Frohe Weihnachten!

Ich sitze allein am abgedeckten Frühstückstisch und trinke in Ruhe meinen Rest Kaffee. Irgendwo im Hintergrund baut der stimmbrüchige (weil erkältete) Zwerg mit dem Dr. rer. nat. an der neuen Duplo-Baustelle rum.

Alle Geschenke haben gepasst, das Essen hat einigermaßen geklappt (Panna Cotta und Silikonförmchen harmonieren nicht, habe ich gelernt.), wir haben gut geschlafen. Später gehts zu den Schwiegereltern, morgen zu meiner Familie und dann haben wir noch frei bis zum 8..

Um uns herum war das Jahr durchwachsen bis richtig schlecht, um so dankbarer bin ich dafür, wie gut es uns geht.

Ich wünsche euch allen ebenso entspannte, ruhige, erholsame Tage.

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Zwei Zwergenjahre

Der Zwerg hat heute Geburtstag.

Ich

  • bin sentimental bis melancholisch
  • freue mich darüber, wie er sich freut
  • bin im Familienfeier- und Weihnachts-Vorbereitungs-Stress
  • bin dazu noch müde, weil ich s. o. schlecht geschlafen habe
  • bin wieder mal der Meinung, dass der Zwerg ein unglaublich niedlicher, schlauer, freundlicher knuffiger kleiner Kerl ist.

 


Ergänzung spätabends: Heute abend war er nicht mehr ganz so freundlich, das ließ sich aber schnell aufklären. Die letzten beiden Backenzähne brechen gerade durchs Zahnfleisch. Ein Glück, die letzten.

Morgen abend werde ich irgendetwas Wahnsinniges, Stressabbauendes tun. Ich Irre habe ja die komplette Verwandtschaft zu uns nach Hause eingeladen und entsprechend viel Arbeit habe ich seit Donnerstag.
Merker 1: Wiederholung erst, wenn es das Kind explizit bestellt.
Merker 2: Jetzt wirklich suchen wir uns eine Putzfrau.

WMDEDGT 12/2017

Endlich mal wieder habe ich es morgens gleich mitbekommen. Und da ihr jetzt schon etwas zu lesen habt, ist auch klar, dass ich gut aus dem Bett gekommen bin.

Mein Wecker hat mich um 6:30 aus dem Tiefschlaf geholt. Das freut mich, damit habe ich nämlich wirklich gut geschlafen. Die letzten Nächte waren mehr so „wach um halb fünf und dann nur noch dösen“, das taugt auf Dauer nicht.

Um 7 ist meine stille halbe Morgenstunde rum, ich habe mich gewaschen, gefrühstückt, mich geschminkt und wecke den Zwerg zum Wickelnwaschenanziehen. Er hat heute einen anstrengenden Tag vor sich, seine Tagesmutter erwartet Handwerker, die Fenster tauschen. Ich bin im Büro, ebenso wie der Dr. rer. nat., und wir haben beide Termine, die wir nicht spontan verschieben wollten/konnten. Insbesondere da die Tagesmutter uns noch zwei Wochen spontane Schließung wegen Hausrenovierung angedroht hat, aber das ist ein anderes Thema.

Beim Aufwecken stelle ich fest, dass der Zwerg in einer ziemlich großen Pfütze liegt. Wenig überraschend, da er gestern Abend gebadet hat, man hat jedesmal den Eindruck, die Wanne hätte keinen Abfluss und er müsste sie per Windel leeren. Also gut, schnell in die Waschmaschine mit dem Kram, dann kann ich das heute nachmittag trocknen und wieder aufziehen. Wir machen uns fertig, ich liefere ihn bei der Tagesmutter ab („Tür! Loch! Brrrrm!“) und bin um 9 im Büro.

Dort ist nichts Besonderes los, ich ignoriere aus Gründen das Nikolauspäckchen unserer Chefin und mache mich an die Jahresauswertung eines meiner beiden Aufgabengebiete. Um 10 ein Termin mit Kollegin und Chef, ansonsten kann ich in Ruhe vor mich hinwurschteln.

Der Termin zu dritt wurde spontan ein Abteilungs-Jahresgespräch. Das tat uns auch gut, mit zwei Teilzeitkräften und einem, der ständig Schulungen hält, geht dieser Austausch sonst unter. Mittags gibts Falafel mit Couscoussalat aus der Kantine, kein Highlight aber ganz okay. Um 14:30 fahre ich wieder Richtung Tagesmutter, den Zwerg abholen.

Dort waren die Handwerker fleißig, ich schlängele mich durch einigen Bauschutt und werde von einem freudig gepiepsten „Mammaaa!“ empfangen. Laut Tagesmutter war er relativ anhänglich und leicht aus der Fassung zu bringen. Passt zu unseren Erwartungen,  gestern Abend war es spät, und die Beschreibung passt zu einem müden Zwerg. Auf dem Heimweg stoppen wir bei ALDI und kaufen Brot, Obst und eine „Bezee!!“ für den Zwerg. Die vertilgt er gleich auf dem Parkplatz, während wir uns die Füße vertreten, Dachdeckern zuschauen, eine DHL-Fahrerin kennenlernen und auf Randsteinen balancieren üben.

Gegen 4 sind wir zuhause, der Dr. rer. nat. ist auch schon da und wird begeistert begrüßt. Der Zwerg bestellt wie üblich „BAGGAAA!“-Videos von youtube, eine Viertelstunde darf er gucken und wir Eltern tauschen uns über unseren Tag aus. Der Rest des Tages vergeht mit Wäsche, Äpfelschnippeln für den Strudel, duplo- und Holzbausteinen und Internetsurfen.

Gegen halb sechs essen wir zu Abend, Grießklößchen für die Männer und belegte Brote für mich. Der Zwerg hängt mehr auf unseren Schößen herum als zu essen, aber beim Apfelstrudel schlägt er dann doch zu. Da er offensichtlich groggy ist, versuche ich gegen 8, ihn ins Bett zu manövrieren. Nunja, um halb neun sitzen wir wieder auf dem Sofa und lesen „Buuu!“ Der Zwerg liest zwar selbst, kommentiert aber alles, so dass ich mit Mühe dazu komme, diesen Post weiterzuschreiben. Zwischen „Atze! Eis! Tisch! Leiter!“ denkt sich schwer in ganzen Sätzen *ächz* Der Dr. rer. nat hat in der Zwischenzeit noch mit einer Freundin telefoniert. Jetzt folgt der zweite Akt des Insbettbringens – mal sehen, für wen sich der Zwerg diesmal entscheidet. Nach dem abgebrochenen zweiten Anlauf mit mir – der Zwerg legt sich zwei Minuten lang hin und wartet ab, dann düst er wieder Richtung Arbeitszimmer – folgt der dritte Anlauf mit seinem Vater.

Der ist erfolgreich, hurra. Noch eine halbe Stunde herumsurfen und quatschen, dann gehts ins Bett.