Nur ganz kurz

Hier: Seuche. Vermutlich grippaler Infekt, mich hats ordentlich erwischt. Wahrscheinlich ziehen wir die Viren schon länger rum, aber mit der Bauch-Beine-Po-Einheit am Mittwoch (Muskelkater in den Oberschenkeln! Hallo die Waldfee!) hab ich mir wohl zu viel zugemutet.

Der Kleine ist ungnädig und braucht es wärmer als sonst, trinkt aber normal und ist aktiv wie sonst auch. Er schläft mehr als normal (schon die zweite Nacht 7 Stunden am Stück!), das hilft mir. Der Dr. rer. nat. hängt auch ziemlich drin, hat aber noch Hoffnung für seinen OP-Termin *trommelwirbel und Tusch* am kommenden Dienstag.

Schnell noch unter die Dusche und dann ab ins Bett…

Zehn Wochen

Okay, den Titelkalauer hab ich vergeigt, Ende letzter Woche hatte ich das Blog mal wieder nicht auf dem Schirm.

Gestern war ein ausnehmend schlechter Tag im Leben des Zwergs, er hat ab Mittag bei jedem Stillen gebrüllt. Am meisten hat der arme Dr. rer. nat. abbekommen. Genau in der Stunde, die ich nicht da war und er Babydienst hatte, gings so richtig rund.
Was genau der Grund für die Schreierei war, weiß ich nicht. Wahrscheinlich wars der Blähbauch, den der Zwerg leider ziemlich oft nach dem Trinken hat. Bisher waren wir nur mit Fenchel- bzw. Stilltee zugange, gestern haben wir S*b Simplex eingeführt. Das Ergebnis: wir waren in zwei Minuten von Brüllstufe 9 von 10 (der Kopf war nur rot, nicht lila) auf Null. Ein minimal jammernder, völlig erschöpfter Zwerg, der einfach nur noch schlafen wollte.

Als Entschädigung war die Nacht relativ gut – ich habe fünfeinhalb Stunden richtig geschlafen und dann neben einem wühlenden und grunzenden Zwerg noch drei Stunden gedöst, damit komme ich gut über die Runden.

Wichtigster Tagesordnungspunkt ist heute der Termin, den der Dr. rer. nat. in *schiel* sieben Minuten hat: Vorgespräch im Krankenhaus, das Metall aus seinem Arm muss wieder raus, und zwar pronto. Die Nägel stören ihn, er hat ihretwegen Schmerzen und kann den Arm nicht belasten – weg damit.

Danach werden der Zwerg und ich ein paar kleinere Erledigungen machen, vermutlich in Verbindung mit einem größeren Spaziergang. Wir haben heute kaltes, aber sonniges Wetter, das nutzen wir.

Und zweitwichtigster TOP: Heute abend beginnt mein Sportkurs. Nachdem das Tanzen erstmal wegfällt, brauch ich eine Alternative, und zwar eine mit festem Termin, die Geld kostet. So zwecks Motivation. Zusätzlich habe ich eine Freundin zwangsverpflichtet, mit mir hinzugehen. Die ist zwar diese Woche im Urlaub, aber ab nächste Woche ist sie dabei. Bauch-Beine-Po an der Volkshochschule – hat die Sexyness einer Tasse kalten Kaffees, aber es sollte meiner Fitness wieder auf die Sprünge helfen.

Sodala, Kind quakt, weiter gehts.

Achteinhalb Wochen

Ich seh schon, heute in einer Woche muss ich was schreiben *fettgrins*

Der junge Mann ist zur Zeit die Inkarnation der Snickers-Werbung – wenn er was zu essen bekommt, ist er das liebste Baby der Welt, den Rest der Zeit ist er ein *klitzekleines* bisschen divenhaft. Der Acht-Wochen-Schub halt. Da braucht man Vollzeitpersonal zum Anreichen des Schnullers: in den Mund stecken lassen, dreimal nuckeln, ausversehen rausschubsen, motzen, repeat.

Man merkt aber schon, dass er laufend dazulernt: Sein Spektrum an Lauten ist wesentlich größer geworden, er lacht uns gezielt an (*dahinschmelz*), und seit neuestem findet er sein Gesicht mit seinen Händen. Entsprechend gibts zunehmend Sabberflecken in seinem Aktionsradius, und der Schnuller lernt noch öfter fliegen. Aber es ist sooo süß, wenn er sich die Augen reibt oder an seinen Fingern lutscht ❤

Was ich sehr nett von ihm finde: der Zwerg schläft inzwischen nachts vier bis fünf Stunden am Stück, d. h., wir nähern uns den Ein-Stopp-Nächten *jubel* Es hilft bestimmt, dass ich jetzt doch Stilltee trinke, die morgendliche Bauchweh-Jammerstunde hatten wir jetzt schon ein paar Tage nicht mehr. Ich wollte mir den Tee ja eigentlich ersparen, da Fenchel nicht nur auf die Verdauung wirkt, aber mit ner Prise Salbei hab ich auch die überlaufende Milchbar wieder im Griff.

Nächste Woche beginnen wir mit festen Terminen – ich habe uns für einen Babymassagekurs angemeldet, das mag der Zwerg bestimmt. Und ich werde wieder etwas für meine Fitness tun. Eine Freundin geht mit mir zum Bauch-Beine-Po-Kurs, das schadet uns beiden nicht 🙂

Wie man sieht: es geht uns gut.

WMDEDGT Februar

Wieder mal ist der Monatsfünfte, also: was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Der Tag begann gegen 2:30 mit einem brüllenden, angestrengt pupsenden Baby. Damit der Dr. rer. nat. mit mehr als vier Stunden Schlaf in den Arbeitstag starten sollte, klemme ich mir das Bündel unter den Arm und verschwinde mit ihm im Gästezimmer. Beide Türen zu zwecks Schallisolation, die Türen der ehemaligen Arztpraxis sind dick.

Von 2:30 bis etwa 5:00 wechseln Rumtragen, Bäuchlein massieren, Beinchen strampeln, Schnuller nachfüllen, Hand auf den Bauch legen und Nickerchen einander ab. Gegen halb fünf ein Stillstopp, da ist er wenigstens mal zufrieden. Der Dr. rer. nat. kann nicht mehr schlafen und verabschiedet sich kurz vor fünf Richtung Arbeit.

Der arme Kleine ist völlig erledigt, gegen 5:00 schläft er dann nochmal richtig ein und ich auch. Immerhin nochmal zwei Stunden schaffen wir, bis er um

7:00 wieder losmotzt. Also noch eine Runde Massage und eine frische Windel. Ich fühle mich nicht gut, aber wach genug, um Hunger zu haben. Also schlurfe ich im Bademantel Richtung Küche, stelle das Kind in seiner Wanne auf den Boden und werfe die Kaffeemaschine an. Dazu gibts Grießbrei mit Banane, nach so einer Nacht brauche ich was Warmes, Süßes im Magen. Zum Frühstück läuft Bayern 5 und ich scanne schnell Spiegel Online durch, es ist nix Weltbewegendes passiert.

Gegen 8:00 bin ich fertig, jetzt wird der Zwerg gewaschen (Mordanschlag! Rabäh!) und gewickelt. Danach der nächste Stillstopp, wir halten unseren Vier-Stunden-Takt ein. Er döst weg, während ich ihn ins Bad schleppe und dusche. Zwischendrin kurzes Gequake, er pennt aber wieder weg. Sehr freundlich von ihm, mit Frühstück im Magen und geduscht, kann ich dem Tag einigermaßen Herr werden.

Eine Maschine Wäsche läuft, fürs Mittagessen bereite ich Wedges vor. Ich versuche, einen Handwerker zu erreichen (dreimal besetzt) und verziehe mich dann gegen halb elf auf die Couch, die Blogwelt querlesen. Dazu gibts eine Schüssel Obstquark und eine Tasse Stilltee. Wäre ja eine Win-Win-Situation, wenn der Kleine weniger Verdauungsprobleme hätte.

12:00, die Wäsche hängt, die Wedges sind im Ofen. Der Kleine pennt immer noch tief und fest, der holt den verpassten Nachtschlaf nach. Eine Viertelstunde darf er noch, dann wecke ich ihn zum Wickeln und Stillen. Der Dr. rer. nat. kommt nämlich gegen eins nach Hause, und ich würde gerne mit ihm essen.

Halb eins, Wickeln ist erledigt. Das Stillen wird aufgrund einer eindeutigen Geräuschkulisse unterbrochen, das Windelnwechseln wird zu „Kind einmal komplett ausziehen, saubermachen und wieder frisch anziehen“, dann können wir fertigstillen.

13:10, der Dr. rer. nat ist da und bespaßt den Kleinen, wir essen Wedges und Brokkoli. Danach chillt jeder ein bisschen vor sich hin, ich kopiere zwei CDs aus der Stadtbücherei auf den USB-Stick, der in meinem Geräuscwürfel steckt, und lese das Quiche-Backbuch quer, das ich auch ausgeliehen habe. Viele leckere Sachen, die ich alle momentan nicht essen darf :-/ bzw. die ich mit einer weiteren durchpupsten Nacht bezahlen würde.

Gegen 15:30 werden meine Hummeln im Hintern so stark, dass ich beschließe, noch in die Stadt zu fahren. Also schnappe ich mir den Zwerg für einen weiteren Wartungszyklus, packe ihn in den Maxicosi und düse los. Ich bummele durch die Innenstadt und besorge ein paar Kleinigkeiten. Schlabberhosen für den Kleinen, exotisches Obst für den Dr. rer. nat. und mich und eine Packung von meinem Lieblingskaffee, den ich hier nicht mehr bekomme. Dazu nehme ich noch einen frisch gepressten Saftmix namens Himbeertraum für den Dr. rer. nat. mit – normalerweise gäbe es dazu einen Ananas-Grapefruit-Saft für mich, aber ich nasche nur mal an dem Himbeerbecher.

Wieder zuhause möchte der Zwerg wieder einmal trockengelegt werden, und bei der Gelegenheit bekommt er wieder etwas Bequemeres an. Eigentlich wechsle ich bei ihm nicht konsequent zwischen Tag- und Nachtkleidung, es gibt ja eh Tage, wo er x frische Sachen anbekommt. Aber für auswärts hatte ich ihm eine schicke Latzhose angezogen, die ist zum Schlafen zu unbequem, also gibts einen Strampler.

Der Dr. rer. nat. und ich essen zu Abend, belegte Brote, er erzählt ein bisschen aus seiner Arbeit, die heute mehr mit meinem Studium zu tun hatte als mit seinem. Danach bekommt Junior wieder einmal die Brust und ich lege ihn ins Bett. Vorher lag er neben uns und hatte gaaanz kleine Äuglein, jetzt sind die zwei großen Knopfaugen wieder weit offen und wollen alles ganz genau sehen. Also wandern wir eine Weile durch die Wohnung, ich lege ihn wieder hin, setze mich im dunklen Kinderzimmer neben ihn und lasse sein Schlaflied vom Handy abspielen. Das wirkt nicht wie erhofft, also teste ich Plan B. Ich räume dies und das im Kinderzimmer und rundherum auf, d. h., ich lasse ihn für ein paar Minuten allein und schaue dann wieder bei ihm vorbei. Das klappt.

21:00, Kind schläft, die Mutter ist auch müde. Deshalb werde ich mich jetzt mit dem letzten Büchereibuch ins Bett verziehen und dort testen, wie lang ich noch wach genug zum Lesen bin.

Gute Nacht!

Sieben Wochen

Ja, der Titel ist unkreativ, aber er stimmt 🙂

Der kleine Mann ist jetzt tatsächlich schon eineinhalb Monate bei uns. Und jeden Tag lernt er etwas Neues, klingt anders, sieht anders aus, verhält sich anders. Irre.

Inzwischen sind wir so eingegroovt, dass ich wieder Zeit und Nerven für Unternehmungen habe. Beispielsweise waren der Zwerg und ich gestern in meiner Arbeit, um ihn dort mal vorzuzeigen und einige Kollegen wiederzusehen. Er hat die meiste Zeit verschlafen und sich nur am Ende eingekackt – whatever that means…

Die U3 letzte Woche hat er ähnlich hinter sich gebracht, es kamen insgesamt drei Moltontücher zum Einsatz. Aber als Kinderärztin ist man das vermutlich gewohnt, sie hat es zumindest mit Humor genommen. Das Ergebnis war erfreulich unspektakulär – das Kind ist von Größe und Gewicht her jetzt im Durchschnitt, die Hüften sind in Ordnung, und auch alles andere ist altersgemäß. Passt.
Ärztin und Team sind sehr nett und kommen kompetent rüber, ich hoffe trotzdem, dass wir sie erst zur U4 im April wieder sehen.

Weiterhin leben wir im Vier-Stunden-Takt von Tankstopp zu Tankstopp. Damit lebt sich’s ganz gut, stelle ich immer wieder fest, andere Jungmütter berichten da von ganz anderen Intervallen. Auch dass der Zwerg ohne Mucken in seinem Kinderzimmer schläft, sorgt gelegentlich für Neid. (Er grunzt und quakt so dermaßen im Schlaf, der Dr. rer. nat. und ich lagen die halbe Nacht wach. Wir habens ausprobiert, den Kleinen auszulagern, es kam kein Protest, also lassen wirs dabei.)
Als Ausgleich biete ich dann unsere Morgenbeschäftigung: ab vier Uhr wird gemotzt und gedrückt, dass keiner mehr schläft, da quälen den Kleinen seine Pupser. Mal sehen, ob das in den nächsten Tagen besser wird, seit heute trinke ich Stilltee. Den habe ich aufgrund der zu erwartenden Nebenwirkungen in Sachen Milchangebot bisher verweigert, aber wenns dem Kind helfen könnte, probier ichs halt aus.

Morgen bin ich bei der Abschlussuntersuchung bei meiner Frauenärztin, dann kann ich den Punkt auch abhaken. Was ich mit dem Rest der Woche anfange, weiß ich noch nicht, aber mir wird was einfallen 😀