Letzte Vorweihnachtsäußerung

Seit dem letzten Beitrag ist nicht viel passiert. Wir haben alle miteinander die Seuche, der TMS hat sich beim Zwerg zur bakteriellen Vollverseuchung ausgeweitet, so dass er ein Antibiotikum bekommt. Das ist das zweite Medikament seines jungen Lebens, auf das er mit völliger Überdrehtheit reagiert, und entsprechend wenig Schlaf bekommen wir alle. Damit wird man natürlich auch nicht schneller gesund, aber daran lässt sich momentan wenig ändern.

Meine Stimmung ist (vermutlich krankheitsbedingt) eher gedrückt, ich kann mich aus den letzten Wochen nur an Nachrichten zum Kopfschütteln oder zum Angst bekommen erinnern. Der Zwerg ist ein reichliches Jahr alt, und ich möchte mir nicht vorstellen, wie die Welt aussieht, wenn er erwachsen wird.

Passend dazu der letzte Absatz von fledermamas Posting zum Thema Demut – bei allem Mist und aller Sorge haben wir immer noch die denkbar beste Ausgangssituation, und dafür bin ich wirklich dankbar.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein besinnliches, positives Weihnachtsfest und dass wir uns im neuen Jahr gesund und munter wiederlesen.

Eure stahldame

Achja.

WordPress gratuliert sich/uns zum Sechsjährigen.

Stimmt, der „Hallo Welt!„-Eintrag entstand auch an einem Martinstag-Abend. Allerdings finden sich immer wieder mal größere Lücken, wenn die Welt außerhalb des Bloggens zu spannend war, im Positiven wie im Negativen.


Aktuell beschäftigen mich vor allem zwei Themen. Das kleinere ist auch das Unerfreuliche, aber wenigstens ist das Ende schon absehbar: Ich habe die Rüsselseuche, und diesmal hat es mich von uns dreien tatsächlich am heftigsten erwischt. Könnte daran liegen, dass ich schlaftechnisch immer noch fremdgesteuert und unterversorgt bin…

Das wesentlich erfreulichere und auch viel wichtigere Thema ist: die Eingewöhnung des Zwergs bei seiner Tagesmutter hat begonnen. Und es läuft gut.
Sie und ich werden im Privatleben keine Freunde werden, dafür sind wir zu unterschiedlich (eventuell folgt dazu noch ein „Sehen und staunen“-Posting.). Aber sie hat ein Auge für die Kleinen, sie kümmert sich um körperliche und seelische Bedürfnisse, und das mit einer Engelsgeduld. Dazu kocht sie täglich frisch, es gibt Platz, Spielzeug, das passende Maß an sinnvollen Regeln und einen Garten mit Trampolin. So.
Wir haben mit Trennungen begonnen, bisher nur zweimal zehn Minuten. Am Montag werde ich den Zwerg abliefern und direkt im Anschluss für eine halbe Stunde verschwinden.
Danach nehme ich mir für den Rest des Tages mal nichts mehr vor, ich rechne damit, dass bei einem Zentimeter Abstand die Sirene losgehen wird. Es ist ja verständlich, für ihn zerfällt gerade seine gewohnte kleine Welt, in der Mama immer da war oder wenigstens Papa. Er akzeptiert die Tagesmutter schon als Trösterin, wenn er sich irgendwo angestoßen hat, aber es ist halt doch nicht das Gleiche. Mit diesen Gedanken im Hinterkopf stehe ich die zur Zeit etwas anstrengenderen Tage und Nächte erstaunlich gut durch 😉

Kurzmeldung

Aus dem Schnodderkind wurde ein kleiner Darth Vader, der mit seiner ersten Bronchitis durch die Gegend rasselt. Entsprechend unentspannt ist der Zwerg, und das färbt auf mich ab. Seine Viren hat er freundlicherweise auch mit mir geteilt, mit Halsschmerzen und müde macht das Krankes-Baby-Hüten erst richtig Freude.

Immerhin sind wir auf dem Weg der Besserung.

Und wieder einmal

… versaut mir die Realität alle schönen Planungen und Vorsätze.

Der Zwerg hat sich gestern erst eine fiese Beule geholt und sich dann übergeben. Wir sind mit ihm in die Klinik, Verdacht auf Gehirnerschütterung. Das hat sich zum Glück nicht bestätigt, dafür ist es ein fieser Infekt mit Fieber, Husten und Schnupfen geworden.

D. h., wir stillen gerade wieder voll, gerne auch stündlich und lange.

Armer kleiner Kerl.

Schnipsel des Tages

Das Hafergesöff und ich werden keine Freunde. Das versaut mir meinen Kaffee. Hoffentlich schmeckt wenigstens eine der anderen Pflanzenmilchvarianten, sonst wirds echt hart.

Ich lasse momentan auch den Ziegenkäse weg, sicher ist sicher.

Weitere Kandidaten für Unverträglichkeiten (falls es nicht das Milcheiweiß sein sollte) wären übrigens ein Laktoseoverload oder Hühnereiweiß. Sollten da tatsächlich größere Tests anstehen, muss ich mir für den Beikoststart was einfallen lassen – der Naturwissenschaftler in mir sagt „immer nur eins ändern“, also Beikost erst nach dem Unverträglichkeitstest. Schaumermal.

Der Zwerg hatte heute weniger Bauchschmerzen und Blähungen, dafür machte er regelmäßig BLÖRP! und ich hatte Quark auf dem Shirt. Ich weiß nicht, ob ich das besser finde.

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Erkältungen sind schei%e. Gestern startete der Zwerg jedesmal seine Sirene, wenn ich unvermittelt gehustet oder geniest habe, Nase hochziehen oder putzen war noch schlimmer. Heute reagiert er nicht mehr ganz so schnell, er gewöhnt sich wohl auch an einiges.

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Außerdem fängt der junge Mann an, sich vom Rücken auf den Bauch zu drehen. Meistens kommt er stabil bis in die Seitenlage und freut sich, da kann er die Knöpfe seitlich an seinem Spielebogen endlich mal besser drehen. In einem Schwung bis auf den Bauch kommt er noch nicht, aber lang wird das wohl nicht mehr dauern. Dann habe ich zu meinem Hauptjob als Schnulleranreicher auch noch die zweite ehrenvolle Aufgabe des Aufdenrückenzurückdrehens.

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Bauch-Beine-Po gestern war wie immer anstrengend, aber Muskelkater habe ich keinen. Außer ein bisschen Ziehen an den Ansätzen der vorderen Oberschenkel. Das ist echt komisch, in der Stunde gehe ich wirklich an die Schmerzgrenze, aber am Tag danach gehts mir wieder gut. Merkwürdig.

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Nachdem mir der Zwerg beim Stillen wahlweise im Gesicht rumfuchtelt, mich in die Brust zwickt oder sich in meinem Oberteil festkrallt, habe ich beschlossen: wir brauchen eine Stillkette. (Und ja, ich wusste bis heute auch nicht, dass es sowas gibt.)

Neues Feindbild: P.

Heute die erste größere Ladung Babyklamotten gewaschen – ebay sei Dank habe ich ein Klamottenpaket gefunden, das das Gröbste abdeckt. Jetzt fehlen nur noch wenige Kleinteile für die erste Rundumausstattung.

Aber eigentlich wollte ich ja über etwas ganz Anderes schreiben – ich habe mir ein neues Feindbild zugelegt. Okay, Feindbild ist zu hoch gegriffen, ohne dieses Hormon würde der weibliche Zyklus nicht funktionieren. Und wenn frau zu wenig davon hat, klappts weder mit dem Schwangerwerden noch mit dem -bleiben.

Die Insider werden es bereits erraten haben, ich schreibe von Progesteron. Der Sinn dieses Hormons ist klar, leider beschränkt sich diese Wirkung aber nicht auf die Körperteile, wo es benötigt wird.

Ganz nebenbei legt Progesteron auch den Magen lahm. Dadurch bleibt eine Mahlzeit bei Schwangeren gerne mal 8-10 Stunden im Magen liegen, bis sie weiterwandert. Ideale Voraussetzungen für Übelkeit und Sodbrennen, deshalb: früh zu Abend essen, nicht viel auf einmal essen und immer schön auf die linke Seite legen.

Das Verhalten setzt sich im Darm fort, auch der wird träge und relaxt, außerdem hat er ja nicht seinen gewohnten Platz. Das lässt sich durch die gerne empfohlenen Eisentabletten noch verstärken, dann geht irgendwann gar nichts mehr. Meine Gegenmaßnahmen: Kräuterblut statt Eisentabletten (schmeckt nicht gut, geht aber angeblich nicht so auf die Verdauung) und dezent überdosiertes Magnesium.

Meine dritte Lieblingsnebenwirkung ist die Lockerung der Bänder und Sehnen. Nicht nur, dass ich ständig unsicher stehe, der Mist ist auch schuld an meinen Rückenschmerzen. Wenn ich nur eine halbe Stunde in der Küche werkele, habe ich das Gefühl, mir bricht die Lendenwirbelsäule ab. Klar, genau daran ziehen meine Zusatzkilos nach vorne unten, aber die alleine wären nicht so problematisch. Mit meinen üblichen Entspannungstricks werde ich diese Sorte Rückenschmerzen auch nicht los, ich muss mich in den Schmerz rein bewegen und dehnen.

Diese kleinen Freuden meines Alltags sind durchaus dazu da, dass ich mich auf das Ende der Schwangerschaft freue. Könnte bitte jemand die Uhr vordrehen und die kommenden 12 Wochen ein bisschen schneller vorbeigehen lassen? Danke.

Kleckerkram

Es passiert nichts Weltbewegendes, aber alles fließt so vor sich hin.

Der Dr. rer. nat. durfte nach ein paar Tagen wieder heim. Vieles klappt inzwischen auch einarmig, Hilfe braucht er nur selten, aber manches geht halt einfach nicht. Schon mal Erdbeeren einhändig geputzt? Eben.

Das Kinderzimmer ist grob eingerichtet, seit einer Stunde liegt sogar der Teppich 😀 Das kann jetzt alles noch gut auslüften und ich kann nach und nach besorgen, was wir für den Anfang brauchen. Meine Haupt-Quelle werden wohl ebay und Second-Hand-Läden, gerade Babykleidung muss ich nicht neu haben.

Der Bauch wächst, wird regelmäßig von innen massiert 😉 und von außen bewundert. Erste Übungswehen merke ich auch schon, wenn ich bewusst darauf achte. Der erste Abend im Geburtsvorbereitungskurs war eher so naja, aber ein zweite Chance gebe ich der Sache noch.

In der Arbeit macht das alte Projekt (das ich 2013 abgegeben habe…) gerade wieder Fortschritte und entsprechend auch Spaß, das neue dümpelt vor sich hin. Meine Stelle ist für meine Elternzeit noch nicht besetzt, aber immerhin gibt es zwei vernünftige Kandidaten. Eilt ja nicht, mein Mutterschutz ist ja noch sieben Wochen hin, und Schwangere fallen ja nicht ungeplant früher aus <Sarkasmus Ende>.

Im Ganzen: business as usual, nix Aufregendes. Kann so bleiben.