Jetzt!

Bayerisches Fernsehen einschalten, zurücklehnen, Nockherberg genießen.

(Wer erst später liest: Freitag abend wird wiederholt.)

Stunden später: Die Begeisterung hält sich in Grenzen. Ein paar Lacher waren drin, aber der große Wurf war es nicht. Frühstück in Wolfratshausen ist und bleibt unerreicht.

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Ich habe mich ver-strickt. Ganz gewaltig. Mift.

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Ich hadere.

Gestern schon ziemlich, und heute immer noch.

Mit mir, der Welt, dem langhaarigen Bombenleger und überhaupt.Abdsurderweise hakelts beim Dr. rer. nat. und seiner Dame gerade am gleichen Thema wie beim Bombenleger und mir.

Es gibt einfach zwei Sorten Menschen: Die einen planen voraus, wollen effektiv, effizient und optimiert. Die andern wollen spontan und unverbindlich. Und wenn ein solcher und ein solcher Mensch miteinander wollen/müssen, dann knirschts halt immer mal wieder.

Momentan nervts mich gewaltig, und ich habe keine Lösung, mit der ich mich wohlfühlen kann. Vermutlich nervts mich vor allem deshalb, weil ich in der Arbeit exakt das Gleiche mache – organisieren, andere auf Termine festnageln müssen, dann klappt wieder etwas nicht, weil einer seine Zusage nicht einhält, dann muss ich bei den anderen wieder schieben… nervt.

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Wenden wir den Blick aufs Positive: Meine Stricknadeln sind da, und sie sind toll. Genau das richtige Mittelding aus stumpf und rutschig, sie sind schön leicht und fassen sich toll an. Damit geht es bei meinem Bolero weiter. Nebenbei mache ich einen Plan für das nächste Projekt, den Pullover für den Dr. rer. nat. Das ist gar nicht so einfach – Vorlagen für seine Schulterbreite haben ordentlich Platz für Plauze, und die hat er nun gar nicht. Egal, inzwischen habe ich ein Muster, das mache ich ein bisschen schmaler und länger, und dann gehts los.

Gestern abend: Heimkino. Nicht neu, aber unterhaltsam. Heute nochmal Kochen, Spätzle und Champignons, dann Training, dann zu meinen Eltern.

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Edit: Training abgesagt, der Herr haben Rücken. Solange mir dazu nix Konstruktives einfällt, sag/schreib ich lieber nix.

Zustimmung

Gerade hier gelesen und nur noch genickt.

Mein Arbeitsweg geht morgens vom Parkplatz 300 m die Straße hoch, dann zwei Ausfahrten über die Pseudoautobahn, dann zweieinhalb Kilometer eine Hauptstraße entlang. Diese Hauptstraße ist zum großen Teil vierspurig, an einer Stelle nur breit genug für dreieinhalb Autos (passenderweise liegt die Engstelle direkt am Sexshop). Es sind reichlich Lkws aller Größenklassen unterwegs, der Bus fährt da auch, Fahrradwege gibts keine und der Gehsteig dient als Parkplatz, zum Ausgleich rennen die Fußgänger irgendwo mitten durch  den fließenden Verkehr.
Das ist selbst mit einem kleinen Auto täglich spannend, weil alle fahren wie die Henker. Franken können Gas geben und Geschwindigkeitsbegrenzungen ignorieren, aber sie können nicht so kooperativ autofahren, dass alle schnell vorwärtskommen. Schließlich kann man ja nicht riskieren, zu kurz zu kommen.

Wenn sich dann doch noch ein vereinzelter Radfahrer auf diese Straße wagt, ist er meistens ähnlich  harakiriartig unterwegs wie die Autofahrer. Z. B. der eine von gestern abend, der in gut sichtbarem Schwarz mal eben vom linken (!) Gehsteig rüberrollerte auf die rechte Fahrbahnseite, feststellte, dass  da – uups – zwei Vierzigtonner herandonnern und wieder zurückrollerte auf seinen Gehsteig. Dabei hat ihn fast der Gegenverkehr umgenietet, mein Mitleid hielt sich allerdings in Grenzen. Oder auch  der Held von heute früh, der immerhin auf der richtigen Fahrbahn unterwegs war. Er hat bewiesen, dass  es einem einzelnen Radfahrer auf Höhe des Sexshops möglich ist, die gesamte Fahrrichtung zu blockieren, so dass weder links noch rechts jemand an ihm vorbeikommt. Hurra.

So, genug gegrantelt, auf ins Training.

Vorbei

Und wieder ist ein Wochenende vorbei. Aber an diesem hatte ich das Gefühl, so richtig anzukommen. Dabei war einiges los:

Am Freitag abend wie immer Essen gehen mit den Tänzern. Es waren einige dabei, die sonst nicht mitgehen. Daraus ergaben sich überaus informative interessante Gespräche (ja, ich bin ein Tratschweib, aber ich kenn halt so viele Leute *g*), auch mit jemand, mit dem ich sonst wenig zu tun habe.

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Am Samstag morgen hatte ich einen akuten Anfall von Putzwahn – die muss ich nutzen, so selten, wie sie sind. Die Küche blitzt und blinkt, ebenso das Schlafzimmer, beim Wohnzimmer ließ der Elan schon nach. Der Dr. rer. nat. hat nach den beiden Räumen krankheitsgeschwächt aufgegeben, und dann hatte ich auch keine Lust mer. Mal sehen, wenn der gleiche Rappel nächstes Wochenende wiederkommt, sind die Bäder und mein Zimmer dran.

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Danach haben wir uns ein Luxusmittagessen gegönnt: ein groooooßes Stück Steak. Also, eigentlich ein kompakter Brocken totes Rind. In Scheiben gesäbelt und durch die Pfanne gescheucht war es – gemeinsam mit Kartoffeln und Salat – ein delikates Mittagessen. Zu einem Preis, bei dem ich zweimal schlucken musste, aber 1. war es richtig lecker und 2. machen wir sowas ja nicht ständig.

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Gestern nachmittag habe ich gestrickt, gesurft, gelesen, ferngesehen und gedöst, und dazwischen immer wieder mit dem Dr. rer. nat. geplaudert. Sehr erholsam.Gestern abend hatte der Dr. rer. nat. einen akuten Fotografieranfall. Nachdem er jetzt so eine edle Kamera hat, wollte er seine Fähigkeiten ausbauen, und für Fotos braucht man – richtig: ein Modell. Also saßen wir bis halb zwölf abwechselnd im Wohnzimmer und vor seinem Rechner, um die Ergebnisse anzuschauen. Zusammen mit der zweiten Sitzung heute sind wir dem perfekten Porträtfoto ein Stück nähergekommen. Das macht mal wieder richtig Spaß.

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Heute haben wir den Morgen wieder vertrödelt – wir haben beide die letzten Nächte nicht gut geschlafen (mein aktueller Kosename für den Dr. rer. nat.: „hustendes, schniefendes Etwas“), da muss man den Tag langsam angehen.

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Nachmittags war ich mit einer Freundin Kuchen essen. In einem niedlichen, wunderhübschen winzigen Cafe mit vielleicht sechs Tischen und zwanzig Plätzen.Wir mussten eine Viertelstunde warten, bis wir einen Sitzplatz bekommen haben, aber diese Kuchen sind es wert. Ich hatte heute Brombeeer-Holunder-Torte und einen New Yorker Cheesecake, es gibt auch unglaubliche Tartes und schokoladigste Schokoladenkuchen.

Trotzdem, das nächste Mal nur mit Reservierung, spontan fahre ich da nicht mehr vorbei.

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Danach Training mit dem langhaarigen Bombenleger. Er schnieft immer noch und ist nicht so richtig belastbar, aber wir haben gut trainiert. Halt eher auf Technik und weniger Ausdauer. Es ist immer wieder spannend zu sehen, wie viel uns die Trainingspause vorangebracht hat. Wir haben beide mehr Wahrnehmung dafür, was unser Körper gerade so macht, was z. B. mit dem Gewicht und dem Schwung passiert, wenn der Kopf in die falsche Richtung schaut oder ein Fuß die falsche Orientierung trifft. Das wird richtig gut, wenn der Herr mal ne Weile gesund bleiben könnte…

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Und jetzt gerade habe ich nur noch ne Kleinigkeit gegessen, eine halbe Runde gestrickt und plane, ins Bett zu gehen. Erholt, voller positiver Eindrücke und mit Vorfreude auf mein nur noch hustendes Etwas im Bett neben mir. (Ja, das Gästebett ist als Backuplösung bezugsfertig, zur Not ziehe ich aus.)

Gute Nacht!

Donnerstagsschnipsel

Fastenvorsatz heute eingehalten: mittags Salatteller und Saft, nachmittags Banane. Kein Automatenkaffee, nichts in der Stadt mitgenommen. Der Dr. rer. nat. meint, ich hätte auch schon abgenommen, das halte ich mal für ein völlig unfundiertes Kompliment, aber der Wille dahinter zählt 😉

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Heute abend bin ich noch kurz durch die Stadt geschlappt. Mein Ziel war es, Wolle für einen Pullover für den Dr. rer. nat. zu kaufen, naja, immerhin hab ich sie bestellt. Eigentlich hatte ich ja schonmal welche online bestellt, die war dann doch nicht mehr verfügbar *augenverdreh* Wenn ich beim Onlineshoppen hin und her diskutieren muss, habe ich in der Stadt weniger Stress. Und so wird der Dr. rer. nat. einen sehr hübschen hellgrauen Merinowollpullover bekommen. Im Wollgeschäft habe ich sogar noch einen Kollegen getroffen – er musste noch schnell für seine Frau was zum Valentinstag besorgen *lach*

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Auf der Suche nach einem Wollgeschäft bin ich über eine sehr hübsche Seite gestolpert (okay, nur für Leute, die hier wohnen): hier lang
Das wird wohl mein neues Stadterkundungsprogramm werden 😉 Zumindest die Kaffeerösterei und einige der Cafes klingen so, als müsste ich da mal hin.

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Programm des Abends: schlechten Film gucken und nebenher weiterstricken. Ich war dankbar, mich hinter meinem Strickzeug verschanzen zu können 😉 Aber wenns der Genesung des kranken Mannes förderlich ist, tut frau sich manches an.
Dafür wurde der Dr. rer. nat. nach dem Ende seines Films direkt in sein Bett geschickt. Zwecks Ausschlafen seiner Monster-Erkältung-Grippe-wasauchimmer. Er hustet und schnieft, und da er heute nicht arbeiten war, bin ich mir sicher, dass es ihn wirklich ziemlich erwischt hat. Morgen vormittag will er eine halbe Stunde rüber (er muss ja nur einmal über die Straße) und sich  danach wieder hinlegen.
Gestern ist er gegen Mitternacht auf die Couch gezogen, weil er nur noch geschnieft und gehustet hat. Heute quartiere ich mich aus, er braucht unser Luxusbett dringender. Immerhin isst er normal, daher rechne ich damit, dass er halbwegs schnell wieder auf die Füße kommt.

Fastenzeit

Ich steh damit ja ziemlich auf Kriegsfuß. Eigentlich. Meine Eltern sind sehr christlich orientiert, ich hab mich mit 19 aus der Szene verabschiedet, weil ich sehr deutlich zu spüren bekommen habe,  dass die Menschen da nicht besser miteinander umgehen als woanders. Damit fehlt mir schon mal ganz grundsätzlich die Motivation dafür.
Echtes Fasten ist zu hart für mich,  da bin ich erstens unleidlich bis Ultimo und zweitens körperlich ziemlich angegriffen. Und mein Normalzustand klingt für einige Leute eh schon nach  fasten: Ich rauche nicht, trinke wenig Alkohol und esse Süßigkeiten in Maßen.

Das Einzige, was mir in der letzten Zeit aufgefallen ist: Ich habe das bewusste Essen wieder verlernt. Und damit stand mein Plan  für dieses Jahr fest: Mehr Achtsamkeit für das, was meinen Körper am Laufen hält. Weniger Fastfood, weniger Essen auf der Fahrt ins Training, mehr selbst Kochen, mehr frische Zutaten.

In der Kantine klappt das nicht unbedingt: Heute hatte ich die Auswahl zwischen einem scharfen Rindergeschnetzelten mit einer Soße, die ich nicht mag,  zweitens Schweinerückensteak mit ultimativ totem Gemüse und Zwiebelkartoffeln (drei Dinge zusammen, die ich nicht mag). Da blieben nur drittens die Kartoffeltaschen mit Frischkäsefüllung – auch Tiefkühlkost – aber immerhin mit Salatteller. Und eine Banane für den Nachmittag.
Das ist aber ein Ausnahmetag, normalerweise machen sie mehr frisch. Und die meisten Essen mag ich, dass zwei von drei nichts für mich sind, ist selten.

Dafür war ich heute abend vorbildlich: Ich habe mir Champignons und Lauch in die Pfanne gehauen und mit einer Scheibe leckerem Bauernbrot verspeist. Als Nachtisch  noch ein Rest Apfelstrudel made by Dr. rer. nat., und jetzt bin ich satt und zufrieden.

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Heute nachmittag hatte ich ein ausgiebiges Gespräch mit einem Kollegen. Eine Verwandte von ihm hat sich wegen Depressionen umgebracht 😦 und er versucht, den Kindern zu helfen, so gut er kann. Aufgrund des kulturellen Hintergrunds, in dem sie gelebt hat, ist das reichlich konfliktträchtig. Mir hat es gutgetan – vor allem, weil ich wieder einmal festgestellt habe, dass ich mit dem Thema durch bin. Und ich hatte das Gefühl, ihm helfen zu können. Meistens habe ich nur „ja, so hätte ich das auch gemacht“ gesagt – aber auch das ist eine Hilfe, denke ich.

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Besagter Kollege fastet übrigens zweimal im Jahr – Ramadan und christliche Fastenzeit. Ersteres aus Glaubensgründen, zweiteres für die Figur.
Wär nicht meine Variante, echt nicht.

Früher Vogel

… kann mich mal, heißt der Spruch normalerweise.

Heute bin ich (Achtung… trommelwirbel…) fast ausgeschlafen, relativ wach und freue mich über die schöne Aussicht auf den Sonnenaufgang hinter dem Nachbarhaus.

Das Wochenende war nicht gerade ruhig, aber doch ganz positiv: Samstag erstmal ausschlafen, nachmittags zuerst Training und danach ein erstes Date mit dem Schneider meines zukünftigen Turnierkleides (Vorfreude!!). Gestern war ich zum Mittagessen bei meinen Eltern, wo ich ein Erbstück mitbekommen habe, das ich euch unbedingt noch zeigen muss. Und danach Faschingsparty bei einer der Tänzerinnen – ich war mal wieder Alterspräsidentin, da hab ich mir erlaubt, eher früh zu gehen. So hab ich die Zeit dort genossen und bin heute trotzdem fit. Wer jung genug ist, mit nur drei Stunden Schlaf in die Woche zu starten, darf das gerne tun, ich bins nicht.

Also, auf in den Kampf. 07:38.