11.06.17

Die vergangene Woche war zäh. Sehr zäh.
An allen Fronten wars irgendwie blöd. Der Zwerg hatte seinen Schlafrhythmus am Wochenende verloren, war knatschig, musste permanent bespaßt werden. In der Arbeit musste ich langweilige Dinge tun, weil meine Vorgängerin geschlampt hatte. Und dank PMS gings mir selbst eh nicht besonders. Alles zusammen eine Woche, die ich aus dem Kalender streichen werde, sobald ich meinem Chef morgen früh ein paar Takte zu besagter Kollegin erzählt haben werde.

Das Wochenende war bedeutend besser.
Das Wetter war gut, daher konnte ich mit dem Zwerg diverse Spielplätze unsicher machen. Das wäre jetzt – hätte ich die völlig freie Wahl – zwar nicht unbedingt meine allererste Wahl, aber mit der Randbedingung Zwerg ist das definitiv eins der angenehmsten Dinge. Er fühlt sich wohl und ist hinterher müde, ich bin entweder mit ihm beschäftigt (= hinterher Kopf frei) oder lese Bücher auf dem Smartphone (= hinterher auch Kopf frei). Wir haben immer was Vernünftiges und Leckeres sowie genug zu trinken dabei, und der Dr. rer. nat. kann auch mal durchatmen. Bzw. nutzt er aktuell die Zeit oft, um im Keller und einigen schattigen Ecken unserer Wohnung klar Schiff zu machen, was ich ebenfalls sehr positiv finde. Immerhin haben wir jetzt auch mal unsere Bilder aufgehängt, die seit zweieinhalb Jahren in der Rumpelkammer im Gästezimmer standen und so.
Zwecks Kopf frei habe ich am Freitag die Kombination Radfahren plus Duschen getestet, funktioniert.
Morgen lang arbeiten, am Dienstag Schulung halten, den Mittwoch überleben wir dann auch noch, langes Wochenende. Läuft.

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28.05.17

Die 101/1001-Liste ist mal wieder aktuell. Da wird wohl einiges nicht mehr klappen.
Heute zweiter Tag mit knatschigem Fieberkind, die MMR-Impfung von letzter Woche zeigt Wirkung. Heute morgen war er so ein Stück Elend, dass der Dr. rer. nat. ihm gleich eine Ladung Zaubersaft gegeben hat, jetzt ist er gutgelaunt, aber träge. Damit kann man leben.
Ich werde wohl heute nochmal zum supermART rüberfahren. Gestern hatte ich schon was für mein Zimmer gefunden, der Zwerg soll aber auch noch etwas bekommen. Fürs Wohnzimmer habe ich nichts gefunden, aber muss ja auch nicht alles auf einmal sein.

Mein Bullet Journal

Irgendwo hatte ich schon mal angedeutet, dass ich darüber mehr erzählen will, also los.

Ich bin in den Weiten des Internets über das Bullet Journaling gestolpert, eine Mischung aus Kalender, To-Do-Liste und Tagebuch, alles handgeschrieben. Da ich zur Zeit a) ein Gedächtnis wie ein Sieb habe, b) aber doch einige Dinge im Blick behalten sollte und c) alles außer einer (genau einer!) To-Do-Liste bei mir schiefgeht, habe ich beschlossen, das mal zu machen.

Die erste Entscheidung: Welches Werkzeug darfs denn sein. Ich habe mir ein Leuchtturm-Notizbuch in A5 geleistet, in unauffälligem Dunkelblau, leider liniert. Kariert oder punktkariert (das kenne ich auch erst seit BJ ;-)) wäre eindeutig praktischer gewesen, beim nächsten Mal dann. Dazu einen gut schreibenden Kugelschreiber, mehr habe ich für den Anfang nicht gebraucht. Eine Rolle Washitape „braucht“ man noch, ich markiere mir damit bestimmte Seiten. Natürlich besitze ich eine kleine Sammlung an Washitapes und Stempeln ;-), aber das ist Spielerei.

Ich habe beschlossen, das BJ für das zweite Halbjahr 2016 anzulegen. Nach der reinen Lehre fängt man einfach vorne an und lässt das auf sich zukommen, aber mir war das so lieber.

Wenn man kurz googelt, findet man jede Menge schlaue Seiten und Tausende von Bildern mit Übersichten, Listen, Layouts und Zeuch, so dass ich erstmal den Überblick verloren habe. Da half mir Grundregel Nr. 1: Benutze, was du brauchen kannst, und lass alles andere weg. Deshalb enthält mein BJ folgende Teile:

  1. Ganz vorne ein Inhaltsverzeichnis. Wichtig.
  2. Vorne einen Kalender – das zweite Halbjahr 2016 mit einer Seite pro Monat, dann eine Seite fürs erste Quartal und eine Seite für den Rest von 2017.
    Das reicht momentan für meine Termine, viel mehr als die Geburtstage steht eh nicht drin.
  3. Meine fortlaufenden Wochenseiten, dazu später mehr.
  4. Ab der Mitte mein eigentliches Journal – hier landet alles, was ich mir sonst noch so  aufschreiben will. Da habe ich mich ein bisschen von den 1001 Möglichkeiten im Netz inspirieren lassen: ich habe unter anderem eine Leseliste, eine Loswerdliste und ein Blogthemenliste.
  5. Ganz hinten meine To-Do-Liste – ich fülle die Seiten von hinten her, d. h., ich kann dafür so viel Platz in Anspruch nehmen, wie ich brauche. Jeder Eintrag hat einen Status (dazu gleich noch mehr), einen Termin, eine Markierung, ob ich das allein mache oder jemand dazu brauche, und eine Beschreibung.
    Die erste Seite war recht schnell voll, die zweite füllt sich deutlich langsamer.

Ein wichtiger Aspekt an den BJs ist die Kodierung verschiedener Dinge, die man ständig braucht. Ich habe zwei Legenden, eine für die verschiedenen Stati (Statusse?) von Dingen, die ich zu erledigen habe, und eine für die verschiedenen Kategorien von To Dos. (Dafür sind meine Stempelchen sehr praktisch.)
An Stati gibts bei mir „frisch aufgeschrieben“, „vorbereitet“, „angefangen“, „fertig“, „gestrichen“ und „woandershin übertragen“, das macht aber jeder ein bisschen anders.

Die Wochenübersichten bestehen bei mir aus einer Tabelle, in der ich meine Ernährungsgewohnheiten im weiteren Sinne tracke, z. B., wie viel ich getrunken habe (im Zweifelsfall immer zu wenig). Wenn etwas Neues dazukommt, an das ich mich gewöhnen muss, nehme ich es in diese Tabelle auf – aktuell ist das das Zähneputzen mit dem Zwerg.
Außerdem habe ich eine „Plus und Minus“-Seite, in der ich täglich Positives sammeln will. Die Minus-Abteilung ist der Platz für Dinge, die mich nerven.
Außerdem notiere ich z. B., wenn ich hier gebloggt habe, die Unternehmungen mit dem Zwerg und diverse Haushaltsdinge, um mal einen Überblick zu haben, wie wenig ich eigentlich putze *unschuldigpfeif*.

Inzwischen nutze ich mein BJ seit eineinhalb Monaten und bin ganz zufrieden. Gefühlt rutscht mir weniger durch. Ich habe auch langfristige Sachen nicht mehr irgendwo notiert, sondern an diesem einen definierten Platz. Das Vorbereiten einer neuen Woche dauert nur ein paar Minuten, ich habe meine einfachen Layouts ohne viel Schnickschnack.
Momentan ist das BJ fast ein bisschen Overkill, ein Kalender und eine To-Do-Liste würden auch reichen, aber mir gefällt es, bewusst täglich einige Dinge aufzuschreiben.
Ich hoffe darauf, dass ich das BJ-System nächstes Jahr in die Arbeit mit übertragen kann, dort wird es mir sicher einiges bringen.

Geerdet

So komme ich mir gerade vor.

Mein Bauch-Beine-Po-Quäl-dich-du-Sau-Kurs ist vorbei, es war Zeit für was Neues. In Übereinstimmung mit der 101/1001-Liste habe ich einen Pilateskurs entdeckt, der zu einer sehr günstigen Uhrzeit stattfindet. Freitagabend ist gut, weil der Dr. rer. nat. da nie lang arbeitet und nicht trainieren geht. 17:15 ist eine gute Zeit, da können die beiden Männer miteinander zu Abend essen und ich bin zum Einschlafen wieder da.
So war zumindest der Plan.

Ich bin ja ein klitzekleines bisschen perfektionistisch veranlagt und war deshalb deutlich zu früh da. Hätte ja viel Verkehr sein können, hätte Parkplatzprobleme geben können, vor dem ersten Kurstermin bringt man besser ein bisschen mehr Zeit mit undundund.
Tja, und dann hing da ein Zettel an der Tür, der Kurs findet eine Viertelstunde später statt.

Und so saß ich eine halbe Stunde auf einem Steinbänkchen vor der Tür, im Schatten, mit Lavendelbüschen vor mir, die nur so summten vor lauter Hummeln drin. Und blühenden Rosenstöcken, die herrlich duften in der Abendsonne.
Schöne Zwangspause, nächstes Mal mach ich ein Foto.

Danach haben wir zu sechst eine Stunde lang ein- und ausgeatmet und uns dabei verrenkt. Sieht einfach aus, ist es bei den ersten zwei, drei Malen auch noch, bei der letzten Wiederholung brennt dann der halbe Körper.
Aber es tut unglaublich gut, in meinen Körper ineinzuhören, in den Atem reinzufühlen und dabei was für mich zu tun.
Zehnerkarte ist gekauft 🙂

Und fürs Protokoll: #94/101, Haken dran.

Sonntagsschnipsel

Die letzte Nacht war endlich wieder einmal besser – mit zweimal Gewecktwerden zwischen 21 und 5:30 kann ich leben, und beide Male war der Zwerg nur so halbwach und ich nach 20 Minuten wieder im Bett. Ich hoffe mal, dass die schlechte Phase vorbei ist.

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Unsere Wohnung ist endlich baustellenfrei – die malerische lose Schüttung im Flur haben wir vor kurzem durch Einbauschränke ersetzen lassen, und jetzt sind wir mit Ein-, Auf- und Umräumen beschäftigt. Was man da alles wiederfindet – ich besitze z. B. einen Vorrat aus 16 Gläsern Marmelade und fünf Gläsern Honig. Daher gilt ein Aufnahmestopp, ich muss da erstmal die Bestände dezimieren.

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Heute hatten wir Besuch, und siehe da, der Zwerg war umgänglich. Nach zwei Stunden saß er sogar ganz entspannt bei B. auf dem Schoß und hat in die Welt gegrinst. Sie war happy, er war happy, da sind die Eltern doch auch gleich happy 🙂

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Das Wetter nervt mich. Könnten wir bitte mal wieder ein paar Tage stabile Trockenheit haben? Ich gehe ungern mit dem Zwerg spazieren, wenn es ständig regnen kann. Kinderwagen plus Schirm sind doof, und Trage mit Tragecover und Schirm ist auch doof.

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Ich habe mich in der virtuellen Welt der Bullet Journals umgesehen und liebäugele damit, mir eines zuzulegen. Vermutlich scheitert der Versuch aber genauso wie die x Papierkalender, die ich jahrelang gekauft, angebraucht und nach kurzem nur noch in der Schublade liegen hatte. Mal sehen, ob ich mich für den x+1ten Versuch entscheide.

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Nebenbei bin ich wieder bei eb*y aktiv und verscherbele dort Umstandsklamotten, die ich nicht für eine eventuelle Nr. 2 aufheben will. Zu groß, zu klein oder ein Fehlkauf, manche Anschaffungen haben sich einfach nicht bewährt.

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So, halb zehn vorbei, Zeit, ins Bett zu gehen *gähn*

Kommt gut in die neue Woche!

Zehn Wochen

Okay, den Titelkalauer hab ich vergeigt, Ende letzter Woche hatte ich das Blog mal wieder nicht auf dem Schirm.

Gestern war ein ausnehmend schlechter Tag im Leben des Zwergs, er hat ab Mittag bei jedem Stillen gebrüllt. Am meisten hat der arme Dr. rer. nat. abbekommen. Genau in der Stunde, die ich nicht da war und er Babydienst hatte, gings so richtig rund.
Was genau der Grund für die Schreierei war, weiß ich nicht. Wahrscheinlich wars der Blähbauch, den der Zwerg leider ziemlich oft nach dem Trinken hat. Bisher waren wir nur mit Fenchel- bzw. Stilltee zugange, gestern haben wir S*b Simplex eingeführt. Das Ergebnis: wir waren in zwei Minuten von Brüllstufe 9 von 10 (der Kopf war nur rot, nicht lila) auf Null. Ein minimal jammernder, völlig erschöpfter Zwerg, der einfach nur noch schlafen wollte.

Als Entschädigung war die Nacht relativ gut – ich habe fünfeinhalb Stunden richtig geschlafen und dann neben einem wühlenden und grunzenden Zwerg noch drei Stunden gedöst, damit komme ich gut über die Runden.

Wichtigster Tagesordnungspunkt ist heute der Termin, den der Dr. rer. nat. in *schiel* sieben Minuten hat: Vorgespräch im Krankenhaus, das Metall aus seinem Arm muss wieder raus, und zwar pronto. Die Nägel stören ihn, er hat ihretwegen Schmerzen und kann den Arm nicht belasten – weg damit.

Danach werden der Zwerg und ich ein paar kleinere Erledigungen machen, vermutlich in Verbindung mit einem größeren Spaziergang. Wir haben heute kaltes, aber sonniges Wetter, das nutzen wir.

Und zweitwichtigster TOP: Heute abend beginnt mein Sportkurs. Nachdem das Tanzen erstmal wegfällt, brauch ich eine Alternative, und zwar eine mit festem Termin, die Geld kostet. So zwecks Motivation. Zusätzlich habe ich eine Freundin zwangsverpflichtet, mit mir hinzugehen. Die ist zwar diese Woche im Urlaub, aber ab nächste Woche ist sie dabei. Bauch-Beine-Po an der Volkshochschule – hat die Sexyness einer Tasse kalten Kaffees, aber es sollte meiner Fitness wieder auf die Sprünge helfen.

Sodala, Kind quakt, weiter gehts.

Achteinhalb Wochen

Ich seh schon, heute in einer Woche muss ich was schreiben *fettgrins*

Der junge Mann ist zur Zeit die Inkarnation der Snickers-Werbung – wenn er was zu essen bekommt, ist er das liebste Baby der Welt, den Rest der Zeit ist er ein *klitzekleines* bisschen divenhaft. Der Acht-Wochen-Schub halt. Da braucht man Vollzeitpersonal zum Anreichen des Schnullers: in den Mund stecken lassen, dreimal nuckeln, ausversehen rausschubsen, motzen, repeat.

Man merkt aber schon, dass er laufend dazulernt: Sein Spektrum an Lauten ist wesentlich größer geworden, er lacht uns gezielt an (*dahinschmelz*), und seit neuestem findet er sein Gesicht mit seinen Händen. Entsprechend gibts zunehmend Sabberflecken in seinem Aktionsradius, und der Schnuller lernt noch öfter fliegen. Aber es ist sooo süß, wenn er sich die Augen reibt oder an seinen Fingern lutscht ❤

Was ich sehr nett von ihm finde: der Zwerg schläft inzwischen nachts vier bis fünf Stunden am Stück, d. h., wir nähern uns den Ein-Stopp-Nächten *jubel* Es hilft bestimmt, dass ich jetzt doch Stilltee trinke, die morgendliche Bauchweh-Jammerstunde hatten wir jetzt schon ein paar Tage nicht mehr. Ich wollte mir den Tee ja eigentlich ersparen, da Fenchel nicht nur auf die Verdauung wirkt, aber mit ner Prise Salbei hab ich auch die überlaufende Milchbar wieder im Griff.

Nächste Woche beginnen wir mit festen Terminen – ich habe uns für einen Babymassagekurs angemeldet, das mag der Zwerg bestimmt. Und ich werde wieder etwas für meine Fitness tun. Eine Freundin geht mit mir zum Bauch-Beine-Po-Kurs, das schadet uns beiden nicht 🙂

Wie man sieht: es geht uns gut.