WMDEDGT 07/2018

Wieder mal vorher dran gedacht und dann doch fast vergessen. OK, ich rekonstruiere aus dem Gedächtnis. Das Tagebuchbloggen vom Monatsfünften stammt von Frau Brüllen, btw, wie immer.

Unbarmherzig vibriert um 6:00 das Smartphone, trotz meines ausgefüllten Abends gestern geht der Alltag heute morgen von vorne los. Ich war bei einer Farbberatung der Volkshochschule, sehr interessant, auch wenn ich da einiges erstmal sacken lassen muss. Ich raffe mich auf, gehe duschen und ziehe wieder was an, bevor ich Frühstück mache. Der Zwerg ist ähnlich morgenmuffelig wie ich, aber gegen

7:00 sitzen wir am Frühstückstisch, er auf meinem Schoß, und mümmeln Käse auf Brot oder auch ohne. Wir müssen uns heute ranhalten, der Zwerg muss nämlich heute pünktlich bei seiner Tagesmutter sein.

8:05 (fast pünktlich) kommen wir dort an, und sind nicht die Letzten *yeah* Der Zwerg besucht heute die Urlaubsvertretung seiner Tagesmutter, und der Weg dorthin dauert zu Fuß mit einem Vierlingswagen einige Zeit, so dass sie einen straffen Zeitplan haben. Ich gondele gemütlich mit meinem Kaffeebecher in Griffweite in die Arbeit. Dort habe ich Zeit für ein Pläuschchen mit Kollegin 1 über das dreitägige Treffen nächste Woche und mit Kollegin 2 über eine Entdeckung, die wir lieber in unserem gemeinsamen Projekt vor drei Jahren gemacht hätten. Dann geh ich doch mal was arbeiten, bevor ich wieder in Besprechungen muss.

11:00, das erste Meeting mit einer Truppe, die sehr dankbar ist, dass wir sie bei einer Prozessanalyse unterstützen. Mittagessen. Zweites Meeting mit einer Truppe, die zwar in einer Abteilung ist, aber offensichtlich auch nicht oft in dieser Zusammensetzung miteinander redet. Sehr produktive eineinhalb Stunden, danach bin ich platt.

14:15, ein kurzer Austausch mit meinem Chef über die aktuellen Meinungen unserer Chefin, dann stempele ich aus und hole einen energiegeladenen Zwerg ab. Vor der Krabbelgruppe brauchen wir unbedingt noch ein Eis (bitte Zwerg mit erhobenem Zeigefinger und sehr ernster Miene vorstellen: „Schoko-LA-DEN-Eis, Mama!“). Während der Weiterfahrt zieht es zu, Sturmböen fegen Äste über die Straße und dunkle Wolken ziehen uns hinterher. Wir huschen schnell ins Gemeindehaus und verbringen die nächste Zeit mit Lego, Bällen und Lebenskrisen, weil $Kind1 unbedingt das Spielzeug braucht, das $Kind2 grade hat, $Kind3 aber auch haben will usw.
Auch Zusatzkalorien in Form der obligatorischen Keksvorräte helfen wenig, und so lösen wir die Versammlung ungewöhnlich früh auf.

Gegen 17:30 sind wir zuhause, der Dr. rer. nat. hat gekocht und wir vernichten eine größere Ladung Käsespätzle, der Zwerg darf seine tägliche Dosis Lego-Bagger-Video gucken. Dann ziehen die Männer zum Duplo um, ich habe Pause und lese mich einmal quer durch das Tagebuchbloggen.

19:00, so langsam wird es zäh mit dem Zwerg. Er darf nicht den Werkzeugkasten ausräumen – großes Geheule. Er darf den Papa nicht beißen – wieder großes Geheule. Die Pausen zwischen den Austickern sind kurz, die Konzentrationsfähigkeit zum Selberspielen fehlt. Da merkt man, wie selbstständig er sonst spielt, wir sind wirklich verwöhnt. Nach langem Kampf gehen wir gegen 20:00 nochmal zum Mitternachtssnack in die Küche (Rote Beete aus dem Glas), der Papa darf Zähneputzen, ein Buch mit dem Zwerg anschauen und ihn zum Schlafen begleiten.

Wir Eltern versumpfen noch ein bisschen vor den Rechnern, und um 22:00 breche ich ab und mache mich bettfertig. Lieber lese ich noch ein bisschen im Bett, aber die Woche war anstrengend, daher plane ich nichts mehr ein für den Rest des Abends.