Überstanden

Am Sonntag abend bin ich wieder einmal leicht explosiv und angefressen aus dem Kinderzimmer herausgekommen, als der Zwerg nach einer gefühlten Ewigkeit endlich, endlich geschlafen hat.
Fazit: So gehts nicht weiter. Er war abends eigentlich schon irgendwie müde, aber immer noch in Bewegung und unruhig, es hat teilweise eineinhalb Stunden gedauert, bis er wirklich geschlafen hat.

Also habe ich beschlossen, ihn mal ein bisschen mehr zu beschäftigen. Das heißt, wir sind täglich unterwegs, kommen so spät heim, dass sein Mittagsschlaf dringend fällig ist. Und wenn er nachmittags nochmal müde wird, gehen wir auf den Spielplatz, große Kinder gucken.
Und siehe da, das Einschlafen geht abends wesentlich schneller. Und wenn er nachts doch mal länger wach ist, holt er das gleich morgens nach.

Gleichzeitig rollt er wesentlich flüssiger durch die Welt als vorher, inzwischen macht er gern mal eineinhalb Drehungen in einem Rutsch durch. Er will nur noch sitzend Buggy fahren, will selbst essen (was für eine Sauerei!) und ist einfach insgesamt wieder ein Stückchen weiter.

Läuft wieder 😉

Die Diskussion mit unseren „Freunden“ von v*dafone geht übrigens weiter, das wird immer besser. Die Konditionen, die wir mit einem Außendienstler ausgehandelt haben, bekommen wir nicht, weil es diesen Monatspreis nur in einer ganz bestimmten Anschlussskombination gibt. Steht angeblich in ihren AGB.
Dass wir einen unterschriebenen Auftrag haben, stört dabei nicht wesentlich.
Der Dr. rer. nat. wollte sich zuerst aus Prinzip mit ihnen streiten, inzwischen sind wir so weit, dass wir im Zweifelsfall halt doch nicht mit dem Laden wollen. Dann haben sie halt einen Kunden weniger und wir gucken wieder DVBT, was solls.

Advertisements

Vom Leben gelernt

Es ist eine ganz blöde Idee, das Kind impfen zu lassen, wenn es zahnt.
Die ersten beiden Schneidezähnchen unten sind diese Woche durchgebrochen, genau in der Nacht, als der Zwerg wegen Sechsfach- und Pneumokokkenimpfung eh Fieber hatte. Geschlafen haben wir nicht viel diese Woche, dafür eine halbe Packung Schmerzzäpfchen und eine Menge Nerven verbraucht.

Aber es ist vorbei, er klebt nur noch ein bisschen an mir, und Essen macht noch mehr Spaß als vorher.

Alles andere dümpelt so vor sich hin, es gab nichts, was so wichtig war, dass ich es unter diesen Bedingungen durchgezogen hätte.

Balkonbegrünung

Dieses Jahr gibts sowas bei uns 🙂 bisher hatten wir wegen Urlaub, braunem Daumen und ähnlichen Gründen wenig Pflanzen. Nachdem ich dieses Jahr ja absehbar viel zuhause bin, haben wir im Frühjahr mal eingekauft. Und was soll ich sagen, es läuft.
Ich habe immer mal ein Bild gemacht, die werde ich jetzt mal zusammentragen.

09.05. – erste grüne Spitzchen bei den Radieschen, die Tomate ist ja schon als kleine Pflanze bei uns eingezogen.

26.05. – eine Heidelbeere und eine Himbeere sind dazugekommen, die Tomate wächst und gedeiht, ebenso das Radieschengrün.

IMG_480808.06. – Wir haben das Befestigungsmaterial ordentlich aufgestockt, um die Tomate und die Himbeere zu bändigen. Die Tomate hat auch die ersten Blütenrispen, sehr vielversprechend.

IMG_4838_Und jetzt: Die zweite Runde Radieschen ist angezogen. Die Himbeere wuchert fröhlich vor sich hin, ebenso die Heidelbeere, die dahinter steht. Bei beiden keine Anzeichen für Blüten, denen muss ich offensichtlich noch mal erklären, wofür ich sie päppele.IMG_4973Aber die Tomate hats verstanden: Sie trägt wie blöd, und jetzt werden auch die ersten Tomätchen rot. So wollen wir das haben. IMG_4974Zwischenfazit: So eine Tomatenpflanze besorgen wir uns wieder, das macht mir Spaß. Radieschen gibts sicher keine mehr, die brauchen vergleichsweise lange und man holt doch ziemlich wenig aus einem Balkonkasten raus. Die Heidelbeere und die Himbeere dürfen auf Bewährung in die nächste Saison, wenn dann auch nix kommt, brauchen sie eine neue Heimat.

Und fürs Protokoll: #27/101 erledigt.

Naschkatzen, mal wieder

Nachdem sich diese eine spezielle Schublade im Gefrierschrank schon wieder bedenklich geleert hat, „mussten“ wir schon wieder backen. Diesmal waren Nektarinen und Nuss gesetzt, fest stand auch, in Muffinform.

Also habe ich wieder einmal dieses Buch zu Rate gezogen und das Grundrezept für Rührteig ein bisschen angepasst: Erstens habe ich die Mengen hochgerechnet, eine Backofenladung voll sind 11 Minikuchenformen und 18 Muffins. Zweitens haben wir eine Handvoll gemahlene Haselnüsse dazugegeben, damit der Teig ein bisschen Biss hat. Drittens haben wir den Zucker ersetzt, diesmal durch Erythrit und Süßstoff, weil der Dr. rer. nat. mitessen wollte. Und wir haben viertens die Milchmenge halbiert, weil unser Kilo Nektarinen einiges an Feuchtigkeit reinbringt.

Dieses Mal ging alles gut, und das Ergebnis stellt mich sehr zufrieden:

IMG_4963

Optisch unspektakulär, aber lecker. Die Hälfte der Muffins sind schon wieder gegessen, aber der Rest hat es tatsächlich auf -18°C geschafft. Lange bleiben werden auch die nicht… 🙂

Geerdet

So komme ich mir gerade vor.

Mein Bauch-Beine-Po-Quäl-dich-du-Sau-Kurs ist vorbei, es war Zeit für was Neues. In Übereinstimmung mit der 101/1001-Liste habe ich einen Pilateskurs entdeckt, der zu einer sehr günstigen Uhrzeit stattfindet. Freitagabend ist gut, weil der Dr. rer. nat. da nie lang arbeitet und nicht trainieren geht. 17:15 ist eine gute Zeit, da können die beiden Männer miteinander zu Abend essen und ich bin zum Einschlafen wieder da.
So war zumindest der Plan.

Ich bin ja ein klitzekleines bisschen perfektionistisch veranlagt und war deshalb deutlich zu früh da. Hätte ja viel Verkehr sein können, hätte Parkplatzprobleme geben können, vor dem ersten Kurstermin bringt man besser ein bisschen mehr Zeit mit undundund.
Tja, und dann hing da ein Zettel an der Tür, der Kurs findet eine Viertelstunde später statt.

Und so saß ich eine halbe Stunde auf einem Steinbänkchen vor der Tür, im Schatten, mit Lavendelbüschen vor mir, die nur so summten vor lauter Hummeln drin. Und blühenden Rosenstöcken, die herrlich duften in der Abendsonne.
Schöne Zwangspause, nächstes Mal mach ich ein Foto.

Danach haben wir zu sechst eine Stunde lang ein- und ausgeatmet und uns dabei verrenkt. Sieht einfach aus, ist es bei den ersten zwei, drei Malen auch noch, bei der letzten Wiederholung brennt dann der halbe Körper.
Aber es tut unglaublich gut, in meinen Körper ineinzuhören, in den Atem reinzufühlen und dabei was für mich zu tun.
Zehnerkarte ist gekauft 🙂

Und fürs Protokoll: #94/101, Haken dran.

WMDEDGT 7/2016

Wieder mal ein Monatsfünfter, wieder einmal die Frage von Frau Brüllen, was wir eigentlich den ganzen Tag tun.

Die Nacht begann recht unruhig, der Zwerg hat zur Zeit tagsüber keine Zeit zum Stillen, er muss ja die Welt erkunden. Deshalb bin ich alle 2-3 Stunden „dran“ und muss ihn meistens auch zweimal pro Nacht wickeln. So auch heute morgen gegen zwei Uhr, nur dass er diesmal nach dem Wickeln so richtig wach war. Also bin ich mit ihm ins Gästebett  umgezogen, habe ihn zwischen mir und der Wand geparkt, meinen Arm um ihn gelegt und weitergedöst. Das ist momentan die beste Lösung, um wenigstens etwas Ruhe zu bekommen.

Gegen 6:45 war dann aber endgültig Schluss mit Schlafen, ich hatte ein fröhlich mit seinen Füßen spielendes und plapperndes Kind im Arm. Da das für uns schon verhältnismäßig spät ist, gab es keine Ausrede mehr. Aufstehen, schnell was anziehen, Kind waschen, wickeln und anziehen und nochmal stillen. Dann gabs für mich Frühstück, heute sehr unspektakulär: Brot, Marmelade, Käse, Kaffee.
Im Anschluss ans Frühstück besuchen wir meistens den Balkon, um nach den Pflanzen zu sehen und das Wetter abzuchecken. Letzteres ist sonnig und trocken, gute Voraussetzungen für meine Vormittagspläne. Die Tomate hatte gestern vom Dr. rer. nat. etwas sehr viel Wasser bekommen, ich hoffe, sie verzeiht uns das. Schließlich hat sie unglaublich viele Früchte angesetzt, wäre schade drum.

Danach, so gegen 8:15,  war schon wieder das Morgenschläfchen des Zwergs fällig, also ab mit ihm in die Federwiege, ein paar Minuten anschubsen und voila, Kind schläft. Die Zeit nutze ich gerne zum Duschen, so auch heute. Kaum habe ich Shampoo in den Haaren, klingelt es an der Tür. Ein kurzer Gedanke: das klappt nicht, du brauchst es nicht zu versuchen. Zweites und drittes Klingeln. Ich fluche innerlich wie ein Rohrspatz, dass unser DHL-Mann ausgerechnet heute eine halbe Stunde früher dran ist als sonst, hake das Thema dann aber ab und dusche weiter. Als ich aus dem Bad komme, begrüßt mich eine wild wippende Federwiege, der Zwerg ist also wach. Na gut.

Ich mache mich wieder gesellschaftsfähig, packe unseren Kram und mache mich mit dem Zwerg auf die von mir liebevoll so genannte Dorfrunde, unsere Einkaufs- und Erledigungstour durch Bank, Supermarkt, Postagentur und Drogeriemarkt. Immerhin bekommen wir so etwas Frischluft und können ein paar Dinge erledigen wie z. B. ein Einschreiben an unsere Freunde von v*dafone aufzugeben *grr*.

Gegen 10:00 fängt der Zwerg an zu meckern, und wir düsen wieder nach Hause. Es gibt Frühstück, Erdbeeren für den jungen Herrn und ein Erdbeermüsli für mich. Mittlerweile kann er im Hochstuhl sitzen und lässt sich füttern. Solange er nicht gerade den Löffel erobern will, ist Essen also etwas, was wir beide gern miteinander tun 🙂

Danach folgt ein zweites Schläfchen fürs Baby, und für mich zuerst eine Internetrunde und dazu ebenfalls ein Nickerchen. Dann gibts Mittagessen (Nudeln mit Champignon-Käse-Soße für mich, Nudeln und Pastinakenbrei für den Zwerg). Nächste Spielrunde, und Schläfchen Nr. 3, diesmal abrupt beendet durch das Klingeln des Telefons.

Heute nachmittag war meine Mutter bei uns zu Besuch. Unser letzter Besuch mit dem Zwerg bei meinen Eltern endete in einer Stunde Dauergebrüll, seither kommen sie öfter mal kurz zu uns, damit der Zwerg weniger Stress hat und sich trotzdem an sie gewöhnt. Er war immer noch nicht wirklich gut drauf, aber es wird besser.
Was natürlich nicht hilft, ist z. B., wenn man ihm Essen in den Mund stopft, ob er will oder nicht *augenverdreh* das kennt er von uns anders. Wir halten ihm etwas auf Sehentfernung hin, damit er es checken kann, und gehen dann mit dem Bissen Richtung Mund. Zu 90% geht der Schnabel auf, und in den restlichen 10% der Fälle lassen wirs bleiben.

Nach einer Stunde war das Baby wieder mal durch und am Zetern, wir haben ihn noch ein bisschen zu zweit bespaßt und gegen 17:30 gabs Abendbrot für ihn. Wie immer: Butterbrot mit Wasser und ein bisschen Obstbrei hinterher. Das liebt er, aber aufgrund seiner Müdigkeit wars heute etwas mühsamer als sonst. Ab etwa 18:00 habe ich ihn ins Bett gebracht, was erfreulich schnell geklappt hat, ich konnte um halb sieben auf Zehenspitzen zum Abendessen schleichen. Er wird sich wohl im Lauf des Abends noch ein paar Mal melden (Schätzung: 21:00 und 23:30), aber ich komme durchaus noch zu ein paar Dingen ohne Baby: diesen Beitrag tippen, ein bisschen Haushalt und Papierkram und last, but not least eine Folge Flash mit dem Dr. rer. nat. gucken.

Sie lasen einen Tag aus dem Babyversum… 😉

Die letzten Tage.

Eigentümerversammlung.

Der Mann fiebert, hustet und schnieft.

Idi*ten, die nachts um zwölf vor unserem Schlafzimmer böllern. (Ja, Halbfinale, is recht.)

Rumgek*cke mit vodaf*ne, die sich nicht an Vereinbarungen erinnern wollen.

Schlechtes Wetter.

Permanent unzufriedenes Baby, das krabbeln will, aber noch nicht kann.

Schlecht schlafendes Baby.

Schlecht schlafende Mutter: Ich hatte eigentlich versucht, auf hochprozentige Schokolade umzusteigen, davon esse ich weniger als von Vollmilch und Co. Leider reagiere ich wohl auf das Koffein darin, also muss ich mir ein anderes Suchtmittel suchen.

Kontrastprogramm:

Ich besitze ein Bullet Journal. Das Baby isst, als hätte es nie etwas anderes getan, alles, was ihm vorgesetzt wird. Morgen organisiere ich uns endlich die Trageberatung zum Rückentragen. Der Dr. rer. nat. hat seine Seuche halbwegs auskuriert. Und gestern gabs Torte, der zweite Hochzeitstag wollte ein bisschen gefeiert werden.

Ein Rest Torte steht doch noch im Kühlschrank *verschlagenen Blick aufsetz* gleich nicht mehr.