WMDEDGT Mai 2017

Lang nichts mehr geschrieben – unser Alltag ist wieder gut gefüllt, vor allem bin ich wieder viel außer Haus. Daher musste das Bloggen lange zurückstehen, aaaaaber – es ist ein Monatsfünfter, ich habe es rechtzeitig mitbekommen und dann auch noch gleich Zeit zum Schreiben. Also los.

3:45, eine bisher schon grottige Nacht wird unterbrochen durch einen wachen und weinenden Zwerg. Er hat seit zwei Tagen Fieber und ist total platt, unsere Kinderärztin tippt auf Drei-Tage-Fieber. Da kann man nix machen außer Schmerz-/Fiebersaft bei Bedarf und durchhalten.
Also bekommt er eine Portion aus der Spritze, dann schläft er wieder ein bisschen besser.

8:20, ich wache auf und fühle mich einigermaßen ausgeschlafen. Freitags ist ja mein arbeitsfreier Tag, der Zwerg ist bei der Tagesmutter krank gemeldet, deshalb hatte ich den Wecker ausgemacht. Hat ja auch ganz gut geklappt.
Ich ziehe mich an, frühstücke (Reste von der Geburtstagsfeier meiner Schwester, lecker) und setzte mich vor den Rechner. Ich ärgere mich kurz über gefühlt unverschämt niedrige Preisvorschläge bei e*ay, nehme sie dann aber doch an, um den Krempel aus dem Haus zu bekommen. Ich lese „mein“ Forum, „meine“ Shortlist der am gernsten gelesenen Blogs und beginne diesen Blogpost.

09:45, Kind schläft immer noch. Das macht mir ein bisschen Angst in Bezug auf die nächste Nacht, aber gut, man kann nicht alles haben. Die 8 Hosen für 9 Euro *augenverdreh* sind eingepackt, ich sortiere weitere Klamottenstapel und überlege mir, was ich damit mache. Beim Basar bin ich kläglich gescheitert, da gingen nur grob 10% der Sachen weg, die ich hingebracht hatte. e*ay ist zäh. Den Second-Hand-Laden habe ich noch nicht getestet, dort zahle ich sagenhafte  50% Verkaufsprovision, wie viel Arbeit es ist, weiß ich nicht.
Zwischendrin werfe ich einen kurzen Blick auf meine letzte Neuerwerbung, freue mich darüber und seufze trotzdem über die Größe. Optisch find ichs ja prima, aber jetzt liege ich größenmäßig endgültig außerhalb des Standards, d. h., ich muss mir vor Ort Modelle suchen und dann schauen, wie ich sie günstiger auftreibe.

10:15, es quakt aus dem Kinderzimmer. Ein gutgelaunter, schlapper Zwerg quiekt mich an, lässt sich wickelnwaschenanziehen und er bekommt ein Frühstück, während ich den Grießklößchenteig fürs Mittagessen des Dr. rer. nat. ansetze.
Anschließend lesen wir eine Weile Wimmelbuch und dann falten wir Wäsche. Oder ich sortiere und falte, der Zwerg sortiert ebenfalls, ich sortiere dann wieder nach, er findet seine Ordnung aber besser,… egal, auch so geht die Zeit rum.
Zwischendrin klingeln zwei Paketdienste, wir tauschen Päckchen mit den Nachbarn von oben, und irgendwann beschließt der Zwerg, er hat jetzt wieder Hunger. Denkt sichs, nimmt mich an der Hand und führt mich bis zum Kühlschrank. Ich öffne die Tür, er wählt aus, ich mache warm bzw. brate an oder schneide auf. Seit einigen Wochen klappt das sehr gut, dass wir herausfinden können, was er will. Und ich finde es sehr angenehm. Es wäre natürlich schon auch irgendwie nett, wenn er anfangen würde zu sprechen, aber das sieht er wohl anders.

12:30, der Rest Chili ist vernichtet, der Gemüseteller leer, und die Bratwürstchen und der Kouskous mit Kräutern sind aufgegessen. Das Kind ist offensichtlich satt, ich auch, und wir räumen noch kurz zusammen auf, bevor ich ihn in die Federwiege packe. Schließlich soll er schlafen, bevor der Dr. rer. nat. heimkommt, sonst freut er sich so, dass er seine Müdigkeit vergisst, und der ganze Tagesrhythmus geht nicht mehr auf. Also ab in die Hängematte mit ihm, und während ich zwei, drei Handyspiele daddele, schläft er friedlich ein.

13:00, Kind schläft, der Dr. rer. nat. kommt heim. Er freut sich über die vielen Pakete, und wir räumen kurz in Küche und Hauswirtschaftsraum so um, dass seine neue Puddingpulverkollektion Platz findet. Dann setzt er den großen Pott mit Grießklößchen an, und wir surfen kurz, bis er essen kann. Nebenbei beruhigen wir den Zwerg wieder, der nur sehr leicht schläft. Blödes Fieber.

15:15, der Zwerg ist doch noch tiefer eingeschlafen, so dass wir ihn wecken müssen. Er mag zuerst nichts essen, trinkt aber einen Becher Wasser und nascht dann doch ein bisschen Apfelkompott. Wieder Wimmelbuch und eine halbe Stunde Kinderfernsehen. Sehr ungewohnt, so ein ruhiges Kind zu haben. Ich stelle nebenher meine Umstandssachen ein, vielleicht gehen die ja besser weg.

Wir verbringen einen ruhigen Nachmittag, während der Zwerg abwechselnd auf uns wohnt, Aristocats guckt und mit Buntstiften malt. Ganz selten fasst er sogar seinen geliebten Bagger an, aber dafür muss er zwei Meter laufen. Viel zu anstrengend. Das Abendessen fällt für ihn fast aus. Gegen

18:00 erlösen wir ihn von seinem Elend, Zähneputzen, Umziehen, und ins Bett mit dem armen Wurm. Er schläft wieder sehr leicht, ich sitze die halbe Zeit in seinem Bett und kuschle mit ihm. Daher bekommt er um halb neun eine Portion Fiebersaft. Danach wird es etwas besser, er braucht uns nicht mehr ganz so oft.
An diesen Abenden weiß ich es sehr zu schätzen, wie ruhig der Zwerg normalerweise schläft, meistens meldet er sich erst gegen Mitternacht oder später, und ich kann abends wirklich lesen oder einen Film schauen. Heute komme ich zu gar nichts.

Um 22:00 ist der Film des Dr. rer. nat. zuende. Wir verkrümeln uns auch schleunigst ins Bett, der Dr. rer. nat. übernimmt die Zwergenschicht, ich darf schlafen.

 

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2 Gedanken zu “WMDEDGT Mai 2017

  1. stahldame 6. Mai 2017 / 12:03

    Fürs Protokoll: Der Rest der Nacht war besser.

  2. Pingback: WMDEDGT |

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