Zwei Wochen

Vierzehn Tage ist der Kleine jetzt alt, und ich bin so halb in diesem neuen Leben angekommen.

Mehr als „so halb“ wäre wohl vermessen, schließlich ist ein Neugeborenes ein Vierundzwanzig-Stunden-Job*, der nix mit alledem zu tun hat, was ich bisher so in meinem Leben gemacht habe. Und da kommt man eben manchmal gut zurecht, und dann gibts Momente, die mich überfordern. Zum Glück ist der Dr. rer. nat. da und fängt uns auf – z. B. wenn der Kleine sich in Rage brüllt, weil er Bauchschmerzen hat und überhaupt, das halte ich nicht gut aus.

Weniger als „so halb“ wäre aber auch nicht wahr. Schließlich lerne ich jeden Tag so viel dazu, dass ich schon über mich selbst vor einigen Tagen grinsen kann. Nach dem ersten Springbrunnen weiß ich, wie ich Vollgepinkeltwerden beim Wickeln vermeiden kann, unser Timing wird besser (der Kaffee war heute zumindest noch lauwarm) und ich beginne, zwischen Bauchschmerz-, Hunger- und Langeweile-Geräusch zu unterscheiden.

Mein Körper ist auch gut in Richtung Normalzustand unterwegs. Ich war heute eine gute halbe Stunde mit dem Kinderwagen spazieren, das funktioniert wieder. Die Nähte verheilen, der Restbauch wird weniger, und das Angebot in der Milchbar regelt sich langsam auf die Nachfrage des Kleinen ein.

Ich würde sagen: Anpassung läuft, weitermachen.


* OK, nicht ganz: je nachdem übernimmt der Dr. rer. nat. ein oder zwei Schlafetappen, und ein Teil ist „nur“ Bereitschaft. Trotzdem, meine 35-Stunden-Woche war lässiger.

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