Naschkatzen, mal wieder

Nachdem sich diese eine spezielle Schublade im Gefrierschrank schon wieder bedenklich geleert hat, „mussten“ wir schon wieder backen. Diesmal waren Nektarinen und Nuss gesetzt, fest stand auch, in Muffinform.

Also habe ich wieder einmal dieses Buch zu Rate gezogen und das Grundrezept für Rührteig ein bisschen angepasst: Erstens habe ich die Mengen hochgerechnet, eine Backofenladung voll sind 11 Minikuchenformen und 18 Muffins. Zweitens haben wir eine Handvoll gemahlene Haselnüsse dazugegeben, damit der Teig ein bisschen Biss hat. Drittens haben wir den Zucker ersetzt, diesmal durch Erythrit und Süßstoff, weil der Dr. rer. nat. mitessen wollte. Und wir haben viertens die Milchmenge halbiert, weil unser Kilo Nektarinen einiges an Feuchtigkeit reinbringt.

Dieses Mal ging alles gut, und das Ergebnis stellt mich sehr zufrieden:

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Optisch unspektakulär, aber lecker. Die Hälfte der Muffins sind schon wieder gegessen, aber der Rest hat es tatsächlich auf -18°C geschafft. Lange bleiben werden auch die nicht… 🙂

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Brotaufstriche-Review

Wie angekündigt.

Die Brotaufstriche sind alle auf Basis von Sonnenblumenkernen hergestellt. Diese werden fein gemahlen, mit etwas Öl zur gewünschten Konsistenz gebracht, und dann kommen Gemüse und Gewürze dazu. Könnte man grundsätzlich also auch selbst machen, allerdings müsste ich da bei unserem Standmixer mindestens eineinhalb Pfund produzieren, um nicht mehr beim Auskratzen zu verlieren als im Glas landet. Und das ist mir doch ein bisschen zu viel, weil ich nicht weiß, wie lange diese selbstgemachten Aufstriche halten. Die gekauften Gläschen haben alle MHDs von 2017 oder 2018, Vorratshaltung ist also kein Problem.
Wie man an der Zutatenliste sieht, sind die Aufstriche alle recht fettlastig und haben dafür eher weniger Eiweiß. Daher machen sie auch schon in kleinen Mengen gut und lange satt, d. h., ein Glas hält bei mir locker eine Woche.

Genug drumherumgeredet, hier die erste Testreihe: Angefangen habe ich mit Curry-Mango, dann kam Apfel-Meerrettich, und aktuell bin ich bei Currychini. Das Basilikum-Streich und die Paprika-Chili-Creme stehen noch im Schrank und warten auf ihren Einsatz.

Der Curry-Mango-Aufstrich war sehr lecker. Schön fruchtig und ein bisschen scharf, aber so, dass ich ihn gut essen konnte. Ich habe einige Varianten daraus gemacht, z. B. ein Stück geräucherte Forelle zerrupft und daruntergemischt oder auch Essiggürkchen kleingeschnitten und daraufgelegt.

Auch mit dem Apfel-Meerrettich-Aufstrich war ich sehr zufrieden. Der riecht im ersten Moment zwar nach Spargel (warum auch immer…), schmeckt dann schön mild-meerrettichig und macht die Nase frei. Ging pur, aber auch auf geräuchertem Schinken oder mit Frischkäse gemischt.

Aktuell bin ich beim Currychini-Glas, zum ersten Mal ein Produkt aus dem Bioladen, das auch gleich etwa das Doppelte kostet wie die dm-Gläschen. Hier sind kleine Zucchinistückchen drin, die den Aufstrich schön saftig machen; die dm-Gläschen sind ganz glatt püriert. Das Curry ist sehr mild, d. h., dieser Aufstrich ist überhaupt nicht scharf. Mir ist bisher keine Verfeinerungs-/Kombinationsidee gekommen, vermutlich würde auch alles zu viel vom zurückhaltenden Aroma wegnehmen.

Müsste ich Bewertungen vergeben, würde ich bisher allen die volle Punktzahl geben, weil jeder auf seine Weise lecker ist. Die ersten beiden sind intensiver gewürzt, der Currychini ist dafür „gemüsiger“. Eventuell ist das die jeweilige Markenstrategie?
Fortsetzung folgt, wenn ich die nächsten zwei Gläser offen habe 🙂

Besser essen

Damit beschäftige ich mich seit Beginn der Schwangerschaft unter anderen Gesichtspunkten als früher.
Im ersten Trimester gings hauptsächlich darum: was kann ich essen, damit mir nicht schlecht wird (Oft essen, jeweils wenig, vor allem Kohlenhydrate.) Im zweiten und dritten Trimester war das Ziel, Verstopfungen und Sodbrennen zu vermeiden (nicht zu viel Ballaststoffe, wenig Fett, keine Kohlensäure.)
Als der Zwerg da war, habe ich das weitergeführt. Ich habe aber noch viel mehr weggelassen, was dem Zwerg Blähungen oder einen wunden Po gemacht haben könnte. Schließlich macht man nicht für jedes Gemüse einen richtigen Verträglichkeitstest, ich war sicher deutlich zu vorsichtig. Nach und nach habe ich dann wieder probiert, welche Lebensmittel doch gehen, und siehe da, inzwischen lasse ich nur noch Bohnen weg. OK, rohe Zwiebeln esse ich auch nicht, die habe ich aber noch nie vertragen.
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Seit der Zwerg angefangen hat, selbst zu essen, sind mir nochmal ganz andere Gesichtspunkte wichtig geworden. Ich kaufe mehr Bio, damit er weniger Schadstoffe abbekommt. Ich koche Gemüse- oder Obstbrei selbst, den er dann frisch bekommt oder den ich einkoche bzw. einfriere. Mittlerweile haben wir einen ganz ordentlichen Speiseplan zusammen: An Obst essen wir Mango, Erdbeere, Himbeere, Apfel, Birne, Banane und Nektarine. Beim Gemüse haben wir Zucchini, Brokkoli, Karotten, Kürbis und Pastinake getestet. Die letzten beiden gabs aus dem Gläschen, weil ich beides nicht mag. Wir backen auch Brot ohne Salz für ihn, das er – inzwischen mit Butter drauf – jeden Abend inhaliert.
Und ich hinterfrage auch, was ich selbst eigentlich so tagtäglich esse. Das könnte ein Trend weg von Convenience und hochverarbeiteten Lebensmitteln werden, mal sehen 😉 Mein erster Schritt ist, die gewohnte Discounterwurst durch vegetarische Brotaufstriche zu ersetzen. Dazu gibts demnächst mal einen Vergleichstest-Post.

Zimtschnecken

Wieder mal was aus der Backabteilung, einfach, aber lecker.

Man rührt einen Hefeteig zusammen (500 g Mehl, 250 ml Milch, 1/2 Würfel Hefe, 100 g Zucker und 100 g Butter), lässt ihn gehen und rollt ihn zu einem Rechteck aus. Dann kommt die Füllung: Weitere 50 bis 75 g Butter als Kleister, dazu mindestens 3 Esslöffel Zucker-Zimt-Mischung.

Meine Zimtschnecken.
Meine Zimtschnecken.

Jetzt kommt der Kreativteil: Man kann die Füllung so lassen. Oder gemahlene Nüsse draufstreuen. Oder Apfelstückchen. Rosinen. Mandelstifte. Mohn. Marzipan. Wahrscheinlich auch noch viele andere Dinge, die mir aber zu gewagt sind.
Ich bin ja nur mäßig experimentierfreudig, bei mir gabs eine Rolle „ohne alles“ und eine mit Apfel und gemahlenen Mandeln.

Die Apfel-Mandel-Füllung
Die Apfel-Mandel-Füllung

Dann eng zusammenrollen, in Scheiben schneiden, auf dem Backblech wieder rund fummeln und bei 190°C Umluft etwa 15 min backen.

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Die Apfel-Mandel-Variante im Backofen

Lecker.

Zum Glück habe ich gleich die doppelte Menge gemacht, so ist noch was im Gefrierschrank angekommen.

(Und fürs Protokoll: Rezept Nr. 3/10 zu #33 von 101/1001.)

Samstagsschnipsel

Zack, das blöde Tragetuch ist weg. Bei ebay verkauft, immerhin gut die Hälfte vom Neupreis bekomme ich wieder. Nicht schlecht für einen Fehlkauf.
(Eigentlich ist das Ding eine Fehlkonstruktion und ich wurde reichlich unvollständig beraten, aber ich mag mich nicht ärgern, also weg damit und gut ist.)

Ich habe heute das erste vegane Risotto meines Lebens gekocht, mit Zucchini. Die Sahne habe ich durch einen Löffel Mandelmus ersetzt, den Käse hätte man durch Hefeflocken ersetzen können, so man denn welche gehabt hätte. Das Mandelmus erfüllt seinen Zweck ganz gut, es macht das Risotto schlotzig. Der Käse hat eindeutig gefehlt.
Was solls, mein momentaner Milchfrei-Countdown läuft bis Dienstag, bis dahin treibe ich keinen großen Aufwand mit Spezialeinkäufen.

Der Zwerg hatte zwar heute einen speziellen Schlafrhythmus, aber ab Mittag war er gut drauf und ließ sich ganz gemütlich in der Tragehilfe rumschleppen. Daher weiß ich jetzt: Ich schaffe es mit Kind vorm Bauch und vollgepacktem Rucksack auf dem Rücken vom Aldi wieder nach Hause, dann ist meine Tragleistung allerdings erstmal erschöpft.
Zum Ausgleich(?) war heute nachmittag das wöchentliche Drama angesagt: Erst rummotzen. Dann die Windelfüllung des Todes, mit wenig Geräusch-, aber dafür umso mehr Geruchsbegleitung. OK, Kind saubermachen, frisch anziehen, Fenster auf, Müllbeutel wechseln und 60°C-Wäsche anwerfen. Die Maschine läuft noch nicht, es ertönt bereits infernalisches Gebrüll aus dem Kinderzimmer. Logisch, schließlich ist jetzt ja wieder Platz im Bauch, da muss schleunigst wieder was reingefüllt werden. Und schleunigst heißt im Fall eines viereinhalb Monate alten Zwerges eben jetztSOFORTWÄÄÄÄÄÄH. Ich freu mich auf den ersten Männerschnupfen, sag ich euch.

Psychologischer Ausgleich: Der Dr. rer. nat., der heute bereits durch die Frühschicht von halb sechs bis halb acht meine Nerven sanieren konnte, hat mir einige Filme aufs Smartphone gezogen. D. h. ich leg mich gleich ins Bett und gucke Marvel.

Schoko Shortbreads

#33/101, Klappe die 2.

Vor drei Wochen habe ich mir aus den Tiefen des Internets ein Rezept für Schoko Shortbreads geangelt und leider falsch notiert, wo ich es her habe. Im festen Vertrauen darauf, dass ich mich nur beim Link und nicht bei den Mengenangaben vertan habe :-D, habe ich heute den Mittagsschlaf des Zwergs zum Backen benutzt.

Die klassischen Mengenverhältnisse – ein Teil Zucker, zwei Teile Butter und drei Teile Mehl – werden leicht abgewandelt: die Hälfte der Butter wird durch Öl ersetzt und das Mehl teilweise durch Kakao. Außerdem steht noch etwas Vanille und eine Prise Salz im Rezept. Das ergibt einen festen, aber klebrigen Mürbteig, der nur gekühlt ausgerollt werden kann.

Und nach dem Backen (35 Minuten bei 180°C Ober-/Unterhitze) sehen die Fingerchen hier ganz allerliebst aus. Was auf der Oberseite glitzert, sind Krümel von Vanillezucker, die ich noch darübergestreut habe.

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Heute habe ich mich ausnahmsweise sklavisch ans Rezept gehalten, eventuell werde ich beim nächsten Mal etwas weniger Kakao nehmen, die Temperatur etwas runterdrehen und mit Reismehl experimentieren. (Dass ichs wieder versaut habe, weil mir der Teigfladen beim Rausheben aus dem Blech zerbrochen ist, sei wirklich nur am Rande erwähnt.)

Backtechnisch war das eine leichte Übung, einfach nur zusammenrühren, kühlen, ausrollen, backen. Schwierig wirds jetzt: nicht zu viel auf einmal essen… 😉

Ab in die Blechdose mit euch!

Freestylebacken: Beeren-Grieß-Kuchen

Zu Ostern gabs dieses Set aus Mini-Kuchenförmchen und dem dazugehörigen Backbuch. Ich backe gern, ich esse auch gern Kuchen, das passt also hervorragend zu mir. Gleichzeitig bin ich auch faul, d. h., wenn ich backe, mache ich gleich eine größere Menge und verstaue einen Teil im Gefrierschrank. Dafür sind die kleinen Kuchen perfekt, da habe ich immer schnell eine einzelne Portion greifbar. Also habe ich mich heute während dem Mittagsschlaf des Zwergs gleich in die Küche gestellt und gebacken.

Ursprünglich hieß das Rezept Kirsch-Grieß-Kuchen, Kirschen mag hier aber niemand so richtig außer in der Schwarzwälder Kirschtorte. Also haben wir keine im Vorrat, dort fanden sich aber noch tiefgekühlte Brombeeren und Himbeeren – passt auch. Statt Zucker nehme ich Süßstoff oder (wenn ich die Kristalle für die Teigstruktur brauche) Xylit, also wurde das auch ausgetauscht. Und für die doppelte Menge braucht man auch mehr Förmchen, also habe ich noch unsere Muffinformen ausgepackt.

Tja, wir überspringen dann das Aussehen des Teigs (eher vorverdaut), die zu kurze Backzeit und dass der Teig extrem feucht und schwer war und deshalb nicht aufging und halten nur fest:

Lecker. Sehr lecker.

😉

(Und fürs Protokoll: #33/101, 1/10 erledigt.)