Stillen bei den Kleinen Pandas

Der Zwerg und ich waren gestern im Zoo. Mal wieder, ich besitze nämlich seit März eine Jahreskarte. Von den fünf Besuchen, nach denen sich die Investition rentiert, haben wir drei schon geschafft 😀 und gleichzeitig kann ich bei meiner 101/1001-Liste wieder etwas eintragen.

Der Nürnberger Tiergarten ist einfach schön. Das liegt vor allem an seiner Lage am Rande des Reichswaldes, an einem Hang mit alten Steinbrüchen und rund um zwei große Seen. Da kann man richtig schön spazierengehen, auch wenn die Wege für Kinderwägen teilweise ganz schön steil sind *schwitz*

An den Gehegen merke ich, wie lange ich den Zoo schon besuche und wie viel sich da verändert hat. Ich erinnere mich aus meiner Kindheit, dass viele Tiere ziemlich eng eingebuchtet waren und wenig naturähnliche Umgebung hatten. Das alte Delphinarium ist so ein Fall: zum alten Bau wurde eine große Außenfläche dazugebaut, und jetzt haben die neun großen Tümmler richtig Platz. Wo diese Erweiterungen nicht möglich sind, werden Tierarten umgesiedelt. Beispielsweise leben im alten Elefantenfreigehege jetzt Nashörner, man sieht Luchse statt Wölfen und Fischkatzen statt Brillenbären.

Meine besonderen Lieblinge sind reichlich unspektakulär: Degus und Erdmännchen.
Die Erdmännchen sind fast ganz vorne am Eingang in einem Freigehege untergebracht, und ich habe jedesmal das Gefühl, ich sehe ein Wimmelbild. Hier hält einer Ausschau nach Feinden, der daneben sucht Futter, Nr. 3 und 4 kabbeln sich, Nr. 5 bis 8 wetzen durchs ganze Gehege,… immer was los.
Ähnlich sieht es bei den Degus aus, deren Gehege hinten beim Streichelzoo untergebracht ist. Die Außenwand eines Holzhäuschens ist als etwa 50 cm breiter Käfig ausgeführt, der halb um das Häuschen herumreicht. Da wird geschlafen, gekuschelt, gefressen, sich gezofft, unter der Wärmelampe gesessen, im Sand gebadet oder einfach nur neugierig geguckt. Das wird mir nie langweilig. (Nur als heute ein älteres Ehepaar rauchend reinkam und er ganz fachmännisch „Schau mal, Chinchillas!“ sagte, bin ich abgehauen.)

Wenn der Zwerg mal größer ist, wird er in diesem Zoo sicher auch viel Spaß haben: Es gibt verschiedenste Schaufütterungen, ein Bimmelbähnchen und mehrere (ok, gesponsorte) Spielplätze. Sogar mit Babyschaukeln, der Zwerg schlief nur gerade und es war ziemlich laut dort, sonst hätten wir die gleich getestet. Außerdem sind an vielen Stellen kindgerechte Infotafeln und Wissensspiele. Und natürlich viele Meter niedriger Holzgeländer, auf denen man entlangbalancieren kann 😀

Wir werden jedesmal beäugt, wenn wir im Zoo sind.
Erstens ist der Zwerg immer noch eins der kleinsten Kinder, die dort unterwegs sind.
Zweitens bin ich mit ihm alleine, typischerweise taucht man dort als vollständiges Elternpaar, mit Großeltern oder gleich im Rudel auf. Ich gehe aber lieber unter der Woche dorthin, am Wochenende wird man vergleichsweise totgetreten.
Und drittens stillen wir relativ hemmungslos. Ich suche mir zwar bevorzugt ruhige Parkbänkchen etwas abseits, aber irgendjemand stolpert dann doch immer vorbei. Mich störts wenig, das Kind muss ja was zu essen bekommen, ich sorge halt dafür, dass man außer dem Hinterkopf des Zwergs nichts sieht. Bei einem Fläschchen schaut kein Mensch zweimal hin.
Unterhalb der Kleinen Pandas ist ein guter Platz, bei den Alpakas auch. Bei den Auerochsen haben wir uns auch wohlgefühlt, bis Papa Ochse Hallo gesagt hat. Das war etwas zu viel für den Zwerg 😀

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