dr. rer. nat.“, aber das wäre heute och übertrieben. Die Metro kaufen selbst wir nicht leer.

Später gehts dann noch ins Training, das  wird heute vermutlich etwas unerfreulich. Der Bombenleger schwächelt gewaltig, sowohl gesundheitlich als auch in Sachen Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Disziplin. Ersteres liegt halt an der Jahreszeit, kann man nix machen. Der Rest ist vermeidbar, und ich erwarte von ihm, dass er ihn in Zukunft wieder vermeidet. Während seiner Prüfungsphase habe ich sämtliche Hühneraugen zugedrückt, sein Studienabschluss war wichtiger. Aber jetzt ist die letzte Prüfung drei Wochen her, und er kommt immer noch nicht wieder in die Pötte.

Gestern wollten wir uns um fünf zum Training treffen. Um halb vier schreibt er mir, dass er es erst auf 6 schafft. Zwanzig vor 7 war er dann da, fünf Minuten, bevor die Gruppenstunde anfing. Er will seit Wochen diverse Dinge mitbringen und denkt an kein einziges davon, er wollte mir im Januar Geld zurückgeben, das ich ihm geliehen habe, keine Spur davon. Und in dieser Art gibt es eine Reihe an Dingen, die alle nur Kleinigkeiten sind, die mich aber nerven.

Ich hasse es, mit ihm ernsthaft reden zu müssen – dann schaltet er um in seinen „bitte schlag mich, ich habs verdient“-Modus um und gibt mir in allem recht. Ob das nur Blabla ist oder ob er es tatsächlich umsetzt, weiß ich dann trotzdem erst, wenn ich es überprüft habe, auf ein Versprechen kann ich mich nicht verlassen. Mit der Philosophie tue ich mich echt schwer. Mir ist ein ehrlicher Krach lieber, oder zumindest jemand, der mir zuverlässig sagt, was Sache ist. Aber das ist nicht sein Stil.

Puh.

Die Schulung war anstrengend heute. Ich war natürlich nicht perfekt vorbereitet, deshalb haben wir uns an einer Stelle auch ziemlich vergaloppiert, aber wir haben den roten Faden wieder gefunden. Nicht perfekt, aber okay.

Der Dr. rer. nat. kam recht angepi*t aus der Arbeit, er denkt über einen Plan B innerhalb oder außerhalb seines Arbeitgebers nach. Entweder ist sein neuer Chef ein Vollid*ot, oder er will den Dr. rer. nat. vergraulen. (Vielleicht auch beides, egal.)

Ich habe heute um kurz vor vier Schluss gemacht in der Arbeit, mein Hirn war leer. Wahrscheinlich war ich nur von vier Stunden reden in dem kleinen überheizten Schulungsraum platt, eventuell haben aber auch die drei Bazillenquellen um mich herum (Dr. rer. nat., Bombenleger und mein Chef) erfolgreiche Arbeit geleistet. Wir werden sehen. Ich hab mir heute abend einen Liter Tee verpasst, und jetzt  leg ich mich ins Bett. Mehr kann ich nicht machen.