Neues Feindbild: P.

Heute die erste größere Ladung Babyklamotten gewaschen – ebay sei Dank habe ich ein Klamottenpaket gefunden, das das Gröbste abdeckt. Jetzt fehlen nur noch wenige Kleinteile für die erste Rundumausstattung.

Aber eigentlich wollte ich ja über etwas ganz Anderes schreiben – ich habe mir ein neues Feindbild zugelegt. Okay, Feindbild ist zu hoch gegriffen, ohne dieses Hormon würde der weibliche Zyklus nicht funktionieren. Und wenn frau zu wenig davon hat, klappts weder mit dem Schwangerwerden noch mit dem -bleiben.

Die Insider werden es bereits erraten haben, ich schreibe von Progesteron. Der Sinn dieses Hormons ist klar, leider beschränkt sich diese Wirkung aber nicht auf die Körperteile, wo es benötigt wird.

Ganz nebenbei legt Progesteron auch den Magen lahm. Dadurch bleibt eine Mahlzeit bei Schwangeren gerne mal 8-10 Stunden im Magen liegen, bis sie weiterwandert. Ideale Voraussetzungen für Übelkeit und Sodbrennen, deshalb: früh zu Abend essen, nicht viel auf einmal essen und immer schön auf die linke Seite legen.

Das Verhalten setzt sich im Darm fort, auch der wird träge und relaxt, außerdem hat er ja nicht seinen gewohnten Platz. Das lässt sich durch die gerne empfohlenen Eisentabletten noch verstärken, dann geht irgendwann gar nichts mehr. Meine Gegenmaßnahmen: Kräuterblut statt Eisentabletten (schmeckt nicht gut, geht aber angeblich nicht so auf die Verdauung) und dezent überdosiertes Magnesium.

Meine dritte Lieblingsnebenwirkung ist die Lockerung der Bänder und Sehnen. Nicht nur, dass ich ständig unsicher stehe, der Mist ist auch schuld an meinen Rückenschmerzen. Wenn ich nur eine halbe Stunde in der Küche werkele, habe ich das Gefühl, mir bricht die Lendenwirbelsäule ab. Klar, genau daran ziehen meine Zusatzkilos nach vorne unten, aber die alleine wären nicht so problematisch. Mit meinen üblichen Entspannungstricks werde ich diese Sorte Rückenschmerzen auch nicht los, ich muss mich in den Schmerz rein bewegen und dehnen.

Diese kleinen Freuden meines Alltags sind durchaus dazu da, dass ich mich auf das Ende der Schwangerschaft freue. Könnte bitte jemand die Uhr vordrehen und die kommenden 12 Wochen ein bisschen schneller vorbeigehen lassen? Danke.

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Ein Gedanke zu “Neues Feindbild: P.

  1. Babbeldieübermama 13. September 2015 / 15:59

    Tja, da kann dir wohl keiner helfen. Wer den Spaß hette, muss auch mit den Nachteilen leben. Spaß beiseite, ich wünsche dir, dass die Nebenwirkungen bald vorbei sind.
    LG Bärbel

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