Pupsreduzierung?

Der Zwerg ist ja ein recht angenehmer Zeitgenosse. Meistens. Bis auf morgens zwischen vier und sechs, wenn er vor lauter Pupsern nicht schlafen kann. Was ihm auch tagsüber passieren kann, da ist es mir nur bisher nicht so aufgefallen. Aber letzte Woche war das irgendwie weniger. Und mit etwas Nachdenken kam ich auch auf eine mögliche Ursache: Kuhmilcheiweiß.

Letzte Woche hatte ich rein zufällig mal Ziegenkäse gekauft, und wir hatten recht viel Brot, d. h., ich habe morgens kein Porridge oder Grießbrei gekocht. Und plötzlich durfte ich nach dem nächtlichen Tankstopp bis halb sieben schlafen.

Wenn man dann mal aufmerksam geworden ist, fallen einem auch noch andere Symptome auf: direkt nach dem Stillen ist der Zwerg immer wieder unruhig und weint. Mit größerem zeitlichem Abstand beobachten wir häufiges Aufstoßen (trocken oder feucht), Bauchschmerzen und den Kampf um jeden Pupser. Wie man sieht, ist das alles ziemlich diffus, und vieles könnte auch Teil der normalen Reifung des Verdauungssystems sein.

Also testen wir jetzt mal kuhmilcheiweißfreie Ernährung für die Stahldame:

IMG_4689Ich erwarte – wenn überhaupt – eine milde Form der Kuhmilcheiweißunverträglichkeit. Bei einem schweren Fall hätten wir nicht erst nach vier Monaten angefangen, darüber nachzudenken.

Zwei Hinweise hatte ich zusätzlich: Erstens ist eine Kuhmilcheiweißunverträglichkeit bei Säuglingen gar nicht mal so selten, Wikipedia spricht von 2 – 3%. Eine Laktoseintoleranz ist bei Säuglingen dagegen extrem unwahrscheinlich, schließlich ist Muttermilch immer laktosehaltig und für Menschenbabys gemacht. Und zweitens hatte die kleine Stahldame vor vielen, vielen Jahren das selbe Problem. Mein Mutter hat damals eine brandneue Flaschennahrung auf Kartoffelstärkebasis mit mir getestet.

In der Sammlung auf dem Foto fehlt Soja ganz bewusst, auch wenn es der gängigste Milchersatz ist – Stichworte Allergiepotential und Phytoöstrogene.
Das Päckchen Haferdrink ist schon im Test. Es schmeckt im Porridge gar nicht raus (ach was), im Grießbrei ist es o.k., im Kaffee eher störend. Mal sehen, wie sich die anderen Varianten schlagen.

Zwei Wochen muss man wohl rechnen, bis die Wirkung deutlich wird. Ich werde berichten.

Noch ne Quelle. Noch ne Quelle.

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6 Gedanken zu “Pupsreduzierung?

  1. Frollein Doctor 20. April 2016 / 14:17

    Huhu, deine Überlegungen decken sich ganz gut mit dem, was ein amerikanischer Kinderarzt, dessen Buch ich gerade lese, am Rande dazu berichtet. Ich muss sonst immer heimlich kichern, wenn Stillende Mütter ihre Ernährung anpassen…lactosefrei bekommen sie ihre Muttermilch nämlich nicht. Also, sehr gut recherchiert! 😉 Bei der Milcheiweißgeshichte handelt es sich um ne richtige Allergie, die kann diverse Ausprägungen haben, wie du schon schreibst. Manchmal kann auch Hühnereiweiß (Mit-)Übeltäter sein, manchmal ist es wohl nur ne Phase…
    Liebe Grüße!

    • stahldame 20. April 2016 / 14:58

      Was liest du denn? Ich bin neugierig 😉
      Bin auch sehr gespannt, was rauskommt…

      • Frollein Doctor 4. Mai 2016 / 10:41

        „Das glücklichste Baby der Welt“ von Harvey Karp. Aber da geht es hauptsächlich um die ersten zwölf Wochen, da seid ihr ja schon durch!

      • stahldame 4. Mai 2016 / 13:26

        Ich schreib jetzt nicht „Gott sei Dank“, ich denks mir nur 😉 die waren doch ein wenig… äh… schlafarm.

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