Test

Ein Experiment. Ein Blogbeitrag vom Handy.

Schon gelernt: Tippfehler sind so ne Sache. Mehr als zwei kurze Sätze passen nicht aufs Display. Und Leerzeichen vor Satzzeichen, die Autokorrektur-Pest.

Und meine Neuentdeckung der letzten Woche: Herr Paul. Ich habe noch nicht durchschaut, wie ich hier verlinke, deshalb zu Fuß: herrpaul.me, bitte den Link kopieren. Ich bin gebührend beeindruckt und fühle mich angenehm ungestresst mit meinem einen Kind, das mittlerweile fast durchschläft, meinem kurzen Arbeitsweg und überhaupt.

Was mir an Herrn Pauls Blog gefällt: (ich diebische Elster, ich.) Die Rubrik „Was schön war heute“. Demnächst in diesem Theater. Jetzt Bett.

WMDEDGT Mai 2017

Lang nichts mehr geschrieben – unser Alltag ist wieder gut gefüllt, vor allem bin ich wieder viel außer Haus. Daher musste das Bloggen lange zurückstehen, aaaaaber – es ist ein Monatsfünfter, ich habe es rechtzeitig mitbekommen und dann auch noch gleich Zeit zum Schreiben. Also los.

3:45, eine bisher schon grottige Nacht wird unterbrochen durch einen wachen und weinenden Zwerg. Er hat seit zwei Tagen Fieber und ist total platt, unsere Kinderärztin tippt auf Drei-Tage-Fieber. Da kann man nix machen außer Schmerz-/Fiebersaft bei Bedarf und durchhalten.
Also bekommt er eine Portion aus der Spritze, dann schläft er wieder ein bisschen besser.

8:20, ich wache auf und fühle mich einigermaßen ausgeschlafen. Freitags ist ja mein arbeitsfreier Tag, der Zwerg ist bei der Tagesmutter krank gemeldet, deshalb hatte ich den Wecker ausgemacht. Hat ja auch ganz gut geklappt.
Ich ziehe mich an, frühstücke (Reste von der Geburtstagsfeier meiner Schwester, lecker) und setzte mich vor den Rechner. Ich ärgere mich kurz über gefühlt unverschämt niedrige Preisvorschläge bei e*ay, nehme sie dann aber doch an, um den Krempel aus dem Haus zu bekommen. Ich lese „mein“ Forum, „meine“ Shortlist der am gernsten gelesenen Blogs und beginne diesen Blogpost.

09:45, Kind schläft immer noch. Das macht mir ein bisschen Angst in Bezug auf die nächste Nacht, aber gut, man kann nicht alles haben. Die 8 Hosen für 9 Euro *augenverdreh* sind eingepackt, ich sortiere weitere Klamottenstapel und überlege mir, was ich damit mache. Beim Basar bin ich kläglich gescheitert, da gingen nur grob 10% der Sachen weg, die ich hingebracht hatte. e*ay ist zäh. Den Second-Hand-Laden habe ich noch nicht getestet, dort zahle ich sagenhafte  50% Verkaufsprovision, wie viel Arbeit es ist, weiß ich nicht.
Zwischendrin werfe ich einen kurzen Blick auf meine letzte Neuerwerbung, freue mich darüber und seufze trotzdem über die Größe. Optisch find ichs ja prima, aber jetzt liege ich größenmäßig endgültig außerhalb des Standards, d. h., ich muss mir vor Ort Modelle suchen und dann schauen, wie ich sie günstiger auftreibe.

10:15, es quakt aus dem Kinderzimmer. Ein gutgelaunter, schlapper Zwerg quiekt mich an, lässt sich wickelnwaschenanziehen und er bekommt ein Frühstück, während ich den Grießklößchenteig fürs Mittagessen des Dr. rer. nat. ansetze.
Anschließend lesen wir eine Weile Wimmelbuch und dann falten wir Wäsche. Oder ich sortiere und falte, der Zwerg sortiert ebenfalls, ich sortiere dann wieder nach, er findet seine Ordnung aber besser,… egal, auch so geht die Zeit rum.
Zwischendrin klingeln zwei Paketdienste, wir tauschen Päckchen mit den Nachbarn von oben, und irgendwann beschließt der Zwerg, er hat jetzt wieder Hunger. Denkt sichs, nimmt mich an der Hand und führt mich bis zum Kühlschrank. Ich öffne die Tür, er wählt aus, ich mache warm bzw. brate an oder schneide auf. Seit einigen Wochen klappt das sehr gut, dass wir herausfinden können, was er will. Und ich finde es sehr angenehm. Es wäre natürlich schon auch irgendwie nett, wenn er anfangen würde zu sprechen, aber das sieht er wohl anders.

12:30, der Rest Chili ist vernichtet, der Gemüseteller leer, und die Bratwürstchen und der Kouskous mit Kräutern sind aufgegessen. Das Kind ist offensichtlich satt, ich auch, und wir räumen noch kurz zusammen auf, bevor ich ihn in die Federwiege packe. Schließlich soll er schlafen, bevor der Dr. rer. nat. heimkommt, sonst freut er sich so, dass er seine Müdigkeit vergisst, und der ganze Tagesrhythmus geht nicht mehr auf. Also ab in die Hängematte mit ihm, und während ich zwei, drei Handyspiele daddele, schläft er friedlich ein.

13:00, Kind schläft, der Dr. rer. nat. kommt heim. Er freut sich über die vielen Pakete, und wir räumen kurz in Küche und Hauswirtschaftsraum so um, dass seine neue Puddingpulverkollektion Platz findet. Dann setzt er den großen Pott mit Grießklößchen an, und wir surfen kurz, bis er essen kann. Nebenbei beruhigen wir den Zwerg wieder, der nur sehr leicht schläft. Blödes Fieber.

15:15, der Zwerg ist doch noch tiefer eingeschlafen, so dass wir ihn wecken müssen. Er mag zuerst nichts essen, trinkt aber einen Becher Wasser und nascht dann doch ein bisschen Apfelkompott. Wieder Wimmelbuch und eine halbe Stunde Kinderfernsehen. Sehr ungewohnt, so ein ruhiges Kind zu haben. Ich stelle nebenher meine Umstandssachen ein, vielleicht gehen die ja besser weg.

Wir verbringen einen ruhigen Nachmittag, während der Zwerg abwechselnd auf uns wohnt, Aristocats guckt und mit Buntstiften malt. Ganz selten fasst er sogar seinen geliebten Bagger an, aber dafür muss er zwei Meter laufen. Viel zu anstrengend. Das Abendessen fällt für ihn fast aus. Gegen

18:00 erlösen wir ihn von seinem Elend, Zähneputzen, Umziehen, und ins Bett mit dem armen Wurm. Er schläft wieder sehr leicht, ich sitze die halbe Zeit in seinem Bett und kuschle mit ihm. Daher bekommt er um halb neun eine Portion Fiebersaft. Danach wird es etwas besser, er braucht uns nicht mehr ganz so oft.
An diesen Abenden weiß ich es sehr zu schätzen, wie ruhig der Zwerg normalerweise schläft, meistens meldet er sich erst gegen Mitternacht oder später, und ich kann abends wirklich lesen oder einen Film schauen. Heute komme ich zu gar nichts.

Um 22:00 ist der Film des Dr. rer. nat. zuende. Wir verkrümeln uns auch schleunigst ins Bett, der Dr. rer. nat. übernimmt die Zwergenschicht, ich darf schlafen.

 

Tag 1 geschafft

Lange nix mehr geschrieben…

Die letzten vier Wochen: Kalt, Kind krank, Mann krank, alle wieder halbwegs gesund, immer noch kalt. Kind nochmal krank, aber jetzt aktuell auf dem Weg der Genesung. Will heißen: noch nicht fit genug, um ihn wieder in den Keimpool bei seiner Tagesmutter zu werfen, aber doch so fit, dass er sich zuhause langweilt.

Das Ganze wurde etwas komplizierter damit, dass ich seit heute wieder arbeite. D. h., der Dr. rer. nat. und ich haben für die zweite Wochenhälfte einen Schichtplan gestrickt, wie er und ich unsere Stunden halbwegs unterbringen und trotzdem immer jemand mit dem Zwerg zuhause sein kann.

Und so bin ich jetzt von meinem ersten Arbeitstag zurück und hüte das schlafende Kind, während der Dr. rer. nat. nach zwei Stunden Frühschicht in der Firma und viereinhalb Stunden hier wieder reingetrabt ist und weiter arbeitet.

Der erste Arbeitstag war soweit unspektakulär. Ganz viele „Nur zu Besuch oder bist du wieder da?“, einige „wie ist denn der Stand bei $altesThema?“ und diverse Anekdoten über die eigenen Kinder im vergleichbaren Alter.
Meine Elternzeitvertretung ist mir immer noch sehr sympathisch, wir haben heute schon angefangen, den aktuellen Stand von $altesThema1 durchzusprechen. Leider habe ich gleich einen Fehler in seiner Argumentationskette gefunden, das tat mir wirklich leid. Er hat dann heute nachmittag was zu tun *hust*
Dann eine halbe Stunde bei der IT verbracht, bis wir uns einig waren, wie wir meinen Rechner wieder flott bekommen, schnell was gegessen und *wusch* wieder nach Hause.

Ich glaube, der Zwerg wacht auf…

Doch old fashioned.

Sehr geehrte Damen und Herren von be(t)reut.de,
oder besser gesagt: ihr elenden Bauernfänger.

Wir brauchen eine Putzfrau, jetzt, wo ich bald wieder arbeite. Theoretisch haben wir natürlich genug Zeit, um selbst sauberzumachen, aber keine Lust dazu. Und da es finanziell geht, lagern wir aus, was uns nervt.

Der erste Versuch über die bereits erwähnten Bauernfänger war frustrierend. Die Webseite ist unübersichtlich ohne Ende. Man kann sich Inserenten angucken, man kann auch selbst eine Anzeige erstellen. Aber wenn man Kontakt aufnehmen will, dann – und zwar genau dann und nur dann – kommt die hübsche Seite mit der Frage, welche der Premiummitgliedschaften man denn abschließen möchte. Minimale Kosten: naja, davon wäre der erste Putztermin schon fast bezahlt. Mal ganz davon abgesehen, dass bei einer kurzen Netzrecherche der Begriff Fakeprofile fiel. Okay, dann halt nicht.

Nächster Versuch: f*cebook. Entweder bin ich zu doof, oder es gibt sowas nciht, auf jeden Fall war ich nicht in der Lage, eine Gruppe zu finden, die sich mit solchen Themen beschäftigt. Unter „Nebenjobbörse“ war zwar einiges zu finden, aber die meisten Inserate dort waren Verweise auf andere Internetbörsen. Auch nix.

Schreib ich halt nen Zettel und häng ihn im Supermarkt aus. Ganz klassisch.

Apothekenlink

Pharmama verbreitet aktuell einen Petitionsaufruf des Apothekerverbands.

Ich hatte mich ja an ihrer Blogparade „Ohne Apotheke(r) fehlt dir was“ beteiligt, und was da stand, gilt so immer noch. Allerdings habe ich mich mittlerweile schon etwas geärgert. Der Dr. rer. nat. schluckt gegen seine Borreliosesymptome pflanzliche Kapseln, die ihm natürlich kein Arzt verordnet, weil Off-label-use, und chronische Borreliose gibts ja gar nicht und so weiter, kein Bock mehr auf Diskussionen. Auf jeden Fall kostet die Packung hier vor Ort 58€, online um die 45€, er braucht etwa eine Packung pro Monat. In schlechten Zeiten wie jetzt auch das Doppelte. Da muss man sich die Vor-Ort-Apotheke leisten können.

Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, ohne Apotheke vor Ort auszukommen. Unsere ist im gleichen Haus wie unsere Kinderarztpraxis, was nicht vorrätig ist, kann ich nach einem halben Tag abholen. Und abholen heißt bei uns wenige hundert Meter Fußweg, also wirklich komfortabel. Gerade für den Zwerg bin ich wirklich froh, wenn ich seine Medikamente sofort in der Hand habe.

WMDEDGT 01/2017

Frau Brüllens Tagebuchbloggen, Sie kennen es inzwischen.

Der letzte Ferientag, morgen ist Feiertag, das zählt nicht. Die Nacht war mal wieder eher mies, von halb drei bis halb fünf konnte/wollte der Zwerg nicht einschlafen.

Wir sind früh aufgestanden, das heißt im konkreten Fall, so gegen halb acht. Schließlich hatte sich der Heizungsableser für halb neun angekündigt, da wollte ich schon ansprechbar sein. Wir saßen noch beim Frühstück, als es gegen

8:20 an der Tür klingelte. Seit Jahren kommt der gleiche ältere Herr, zeitweise war seine Frau noch dabei, inzwischen kommt er alleine. Ein Dutzend Ablesungen und ein paar Minuten Smalltalk später war er wieder weg, und wir konnten unser Frühstück zuende bringen. Auch der Dr. rer. nat. war erstaunlich schnell von seinem Ämtergang zurück, leider erfolglos. Man sei nicht zuständig, er müsse bei $Spezialamt, das es nur bei uns gibt, einen Termin zur Unterstützung ausmachen, telefonisch irgendwann ab April. Grummel.

Nach kurzer Beratung, was wir morgen kochen wollen, schnallt der Dr. rer. nat. sich den Zwerg vor den Bauch und geht einkaufen. Damit war unser kleiner Mitbewohner wenigstens mal kurzzeitig nicht ganz so übellaunig. Das hielt aber nicht lange an, deshalb gab es für ihn gegen

10:00 einen Rohkostteller und dann einen Platz in der Federwiege, den er dankend annahm. Eineinviertel Stunden Schlaf taten den Nerven aller Beteiligten gut. Der Dr. rer. nat. und ich nutzten die Zeit für unser aktuelles Projekt – ich bin seit kurzem Mitglied der hiesigen Müttermafia, wir ziehen fleißig Strippen, um den traurigen Spielplatz vor dem Haus ein bisschen aufzumöbeln. Da lernt man einiges über die Historie der Siedlung und warum wer wen nicht leiden kann, unglaublich.

Um halb zwölf gibts hier im Hause Mittagessen, die Männer aßen Pfannkuchen von gestern, für mich gabs Schupfnudeln mit Käse, ebenfalls von gestern, und ein belegtes Brot hinterher. Dazu die vorletzten Lebkuchen, so lang ist Weihnachten ja auch noch wieder nicht her.
Blöderweise meldet sich zur Zeit mein Rücken regelmäßig, ich habe mir also auf dem Sofa ein Stufenbett gebaut, die Heizdecke unter die LWS geklemmt und mich langsam garziehen lassen. Der arme Dr. rer. nat. hatte entsprechend den nöligen Zwerg am Hals. Da bei uns noch ein bisschen Schnee liegt, waren die beiden eine Weile draußen, den Zwerg auf einem improvisierten Schlitten durch den Schnee ziehen, aber so richtig begeistert war er davon wohl auch nicht.

Der Rest des Tages ging auch nur zäh vorbei, ich grille mich im Stufenbett, der Zwerg motzt und der Dr. rer. nat. versucht verzweifelt, etwas am Rechner zu machen.

Kurz vor sieben, der Zwerg schläft heute schon so früh, und ich leg mich jetzt wieder hin.