WMDEDGT 04/2019

Wenn schon sonst wenig im Blog landet, das WMDEDGT klappt zur Zeit wieder zuverlässig. Details siehe hier.

Der Wecker summt um 6:15. Der Dr. rer. nat. ist wie immer schon weg, der Zwerg hat offensichtlich in seinem Bett geschlafen. Also alles gut. Es ist leider morgens wieder dunkel, mit Tageslicht war das Aufstehen irgendwie einfacher, aber es klappt heute ganz gut.

Freitags entfällt die Frühstücksdose für den Zwerg, sie frühstücken im Kindergarten gemeinsam. Also mache ich „nur“ Frühstück für uns zuhause. Ich wechsle mehrfach zwischen Frühstücken und Zwerg wachkuscheln hin und her, wie halt jeden Morgen. Irgendwann sitzt ein müdes warmes kuscheliges Bündel auf meinem Schoß, trinkt zwei Becher Milch und isst sein Teewurstbrot.

(Anekdote: Morgens räume ich sämtliche angefangenen Brotbeläge und sonstigen Leckereien auf den Tisch, die Kühl- und Vorratsschrank so bieten. Das erhöht die Chance, dass das Wunschlebensmittel schon dasteht, wenn der Zwerg sich für irgendwas entscheidet, d. h., ich muss einmal weniger aufstehen. Entsprechend ist bei ihm „Frühstück“ synonym für „kaltes Büffet“. Und ein besonders schöner Obstteller bedeutet, dass jemand Geburtstag hat. Das hat gelegentlich schon für Verwirrung beim Umfeld gesorgt.)

Nach dem Frühstück machen wir uns fertig, um den Zwerg in den Kindergarten zu schaffen. Dabei umschiffe ich die üblichen Explosionsgelegenheiten einigermaßen erfolgreich und schaffe sogar, ihn zum Laufen zu überzeugen. Schließlich will ich einen Probelauf für „Mama fährt mit dem Rad in die Arbeit“ machen, es klappt erstaunlich gut. Man kann mit einer Hand ein Fahrrad schieben und mit der anderen Hand dem Kind beim Balancieren über Bordsteine helfen, habe ich gelernt.

Ich fahre noch zwei, drei Kilometer mit dem Fahrrad, um zu sehen, was das nach dem Winter noch an Zuwendung braucht (Kette ölen, Vorderradbremse einstellen). Dann gehts nach Hause, kurz mit dem Dr. rer. nat. telefonieren, Wäsche waschen und aufräumen.

Gegen elf muss ich wieder los, der Dr. rer. nat. und ich nutzen die kindfreie Zeit, um zu unserem Lieblingsasiaten zum Mittagessen zu fahren. Das war wie immer sehr lecker. Und wir kamen heute sogar über die reinen Alltags-Organisations-Gespräche raus und hatten noch Zeit, über anderes zu reden – Überlegungen für die nächsten Ferien, ein paar Wohnungs-Veränderungs-Pläne,… tat gut.

Der Zwerg eskalierte gerade heftigst, als ich um 13:00 in den Kindergarten kam – es wollte doch tatsächlich ein anderes Kind sein Spielzeug nicht für ihn hergeben. Klarer Fall von Schlafdefizit, also Kind eingesammelt, Lautstärkepegel und Blutdruck wieder auf normale Höhe runtergeschaukelwippt, heimgebracht, Gummibärchen, Schnuller, Bett.

Dabei besprochen, dass wir an seiner Aufstehzeit wirklich nichts ändern können (weil schon auf Beginn der Kernzeit in meiner Arbeit optimiert), sondern an seiner Zubettgehzeit drehen müssen. Ich glaube, er hat es jetzt verstanden, d. h. für nächste Woche brauchen wir einen klaren Zeitplan für alles ab dem Abendessen.

Das Wecken aus dem Mittagsschlaf war trotz Zusammenarbeit beider Eltern zäh. Sehr zäh. Ein Lymphknoten seitlich unterm Kiefer ist auch dick – Rest vom letzten Infekt oder doch schon wieder ein neuer? Mal sehen.

Ich hatte gestern abend noch Panna Cotta gemacht, die gabs jetzt mit frischen Erdbeeren, und danach war auch der Zwerg wieder wach und umgänglich. Ein bisschen Wall-E schauen, eine Runde Lego spielen, dann noch ein Knäckebrot snacken, und schon ist es Zeit fürs Abendessen. Ich habe nebenher bei eb*y einige Sachen in 110 gesucht (das Kind wächst schon wieder…), parallel dazu Sachen eingestellt und einen Abendplan gemalt.

Zum Abendessen gabs Grießklößchen für den Dr. rer. nat. und den Zwerg, Brote für mich und den Zwerg, und auch danach kam nicht mehr viel Spektakuläres. Nur den Abendplan muss ich euch noch zeigen:

Unbenannt

Wem die Schlafenszeit ein wenig spät vorkommt: Der Zwerg braucht grob 10 bis 11 Stunden Schlaf in 24 Stunden. Mittagsschlaf ist noch nicht verhandelbar, wir begrenzen auf eine Stunde. Macht noch maximal 10 Stunden für die Nacht, und ich wecke ihn unter der Woche ca. 6:30/6:45. Das passt schon für uns.

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