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Ein neuentdeckter Blog. Vorgestellt in einem Artikel ohne Überschrift, weil ich diesen Blog nicht in einen Satz packen kann.

Da.

Definitiv keine leichte Kost, dafür  hat Thisis schon zu viel erlebt. Trotzdem (ja, das ist einer ihrer Kernbegriffe ;-)) schreibt sie über ihre kleine Familie, Alltägliches und Absurdes. In einer Art, die ich den halben Nachmittag lang inhaliert habe, weil sie vieles auf den Punkt bringt, was andere 1. nie so klar  sehen und/oder 2. nie so klar schreiben.

Faszinierend.

[Und: offensichtlich ist sie mal in meiner Gegend gewesen. Da kommt die Pegnitz vor.]

Schön und praktisch

Ist das ein Widerspruch? Man könnte es meinen…

Für mein Turniermakeup habe ich mir schon vor längerer Zeit einige Lidschatten von Artdeco zugelegt – vier Farbtöne, um genau zu sein. (Ja, ab und zu bin ich ein Luxusweibchen). Weiß, Gold mit Glitzer, Orange und Dunkelbraun. Damit zaubere ich seither ein fernsichtwirksames und michtollfühlenlassendes Augenmakeup*. Und *Überraschung*, die Edelteile sind tatsächlich  farbstärker, besser aufzutragen und schöner als der restliche Inhalt meines Sammelsuriums, das ich seit meiner Konfirmation (!) zusammengekauft habe. Also mussten zu Weihnachten ein paar neue Farben her** – zuerst mal die, die ich alltags trage, also ein warmes Dunkelgrün und zwei Blautöne.

Zu den kleinen Luxusteilen gibts Magnetdöschen für den Transport. Die sind eigentlich hübsch, teilweise mit Deko auf dem Deckel, innen mit Spiegel und Platz für einen Pinsel. Der Nachteil dieser Döschen: die einzelnen Farbtöpfchen passen nur offen rein, also ohne Deckel. D. h., alle Krümel verteilen sich gleichmäßig über das gesamte Sortiment

Wer hat denn das erfunden? Das ist ja wie im Anfänger-Chemiepraktikum, wo man nach drei Tagen jede Substanz in jedem Behältnis nachweisen kann, weil jeder ständig mit verschlunzten Spateln irgendwo reinfasst. Bah. *Kopf => Tisch*

Also war wieder mal eine Ingenieursleistung fällig – in Form einer alten Pillendose. Die gabs damals als Werbung für Neukundinnen (auf das Thema steigen wir besser nicht ein…), sie ist aus Stahlblech, ergo magnetisch, also halten die Rückseiten der Luxusteile daran. Und so reisen meine Lidschattentöpfchen in einer Uralt-Pillendose mit mir durch die Weltgeschichte.

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* Ich hab tatsächlich kein Foto, auf dem man die Kriegsbemalung gut sehen kann. Ich bin entsetzt.

** Weitere Erwerbung: ein Concealer derselben Marke. Auch Luxusweibchen haben Augenringe.

2012 – lose Schüttung

Mir ist nicht nach geordnetem Jahresrückblick, ich werfe hier ungeordnet ab, wie es mir aus den Fingern sprudelt.

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Arbeit: Letztes Jahr noch den internen Wechsel eingetütet. Damals schon überlegt, mich extern umzuschauen, und nur durch das gute Zureden meines Jetzt-Chefs geblieben. Er hat gehalten, was er versprochen hat, mit dem Mann kann man arbeiten. Meine Kolleginnen sind da eher Typen mit Ecken und Kanten, zumindest zwei der drei, die dritte liegt eher auf meiner Wellenlänge. Trotzdem, unsere kleine Abteilung ist eine Insel der Seligen. Der Rest der Firma ist nur noch zum Kopfschütteln – vier Geschäftsführer, also fünf Meinungen und sechs Strategien (wenns überhaupt welche sind). Mein Projekt läuft bis Oktober, und ich habe mir vorgenommen, rechtzeitig vor dem Ende Bilanz zu ziehen. Meine Aufgaben passen zu mir, ich habe ein wunderbares Umfeld, und bis zum Sommer ist hoffentlich klar, wohin die Reise der Firma geht. Im Zweifelsfall wähle ich wie ein Dutzend meiner Kolleginnen den elegantesten Abgang aller Frauen und krieg erstmal ein Kind. Eher nicht, falsche Motivation.

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Tanzen: Ein Auf und Ab. Der langhaarige Bombenleger ist nah dran an der Idealbesetzung für einen Tanzpartner. Talentiert, umgänglich, konstruktiv, fleißig, analytisch und ausdauernd. Leider ziemlich oft krank oder verletzt – das hat dazu geführt, dass wir von den geplanten Turnieren ungefähr die Hälfte tanzen konnten. Im letzten Vierteljahr haben wir vielleicht zehnmal trainiert. Ab Januar darf er offiziell wieder, ich habe Hoffnung, dass 2013  besser läuft.

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Der Dr. rer. nat.: Immer noch der Beste. Seine Gesundheit hat dieses Jahr besser gehalten. Er kämpft zwar mit jeder Erkältung lange und hat dann auch immer wieder die alten Symptome. Trotzdem lief es dieses Jahr wesentlich glimpflicher als 2011 und davor, er musste keine Antibiotika nehmen. Inzwischen hat er auch wieder eine Tanzpartnerin, mit der er gut zurechtkommt 🙂 Er ist immer noch der gleiche liebenswerte, computerversessene, ohne Brille fast blinde, gutaussehende, blitzgescheite Kerl mit dem trockensten Humor der Welt, in den ich mich vor Jahren verliebt habe ♥

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Freundinnen: Tja. Die eine begleitet mich weiterhin durch große und kleine Problemchen, seit dem Herbst denkt sie ernsthaft über eine berufliche Veränderung nach. Die hieße: 200 km von hier weg. Ich würde es ihr gönne, wenn es klappt, ich traue es ihr auch zu. Trotzdem macht mir das ein flaues Gefühl, ist sie doch die einzige, mit der ich meinen Alltagskleinkram teile. Eine Freundin vom Tanzen, die immer einen Sonderstatus hatte, fordert gerade Klarheit ein, wo ich sie bisher kunstvoll vermieden habe, um das lockere Band nicht in Stücke hacken zu müssen. Die alten Kontakte aus Unizeiten sind eingeschlafen und waren immer nur sehr lose. Die Frauen, mit denen ich mich besser verstehe – egal ob Kolleginnen oder vom Tanzen – sind a) mindestens zehn Jahre jünger oder älter als ich, b) schwanger oder frisch Mütter, c) eingefleischte Singles und /oder Partygirls oder d) einfach sonst nicht kompatibel. Fühlt sich nicht gut an, und ich überlege schon eine Weile, wie ich damit umgehe.

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Trennen musste ich mich 2012 von meinem Autolein *schnief* Mein Corsa, mein erstes eigenes Auto, Symbol der zurückgewonnenen Freiheit nach und von Exmann. Einfach so im Schnee zerdeppert, und ich bin auch noch selbst schuld. Grr.

Neue Erfahrung: Gehaltserhöhung wegen Leistung. Ich kenn ja nur Tarifsteigerungen, Leistungszulage gabs noch nie. Fühlt sich komisch an, aber gut.

Noch ne neue Erfahrung: Ich bin tatsächlich nicht mehr so verbissen ehrgeizig und leistungsversessen wie früher. Mehrere letzte Plätze im Startbuch, ganz entspannt, und über einen vorletzten Platz habe ich mich gefreut wie ein kleines Kind. Ich kann uns die Zeit geben, die wir brauchen, ganz ohne dass ich mich dazu zwingen muss.

Noch was Neues: erste selbstgemachte Schwarzwälder Kirschtorte meines Lebens. Früher hat meine Mutter sie mir zum Geburtstag gemacht, jetzt ich für den Dr. rer. nat.

Ein paar Kilo mehr (nur wenige, und nicht auf Dauer, hoffe ich), die Haare sind unverändert, die Brille etwas eckiger.

2013 wird aufregend in jeder Beziehung, in jedem Bereich meines Lebens stehen Fragen offen. Es wird sicher Nerven kosten, und ich werde Entscheidungen fällen müssen, die nicht leicht werden. Trotzdem, ich freu mich drauf.

Kleine Unterbrechung

…der Stille hier im Blog.

Kurzfassung der letzten Zeit gefällig? Viel gearbeitet, wahlweise auf der Jagd nach dem Passierschein A38 und/oder kopfschüttelnd ob der Irren, die diesen Laden führen. Auto zu Schrott gefahren, zum Glück nur Blechschaden. Den Dr. rer. nat. verwöhnt, er ist und bleibt der Beste. An seinem Geburtstag (wie passend) Migräne bekommen, sonst gehts mir gesundheitlich gut, ihm so einigermaßen.

Ihr Lieben, habt ein frohes und geruhsames Weihnachtsfest, erholt euch gut und kommt gut rüber ins nächste Jahr.