Total Recall alt und neu

Jaaaaa, sicher kein Thema, das die Welt bewegt. Aber nachdem wir die Neuverfilmung von 2013 gekuckt hatten, wollten wir das Original zum Vergleich sehen.

Ergebnis: ich find sie beide nicht besonders.

Die Story an sich ist ja nicht schlecht – ein paar Jahrzehnte in der Zukunft, ein Typ mit einem ganz normalen Leben, mit Frau/Freundin und einem langweiligen Job, entdeckt in der Werbung das Angebot einer künstlichen Erinnerung. Das zieht ihn an, er geht hin und ab da eskaliert sein Leben total. Klingt grundsätzlich nach ner Story für mich.

Was mich an der Neuverfilmung gestört hat: Der nicht vorhandene Spannungsbogen. Action gabs durchgehend, aber die Story blieb mehr als knapp vor lauter Krachbummpeng.

Was mich am Original stört: Arnie. Und die unglaublich platten Dialoge, die eigentlich nur Realsatire sein können. Dass die Tricktechnik noch nicht so weit war wie heute, ist klar, das haben sie im Rahmen der Möglichkeiten damals echt geschickt gelöst. Nächster Kritikpunkt:Die beiden DummchenFrauenrollen.

Was ich an beiden Filmen nervig fand: die permanenten Star-Wars-Imitationen und eine *hüstel* große Entspanntheit im Umgang mit physikalischen Grundgesetzen.

Genug genörgelt – wer einfach mal nen Abend beschäftigt sein möchte, kann sich die Filme ruhig reinziehen, aber bitte nicht zu viel erwarten.

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Everything changes

Bei mir verändert sich gerade ganz vieles. Das Meiste habe ich erwartet, z. B. dass mein Körper mich mehr beschäftigt und die Arbeit weniger, dass ich mich schon jetzt mit unserem zukünftigen Mitbewohner beschäftige und dass das Tanzen unwichtig wird.

Es verändert sich aber auch das Verhältnis zu meinem Chef, und das beschäftigt mich.


Er hat letztes Jahr eine große Schulungsreihe begonnen, die ihn sehr in Anspruch genommen hat. Er investiert viel Zeit in die Vorbereitung, auch zuhause abends und am Wochenende. Ich  bin mir sicher, dass er das gut macht und dass die Teilnehmer viel daraus mitnehmen.

Die Kehrseite: Diese Schulungsreihe nimmt ihn extrem in Anspruch. Wir hatten seit einem halben Jahr keine Abteilungsbesprechung mehr, Routine zu zweit sowieso nicht. Bei meinem Projekt war das bisher kein Problem, ich habe zwei Kollegen, mit denen ich mich asutauschen kann. Alles andere besprechen wir halt mal so zwischendrin, wenn ich ein Thema habe, zu dem ich ein Statement von ihm brauche.
Er hat für dieses Jahr noch alle Urlaubstage (ok, er war ein ppar Tage auf Gleitzeit weg).

Tja, und dann bin ich schwanger geworden.

Ich habe ihn im Mai offiziell informiert, ab wann ich weg bin und wie lange etwa. Im Juli(!) hat er dann mal mit seiner Chefin gesprochen und sie haben entschieden, dass es eine Elternzeitvertretung für mich geben soll. Die Stellenanzeige hat er vor knapp vier Wochen geschrieben, so zwischen Tür und Angel kam auch mal kurz die Frage, wie lang ich jetzt eigentlich Elternzeit nehmen will. Die Ausschreibung läuft aktuell intern (meine Erwartung, wie viele sich bewerben: Null), dann extern. Zwei Monate habe ich noch bis zum regulären Mutterschutz.
Offiziell suchen wir die Vertretung zum ersten September. Ich gehe mittlerweile aber davon aus, dass ich meinen Nachfolger nicht mehr kennenlernen werde… 😦

Vor einer Woche kamen wir mal auf das Thema, wem ich wann mein Projekt übergebe.
Sinngemäß von ihm: am liebsten würde er das Projekt ja für die Zeit meiner Abwesenheit ruhen lassen (das wäre politisch nicht so richtig clever, aber ginge zur Not schon). Weil er hat ja überhaupt keinen Bock auf diese Art von Projekt und darauf, in ein laufendes Thema reinspringen zu müssen.

Da fiels mir echt schwer, ihm nicht an die Gurgel zu gehen… hätte er sich früher gekümmert, wüssten wir jetzt eventuell schon, wer wann als Vertretung kommt. Seine Entscheidung, er trägt die Konsequenzen.

Wir hatten ein ziemlich enges Verhältnis, ich bin quasi seine Arbeits-Ziehtochter. Packt ers nicht, dass ich für eine Zeit nicht arbeiten werde? dass mein Leben andere Prioritäten haben wird als seins (unverheiratet, kinderlos)?
Oder liegt es nur an der Schulung und seiner damit verbundenen Urlaubsreife?

Ich weiß es nicht, und es ist strenggenommen auch sein Problem. Trotzdem fühlt es sich blöd an, und wie gesagt, es beschäftigt mich.

Der Countdown läuft – noch ca 41 bzw. 16

Schnell nochmal was schreiben, solange noch „6. Monat“ draufsteht 😀

Tja, es sind noch ungefähr 41 Arbeitstage bis Mutterschutz und noch ungefähr 16 Wochen bis zum Geburtstermin. Klingt je nach Stimmung sehr, sehr lange oder sehr, sehr kurz.

Das „ungefähr“ bei den Arbeitstagen liegt unter anderem daran, dass ich heute wegen Rücken zuhause bin. Diese Kombination aus Mehrgewicht am Bauch, dadurch veränderter Haltung und gleichzeitig gelockerter Bänder und Gelenke ist nix. Gestern abend dachte ich, dank Heizdecke wäre alles wieder gut. Aber heute früh tat die gleiche Stelle nach dem Frühstück wieder genauso weh. Also nix mit Arbeit, ab auf die Couch und die Heizdecke angeschalten.

Das „ungefähr“ vor den 16 Wochen muss ich nicht erklären, glaube ich 😉 Die Wikipedia hat dazu ein sehr schönes Diagramm, finde ich. Kurzfassung: irgendwann kommen sie alle raus. Hauptsache, es dauert noch eine Weile, die aktuellen grob 700 g sind ein bisschen viel zu wenig.

Dem Zwerg gehts gut (soweit ich das beurteilen kann), den TÜV-Stempel vom Feinscreening hat er vor vier Wochen bekommen, und er gibt täglich mehrfach Klopfzeichen. Die Reaktionen auf Kaffee und Platzmangel sind eindeutig (Randale!), er sorgt also gut für sich. Ich nehme langsam aber kontinuierlich zu, das passt auch. Und bisher habe ich wirklich nur Wehwehchen (erst Kreislauf, dann Rücken) und nichts Ernstes.

So langsam beginnt das Babyshopping, unser Stubenwagen wartet aktuell in der Postfiliale auf uns. Ich habe ihn gebraucht gekauft, das habe ich für die meisten Sachen vor. Neu gibts vor allem die Babyschale fürs Auto und das, was uns sonst noch sicherheitskritisch scheint, ich wüsste aktuell aber nix. Den Rest werde ich über eb*y, fac*book und Second-Hand-Läden besorgen.

Zu meinem Chef habe ich noch einen Blogpost in Vorbereitung, das ist ein Thema für sich… :-/