Timing

Das Stichwort fiel mir in den letzten Tagen immer wieder ein, in ganz verschiedenen Zusammenhängen.

Beim Mittagessen für den Dr. rer. nat. ist mir das Timing sehr wichtig. Er hat eine Dreiviertelstunde Mittagspause, minus die Zeit zum Hin- und Herlaufen, d. h., mein Ziel ist es, dass er pünktlich um drei nach zwölf anfangen kann zu essen. Bestes Hilfsmittel dafür: die Zeitschaltuhr unseres Backofens. Die ist zwar ein bisschen umständlich, weil ich sowohl die Laufzeit als auch die Ausschalt-Uhrzeit einstellen muss. Aber seit ich das verstanden habe *unschuldig pfeif* klappts ganz gut.

Nächstes tolles Feature unserer Haushaltselektrik: die Zeitschaltuhr an der Waschmaschine. Man dürfte sie zwar eigentlich im Stckwerk darüber kaum hören, aber ich schaue trotzdem, dass sie zumindest nur außerhalb der Ruhezeiten schleudert, das ist ja doch ein bisschen lauter. Und ich will die fertige Wäsche nicht lang in der Trommel liegen haben. Also auch hier immer wieder: erst den Tag grob planen, dann Maschinchen füttern und zum gewünschten Zeitpunkt ist sie fertig. Entspannt mich 🙂

Teil 3 von Timing ist ein bisschen was Anderes, auch wenns im weitesten Sinne unter Haushaltselektronik fällt 😀 Ich habe mir ja ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk gemacht. Und seither müssen meine Finger fleißig ihr Timing verbessern. Die ersten Spielversuche klangen eher nach einem Besoffenen, der ständig schwankt und stolpert. Aber es wird wieder, momentan macht mir das Üben auch unglaublich Spaß. Selbst sowas Langweiliges wie Tonleitern kann einen faszinieren, wenn man sich auf verschiedene Aspekte konzentriert – alle Töne gleich laut spielen, immer schön gleichmäßig im Rhythmus bleiben, mal die linke Hand lauter, mal die rechte, mal jeden einzelnen Finger betonen lassen, dann jeden dritten/vierten/fünften Ton… es gibt viel zu lernen.

Und äußerst gespannt bin ich auf Timing Nr. 4: wann Junior auf die Welt kommen wird. Rechnerisch hat er noch zwei Wochen Zeit, aber ich wäre ihm für jeden Tag dankbar, den er früher kommt. Inzwischen nerven die ganzen Schwangerschaftsgeschichten gewaltig.

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Dieses Jahr…

… ist Weihnachten ein bisschen früher – am Mittwoch wird mein neues Spielzeug geliefert *jubel* *hüpf*

Und ein kleines Bisschen an Weihnachtsvorbereitungen habe ich vorgezogen in den November. Eigentlich geht das ja gar nicht, damit fängt „man“ erst im Advent an, aber angesichts der besonderen Umstände drücke ich mir selbst gegenüber mal ein Auge zu. Aus Gründen hier keine weiteren Details 😉


Mein Bauch wächst weiter, und Junior schickt regelmäßig Klopfzeichen. Bisher macht er aber keine Anstalten, vorzeitig auszuziehen. Passt schon so, bis zum geplanten Liefertermin sind es ja noch zwei, drei Wochen.


Noch eine Frauenstory: Bisher kam ich mit meinen einzigen Schwangerschaftsschuhen in Form von Ballerinas ja gut durch (und das Mitte November :-O), aber seit Samstag liegt hier morgens ein bisschen Schnee auf den Autos. Ein Blick in den Schuhschrank sagte mir:

  • schicke Stiefelchen mit Pfennigabsatz, kniehoch: zu eng
  • warme braune Stiefel, passende Weite, vernünftiges Profil: 6 cm Absatz, nach fünf Minuten tun mir die Füße weh
  • warme schwarze Stiefel, passende Weite, alt aber immer noch vernünftiges Profil: Schnürsenkel.

Also der sprichwörtliche Schrank voll nichts Anzuziehen. Zum Glück gibts hier einen D*ichmann in Laufweite, der konnte dieses Problem lösen. Und bei der Gelegenheit hat mir gleich noch eine freundliche Verkäuferin das RFID-Etikett aus meiner Winterjacke rausgeschnitten, das vorher mal kurz den Blutdruck aller Anwesenden hochgeschossen hat. So ne Diebstahlsicherung ist laut :-O


Möchte man einen Drehmomentschlüssel sicher und schonend lagern, empfiehlt sich übrigens die Altglaskiste.


Auf gehts, Mittagessen kochen, der Mann kommt um 12 nach Hause und freut sich 🙂

Montag früh

… 6:21 und ich bin wach. Nach dem Marsch zur Toilette sowieso.

Also, erstmal ne halbe Stunde Patiencen und Puzzle gelegt (es lebe das Smartphone). Dann doch aufgestanden, geduscht, gefrühstückt.

Nächster Programmpunkt: Mittagessen für den Dr. rer. nat. vorbereiten. Der freut sich sehr, dass zur Zeit öfter mal ein Salat und/oder ein Nachtisch auf ihn wartet, wenn er zuhause Mittagspause macht. Und er soll doch auch was von meinem Mutterschutz haben 😉

Danach gehts ab ins Auto, auf die Autobahn und ins Hinterland zu einem großen Musikladen. Schließlich liebäugele ich schon länger mit einem E-Piano, und da sollte ich jetzt wohl meine letzten Chancen nutzen, mich in Ruhe zu informieren.
Ich habe ja als Kind bzw. Jugendliche lange Klavier gespielt, und das fehlt mir. Ein echtes Klavier finde ich für eine Wohnung im Mehrfamilienhaus nicht übermäßig geschickt, deshalb habe ich mich für die elektronische Variante entschieden. Aber es wird wohl ein „pures Klavierimitat“ werden, ich brauche keine dreiundachtzig verschiedenen Instrumentensounds mit Hunderten von einprogrammierten Übungsstücken, Hall und sonstigem Unsinn.
Für die Tour darf ich meinen Proviant nicht vergessen, meine Vorwarnzeit von „alles OK“ bis zu „HUUUNGGÄRRR“ hat sich nicht mehr verlängert. Also Wasserflasche und Snack einpacken.

Die Woche füllt sich auch nach und nach – morgen gehe ich mit meinen Eltern Mittagessen, am Donnerstag mit meinen Kollegen Abendessen, dazwischen/vorher/nachher noch mit einer Freundin ins Thermalbad, und am Sonntag ist die Familie des Dr. rer. nat. dran.
Gut so, im Moment habe ich die Zeit und die Energie dafür.

Und Abmarsch 🙂