Samstagsschnipsel

Zack, das blöde Tragetuch ist weg. Bei ebay verkauft, immerhin gut die Hälfte vom Neupreis bekomme ich wieder. Nicht schlecht für einen Fehlkauf.
(Eigentlich ist das Ding eine Fehlkonstruktion und ich wurde reichlich unvollständig beraten, aber ich mag mich nicht ärgern, also weg damit und gut ist.)

Ich habe heute das erste vegane Risotto meines Lebens gekocht, mit Zucchini. Die Sahne habe ich durch einen Löffel Mandelmus ersetzt, den Käse hätte man durch Hefeflocken ersetzen können, so man denn welche gehabt hätte. Das Mandelmus erfüllt seinen Zweck ganz gut, es macht das Risotto schlotzig. Der Käse hat eindeutig gefehlt.
Was solls, mein momentaner Milchfrei-Countdown läuft bis Dienstag, bis dahin treibe ich keinen großen Aufwand mit Spezialeinkäufen.

Der Zwerg hatte zwar heute einen speziellen Schlafrhythmus, aber ab Mittag war er gut drauf und ließ sich ganz gemütlich in der Tragehilfe rumschleppen. Daher weiß ich jetzt: Ich schaffe es mit Kind vorm Bauch und vollgepacktem Rucksack auf dem Rücken vom Aldi wieder nach Hause, dann ist meine Tragleistung allerdings erstmal erschöpft.
Zum Ausgleich(?) war heute nachmittag das wöchentliche Drama angesagt: Erst rummotzen. Dann die Windelfüllung des Todes, mit wenig Geräusch-, aber dafür umso mehr Geruchsbegleitung. OK, Kind saubermachen, frisch anziehen, Fenster auf, Müllbeutel wechseln und 60°C-Wäsche anwerfen. Die Maschine läuft noch nicht, es ertönt bereits infernalisches Gebrüll aus dem Kinderzimmer. Logisch, schließlich ist jetzt ja wieder Platz im Bauch, da muss schleunigst wieder was reingefüllt werden. Und schleunigst heißt im Fall eines viereinhalb Monate alten Zwerges eben jetztSOFORTWÄÄÄÄÄÄH. Ich freu mich auf den ersten Männerschnupfen, sag ich euch.

Psychologischer Ausgleich: Der Dr. rer. nat., der heute bereits durch die Frühschicht von halb sechs bis halb acht meine Nerven sanieren konnte, hat mir einige Filme aufs Smartphone gezogen. D. h. ich leg mich gleich ins Bett und gucke Marvel.

Wiki-Quickie 03/25

Heute musste ich herzlich lachen, als ich mir den Wikipedia-Artikel rausgelassen habe, über den ich gleich schreiben werde. Heiderzacken, da hat man schon selbst jahrelang eine echte Randsportart betrieben, und dann sowas. Aber gut, setzt euch gemütlich hin, es geht los.

Mein zufälliger Artikel heute behandelt die Südostasienspiele von 2011, genauer gesagt das Badmintonturnier der Damen. Sieben Länder haben Teams geschickt, es wurden 3 Viertelfinals, zwei Halbfinale und ein Finale gespielt. Wer versucht, mitzuzählen: das vierte Viertelfinale fiel aus, Thailand hatte ein Freilos und durfte gleich ins Halbfinale.
Die thailändischen Damen haben dann im Halbfinale Singapur besiegt und das Finale gegen Indonesien gewonnen. Der Vollständigkeit halber noch die restlichen Teilnehmer: Myanmar, Philippinen, Malaysia und Vietnam.

So, und was kann man aus dem Artikel noch lernen?

Wann gewinnt ein Team ein Spiel? Anscheinend braucht man drei Siege in einzelnen Partien zum Weiterkommen. Zuerst wird immer ein Einzel gespielt, dann ein Doppel, dann wieder ein Einzel und bei Bedarf noch ein Doppel.Jede Partie besteht aus drei Sätzen, jeder Satz geht bis 21 bzw. bis zwei Punkte Differenz erreicht sind.

Badminton gehört seit ihrem Beginn 1959 zum Programm der Südostasienspiele, 2013 hat man sich das Damenteamturnier geschenkt, 2015 wurde es dann doch wieder durchgeführt. Im Programm sind Einzel-, Doppel- und Teamturnier jeweils für Damen und Herren und ein Mixed. Die Damen haben „erst“ 1961 begonnen, ansonsten wird – bis auf die Teamwettbewerbe 2013 – bei jeder Veranstaltung das volle Programm abgehalten.
Meistens hat Indonesien das Damenteamturnier gewonnen, in den letzten Jahren ist Thailand vorn.

Ich konnte mit Badminton ja nie was anfangen.
Zu Schulzeiten hatte ich das übliche Problem: ich habe außerhalb der Schule keinerlei Sport gemacht, war also eher ungeübt. Die paar Kilo Teeniespeck waren auch nicht gerade hilfreich. Dazu waren einige meiner Klassenkameradinnen in der Badminton-Schulmannschaft, weil sie im Verein gespielt haben. Entsprechend sind mir die Bälle um die Ohren geflogen, und der Spaßfaktor lag irgendwo weit unter Null.
Ein späterer Freund hat gern Badminton gespielt, aber der war mir auch 1. zu gut und hatte 2. eine ungefähr doppelt so große Reichweite wie ich. Das war auch nix.
Mal sehen, vielleicht in ein paar Jahren mit dem Zwerg.

Lexikon des unnützen Wissens, Teil 3 😉
Teil 1 und 2 zum Nachlesen.
Und fürs Protokoll: 3/25 bei #53 erledigt.

Und wieder Up

Meine Down-Phase scheint gestoppt zu sein.

Der Zwerg schlief gestern. Nachmittags von eins bis halb fünf. Dann von sieben bis früh um zwei. Und nochmal bis kurz nach sechs. Jetzt ist er wieder gut drauf.
Ist der Schub vorbei oder hat er nur einen aufgestauten Schlafmangel abgearbeitet? Eigentlich egal, Hauptsache, er schläft wieder gut.

Und zweitens: mein Zwischenzeugnis ist da. Hat ein bisschen gedauert: angefordert hatte ich es im Oktober, mein Chef hat es im Januar der Personalabteilung überreicht und vor ien paar Tagen kam es dann zu mir. Aber es ist richtig gut *freu* (sagt ein Anwalt für Arbeitsrecht, also glaub ich das mal.)
Das leg ich mir gut weg, in der Hoffnung, es nie zu brauchen. Trotzdem wars mir lieber, eins zu haben. Wer weiß schon, wie das Irrenhaus nächstes Jahr um diese Zeit aussehen wird.

Jetzt dürfte noch das Wetter besser werden, dann wär wieder rundum alles supi.

Gedanken zum AGNSG-Traumbaby

Man hörts meinem letzten Post deutlich an, hier ist grade ein bisschen der Wurm drin. Das Traumbaby ist zur Zeit keins, sondern meldet sich nachts alle 1,5 bis 2,5 Stunden und hält mich dann auch mal ne Stunde wach. Tagsüber ist er quengelig, motzig, dauerübermüdet und willabernichtschlafenwääääh.
Das kleine Babyhirn ist offensichtlich gerade Großbaustelle, der Energieverbrauch passt dazu.

Ich führe das Experiment Milcheiweißverzicht weiter. Erstens hab ich  die Hälfte schon geschafft, seit letzten Dienstag habe ich wirklich nur noch Produkte ohne gegessen. Und zweitens würde ich mich in Zukunft bei jeder durchpupsten Nacht fragen, was denn dabei rausgekommen wäre. Also, weitermachen. Nach den zwei Wochen „ohne“ macht man eine Provokation, d. h., ich werde ganz bewusst eine Portion Milchprodukt essen und schauen, was passiert. Ich bin mir nicht sicher, welches Ergebnis ich mir wünsche – Unverträglichkeit wäre ätzend für mich, aber dann hätte ich wenigstens eine Erklärung.

Zeitweise hatte ich ja befürchtet, das noch für andere Sachen wiederholen zu müssen (Lactose, Hühnereiweiß, Schokolade,… ). Das werde ich voraussichtlich nicht machen, sondern mit Beikost anfangen. Dann muss sich sein Darm sowieso neuen Herausforderungen stellen, und wenn das läuft, sehen wir weiter.

So, das Aktuell-grad-nicht-so-ganz-Traumbaby ist fertig mit seinem Mittagsschlaf, weiter gehts.

Pupsreduzierung, Teil II

Es ist eine Schei$arbeit, so ein Protokoll zu schreiben. Wann esse ich was und wie viel davon, wann stillen wir, wie schläft der Kleine bzw. ist wach und das Wichtigste: wie geht es ihm, wie ist er drauf?

IMG_4710Und wie es aussieht, kann ich das Ganze für die nächsten Tage eh in die Tonne kloppen. Die letzte Nacht war Katastrophe, wir hatten maximal 1,5 Stunden Schlaf am Stück, dann war wieder Motzen, Pupsen, Sich im Bett Herumwinden dran. Warum? Entweder hat der Zwerg jetzt doch noch meine Erkältung geerbt, die bei mir grade so wieder weggeht. Oder der neue 19-Wochen-Schub fängt gleich mal gut an*.

Das heißt für meine Auswertungen: wenn der Zwerg gut schläft und wenig pupst, kann ich die Zeiten als gute Phasen werten. Wenn er schlecht drauf ist, kommen mehrere Ursachen dafür in Frage, d. h., ich kann die Zeiten nicht auswerten.
Mal sehen, wie sich das entwickelt. Jetzt  gerade bin ich nicht mehr sehr überzeugt von der Milcheiweißvermutung und habe daher wenig Lust darauf, das Experiment beliebig zu verlängern.

Geduld ist gefragt. Eine meiner größten Stärken.

* Ich bin mir nicht sicher, was ich von den Schüben halten soll. Dass Babies bestimmte Dinge mehr oder weniger in der gleichen Reihenfolge lernen, macht für mich Sinn. Dass die Zeitpunkte bei vielen Kindern ähnlich sind, klingt auch plausibel. Trotzdem fühlt sich das Etikett „Schub“ für mich irgendwie blöd an. Schließlich dürfen wir Erwachsenen auch mal schlecht drauf sein, ohne dass das immer gleich PMS oder eine Midlifecrisis sein muss.

Stillen bei den Kleinen Pandas

Der Zwerg und ich waren gestern im Zoo. Mal wieder, ich besitze nämlich seit März eine Jahreskarte. Von den fünf Besuchen, nach denen sich die Investition rentiert, haben wir drei schon geschafft 😀 und gleichzeitig kann ich bei meiner 101/1001-Liste wieder etwas eintragen.

Der Nürnberger Tiergarten ist einfach schön. Das liegt vor allem an seiner Lage am Rande des Reichswaldes, an einem Hang mit alten Steinbrüchen und rund um zwei große Seen. Da kann man richtig schön spazierengehen, auch wenn die Wege für Kinderwägen teilweise ganz schön steil sind *schwitz*

An den Gehegen merke ich, wie lange ich den Zoo schon besuche und wie viel sich da verändert hat. Ich erinnere mich aus meiner Kindheit, dass viele Tiere ziemlich eng eingebuchtet waren und wenig naturähnliche Umgebung hatten. Das alte Delphinarium ist so ein Fall: zum alten Bau wurde eine große Außenfläche dazugebaut, und jetzt haben die neun großen Tümmler richtig Platz. Wo diese Erweiterungen nicht möglich sind, werden Tierarten umgesiedelt. Beispielsweise leben im alten Elefantenfreigehege jetzt Nashörner, man sieht Luchse statt Wölfen und Fischkatzen statt Brillenbären.

Meine besonderen Lieblinge sind reichlich unspektakulär: Degus und Erdmännchen.
Die Erdmännchen sind fast ganz vorne am Eingang in einem Freigehege untergebracht, und ich habe jedesmal das Gefühl, ich sehe ein Wimmelbild. Hier hält einer Ausschau nach Feinden, der daneben sucht Futter, Nr. 3 und 4 kabbeln sich, Nr. 5 bis 8 wetzen durchs ganze Gehege,… immer was los.
Ähnlich sieht es bei den Degus aus, deren Gehege hinten beim Streichelzoo untergebracht ist. Die Außenwand eines Holzhäuschens ist als etwa 50 cm breiter Käfig ausgeführt, der halb um das Häuschen herumreicht. Da wird geschlafen, gekuschelt, gefressen, sich gezofft, unter der Wärmelampe gesessen, im Sand gebadet oder einfach nur neugierig geguckt. Das wird mir nie langweilig. (Nur als heute ein älteres Ehepaar rauchend reinkam und er ganz fachmännisch „Schau mal, Chinchillas!“ sagte, bin ich abgehauen.)

Wenn der Zwerg mal größer ist, wird er in diesem Zoo sicher auch viel Spaß haben: Es gibt verschiedenste Schaufütterungen, ein Bimmelbähnchen und mehrere (ok, gesponsorte) Spielplätze. Sogar mit Babyschaukeln, der Zwerg schlief nur gerade und es war ziemlich laut dort, sonst hätten wir die gleich getestet. Außerdem sind an vielen Stellen kindgerechte Infotafeln und Wissensspiele. Und natürlich viele Meter niedriger Holzgeländer, auf denen man entlangbalancieren kann 😀

Wir werden jedesmal beäugt, wenn wir im Zoo sind.
Erstens ist der Zwerg immer noch eins der kleinsten Kinder, die dort unterwegs sind.
Zweitens bin ich mit ihm alleine, typischerweise taucht man dort als vollständiges Elternpaar, mit Großeltern oder gleich im Rudel auf. Ich gehe aber lieber unter der Woche dorthin, am Wochenende wird man vergleichsweise totgetreten.
Und drittens stillen wir relativ hemmungslos. Ich suche mir zwar bevorzugt ruhige Parkbänkchen etwas abseits, aber irgendjemand stolpert dann doch immer vorbei. Mich störts wenig, das Kind muss ja was zu essen bekommen, ich sorge halt dafür, dass man außer dem Hinterkopf des Zwergs nichts sieht. Bei einem Fläschchen schaut kein Mensch zweimal hin.
Unterhalb der Kleinen Pandas ist ein guter Platz, bei den Alpakas auch. Bei den Auerochsen haben wir uns auch wohlgefühlt, bis Papa Ochse Hallo gesagt hat. Das war etwas zu viel für den Zwerg 😀

Schnipsel des Tages

Das Hafergesöff und ich werden keine Freunde. Das versaut mir meinen Kaffee. Hoffentlich schmeckt wenigstens eine der anderen Pflanzenmilchvarianten, sonst wirds echt hart.

Ich lasse momentan auch den Ziegenkäse weg, sicher ist sicher.

Weitere Kandidaten für Unverträglichkeiten (falls es nicht das Milcheiweiß sein sollte) wären übrigens ein Laktoseoverload oder Hühnereiweiß. Sollten da tatsächlich größere Tests anstehen, muss ich mir für den Beikoststart was einfallen lassen – der Naturwissenschaftler in mir sagt „immer nur eins ändern“, also Beikost erst nach dem Unverträglichkeitstest. Schaumermal.

Der Zwerg hatte heute weniger Bauchschmerzen und Blähungen, dafür machte er regelmäßig BLÖRP! und ich hatte Quark auf dem Shirt. Ich weiß nicht, ob ich das besser finde.

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Erkältungen sind schei%e. Gestern startete der Zwerg jedesmal seine Sirene, wenn ich unvermittelt gehustet oder geniest habe, Nase hochziehen oder putzen war noch schlimmer. Heute reagiert er nicht mehr ganz so schnell, er gewöhnt sich wohl auch an einiges.

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Außerdem fängt der junge Mann an, sich vom Rücken auf den Bauch zu drehen. Meistens kommt er stabil bis in die Seitenlage und freut sich, da kann er die Knöpfe seitlich an seinem Spielebogen endlich mal besser drehen. In einem Schwung bis auf den Bauch kommt er noch nicht, aber lang wird das wohl nicht mehr dauern. Dann habe ich zu meinem Hauptjob als Schnulleranreicher auch noch die zweite ehrenvolle Aufgabe des Aufdenrückenzurückdrehens.

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Bauch-Beine-Po gestern war wie immer anstrengend, aber Muskelkater habe ich keinen. Außer ein bisschen Ziehen an den Ansätzen der vorderen Oberschenkel. Das ist echt komisch, in der Stunde gehe ich wirklich an die Schmerzgrenze, aber am Tag danach gehts mir wieder gut. Merkwürdig.

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Nachdem mir der Zwerg beim Stillen wahlweise im Gesicht rumfuchtelt, mich in die Brust zwickt oder sich in meinem Oberteil festkrallt, habe ich beschlossen: wir brauchen eine Stillkette. (Und ja, ich wusste bis heute auch nicht, dass es sowas gibt.)