Neues aus dem Irrenhaus

Der größte Blockierer, Nichtstuer und Amigo aka CEO geht. Was für ein Verlust für das Irrenhaus.
Abzuwarten bleibt, wie viel sich darunter ändern wird – gehen einige seiner Spezl mit? oder verlassen zumindest das Irrenhaus? Werden ein paar der grundlegenden Probleme in Sachen Mitarbeiterführung angepackt?
Man wird sehen. Ich bin nicht allzu optimistisch, kann mir aber auch nicht vorstellen, wie ein Neuer noch mehr Schaden anrichten soll.

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Der Jahresendfragebogen 2017

Diesmal von Frau Rabe übernommen und freihändig abgewandelt, es kursieren ja verschiedene Varianten.

Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?

Hm, ich geb mal eine 7-8. Im Großen und Ganzen liefs gut, teilweise hätte etwas mehr Schlaf und weniger Unsicherheit in der Arbeit gut getan, aber das sind keine existentiellen Sorgen.

Zugenommen oder abgenommen?

Zugenommen, vielleicht 3 oder 4 Kilo. So langsam machen sich die geordneten Verhältnisse bemerkbar: mittags in der Arbeit Kantine, Nachmittagssnack für den Zwerg, frühes Abendessen und nach dem Insbettbringen Frustabbau per Süßigkeiten.
Das sollte so nicht weitergehen, Minimalziel für 2018 ist Gewicht halten, besser wäre die Trendumkehr.

Haare länger oder kürzer?

Länger. Ist bei meiner Frisur aber unwichtig.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Weiß ich nicht, viel Unterschied kanns nicht sein. Ich sollte das aber überprüfen lassen, ideal sind die Gläser nicht mehr.

Mehr ausgegeben oder weniger?

Puh, keine Ahnung. Die Einnahmen waren zum Jahresanfang mal recht wenig, da das Elterngeld letzten Dezember auslief und ich erst im Februar wieder angefangen habe zu arbeiten. Jetzt verdiene ich nur noch grob 60% von vorher, es reicht aber immer noch gut, ohne rechnen zu müssen.
Ich bin immer wieder dankbar dafür, dass es uns finanziell so gut geht.

Der hirnrissigste Plan?

Nebenbei mal eben R lernen zu wollen. Wenn der Zwerg abends schläft, bin ich durch.
Also eher eine kleine Hirnrissigkeit.

Die gefährlichste Unternehmung?

*kopfkratz* Wahrscheinlich die Kletterversuche mit dem Zwerg im Urlaub.
Auch eher ne Kleinigkeit.

Der beste Sex?

Gabs, ja. (Erwähnte ich schon das Kleinkind im Haushalt?)

Die teuerste Anschaffung?

Mir fällt nur dieses schöne Maschinchen ein, das in den nächsten Tagen bei uns aufschlagen wird.

Das leckerste Essen?

Das erste Mal ohne Kind bei unserem Lieblingsasiaten.
(Und nein, die Babysitterin war nicht unsere teuerste Anschaffung, dafür nehmen wir sie zu selten in Anspruch.)

Das beeindruckenste Buch? Der ergreifendste Film? Die beste CD? Das schönste Konzert?

Kurz und umfassend: nein. Ich lese zwar und höre ab und zu Musik, aber rein zur Unterhaltung und nichts wirklich Tiefgehendes.
Ich habe mich dieses Jahr durch die Inspector-Lynley-Bücher und durch die erste Staffel von Arrow gearbeitet.

Die meiste Zeit verbracht mit…?

… dem Zwerg und dem Dr. rer. nat.

Die schönste Zeit verbracht mit…?

… dem Zwerg und dem Dr. rer. nat. einerseits und andererseits mit meinem Chef. Der Austausch und die geistige Forderung hat mir 2016 wirklich gefehlt.

Vorherrschendes Gefühl 2017?

Der Blick auf die Uhr mit dem Gefühl, gerade so rumzukommen. Ging dann aber doch meistens recht gut und wurde im Laufe des Jahres auch immer besser.

2017 zum ersten Mal getan?

Kindkranktage. Zertifizierungsaudit mit 99% Blenden und 1% Ahnung.

2017 nach langer Zeit wieder getan?

Gearbeitet. (Okay, eineinhalb Jahre scheinen nicht lang. Aber mit allem, was sich in der Zeit verändert hat, war es eine große Umstellung.)

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

Die gesammelten Seuchen, die uns drei befallen haben.
Die Gerüchte, die der Buschfunk in der Arbeit verbreitet.
Und die langwierige Zahnarztbehandlung, die ich kurz vor Weihnachten noch starten musste.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Den Dr. rer. nat., Stunden zu reduzieren. Wir haben es aus guten Gründen um zwei Jahre verschoben.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Jede Breze, die ich überraschend dem Zwerg vor die Nase halten konnte. Da strahlt er immer noch jedesmal wie ein Putzeimer.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Da fällt mir wieder mal nichts ein. Die Geschenke des Dr. rer. nat. waren dieses Jahr sehr gut ausgesucht, aber eher sinnvoll als begeisternd.

Dein Wort des Jahres?

„Kola!“ Der Zwerg kann mit diesem einen halben Wort so viel ausdrücken – zuerst fragend, dann fordernd, dann ein ausbrechender Vulkan und zuletzt maximale Befriedigung, wenn er seine (Scho-)kola(-de) bekommen hat.

Dein Unwort des Jahres?

Backenzahn. Was die uns Schlaf gekostet haben…
Wenigstens sind sie jetzt alle da.

Dein Lieblingsblog des Jahres?

Der Klassiker: Frau Brüllen. Mein quasi tägliches Teilhaben am bayerisch/schweizerischen Familienalltag mit einer Mischung aus „hey, cool“, „so will ich auch“ und „uiuiui, zum Glück ist unser Takt zwei Nummern langsamer, das dreht mich schon beim Lesen“.
Die Neuentdeckung: Herr Paul. Mein quasi tägliches Teilhaben am Berliner Großfamilienalltag. Der Große ist ein halbes Jahr älter als der Zwerg, die Kleinen sind ein Jahr jünger, das ist für mich sowohl Ausblick als auch Erinnerung und Mitfühlen.

2017 war mit einem Wort…?

Eingrooven.

Dein grösster Wunsch fürs kommende Jahr?

Ein Kindergartenplatz für den Zwerg, das wird mit der Tagesmutter sonst irgendwann problematisch, weil sie an ihre Grenzen kommt.
Klarheit, ob es einen Zwerg 2 geben soll oder nicht, und Frieden mit der Entscheidung schließen können.
Dass wir in der Arbeit das umsetzen dürfen, was wir uns für 2018 überlegt haben.

24.05.17

Einem Kollegen alle Ideen nachgeliefert, die mir nach unserer Besprechung vom Montag noch kamen.

Stundenlang an Schulungsunterlagen rumgepusselt (merkt man, dass ich keine Lust darauf habe).

Mit dem Zwerg nach der Arbeit Baustelle gekuckt, eineinhalb Stunden lang. Danach ne Stunde Spielplatz, er war platt, ich auch.

Was schön war: ich hab durchgeschlafen, der Dr. rer. nat hatte Nachtdienst.

Apothekenlink

Pharmama verbreitet aktuell einen Petitionsaufruf des Apothekerverbands.

Ich hatte mich ja an ihrer Blogparade „Ohne Apotheke(r) fehlt dir was“ beteiligt, und was da stand, gilt so immer noch. Allerdings habe ich mich mittlerweile schon etwas geärgert. Der Dr. rer. nat. schluckt gegen seine Borreliosesymptome pflanzliche Kapseln, die ihm natürlich kein Arzt verordnet, weil Off-label-use, und chronische Borreliose gibts ja gar nicht und so weiter, kein Bock mehr auf Diskussionen. Auf jeden Fall kostet die Packung hier vor Ort 58€, online um die 45€, er braucht etwa eine Packung pro Monat. In schlechten Zeiten wie jetzt auch das Doppelte. Da muss man sich die Vor-Ort-Apotheke leisten können.

Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, ohne Apotheke vor Ort auszukommen. Unsere ist im gleichen Haus wie unsere Kinderarztpraxis, was nicht vorrätig ist, kann ich nach einem halben Tag abholen. Und abholen heißt bei uns wenige hundert Meter Fußweg, also wirklich komfortabel. Gerade für den Zwerg bin ich wirklich froh, wenn ich seine Medikamente sofort in der Hand habe.

Letzte Vorweihnachtsäußerung

Seit dem letzten Beitrag ist nicht viel passiert. Wir haben alle miteinander die Seuche, der TMS hat sich beim Zwerg zur bakteriellen Vollverseuchung ausgeweitet, so dass er ein Antibiotikum bekommt. Das ist das zweite Medikament seines jungen Lebens, auf das er mit völliger Überdrehtheit reagiert, und entsprechend wenig Schlaf bekommen wir alle. Damit wird man natürlich auch nicht schneller gesund, aber daran lässt sich momentan wenig ändern.

Meine Stimmung ist (vermutlich krankheitsbedingt) eher gedrückt, ich kann mich aus den letzten Wochen nur an Nachrichten zum Kopfschütteln oder zum Angst bekommen erinnern. Der Zwerg ist ein reichliches Jahr alt, und ich möchte mir nicht vorstellen, wie die Welt aussieht, wenn er erwachsen wird.

Passend dazu der letzte Absatz von fledermamas Posting zum Thema Demut – bei allem Mist und aller Sorge haben wir immer noch die denkbar beste Ausgangssituation, und dafür bin ich wirklich dankbar.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein besinnliches, positives Weihnachtsfest und dass wir uns im neuen Jahr gesund und munter wiederlesen.

Eure stahldame

Liebster Award – 11 Fragen

Und ich wundere mich noch, warum hier plötzlich so viel los ist!? Das Frollein Doctor hat mich eingeladen, mir den Liebster Award und ein paar Fragen bei ihr abzuholen. Das mache ich doch gern, so was passiert mir schließlich nicht alle Tage.

Liebster Award: 11 Fragen an mich

Vorneweg die Regeln (ich habe die Kette zurückverfolgt und wurde zwei, drei Stationen von dem Frollein Doctor fündig):

 

  1. Danke dem Blogger, der dich nominiert hat.
  2. Verlinke den Blogger, der dich nominiert hat.
  3. Füge einen der Buttons vom Liebster Award in deinen Beitrag ein.
  4. Beantworte die dir gestellten Fragen.
  5. Kopiere die Regeln des Awards und stellt sie ebenfalls auf deinen Blog, damit die Nominierten wissen, was sie zu tun haben.
  6. Erstelle elf neue Fragen für die Blogger, die du nominierst.
  7. Nominiere 2 bis 11 Blogs, die weniger als 300 Follower haben.
  8. Informiere die Blogger per Kommentar darüber, dass du sie nominiert hast.

 

Teil 1 bis 3 und 5 waren jetzt nicht so schwierig, weiter gehts mit Nr. 4 und 6 bis 8.


1. Was hast du gedacht, als du das allererste Mal auf einen Blog gestoßen bist?

So genau weiß ich das nicht mehr, es muss nämlich schon eine ganze Weile her sein. Es war einer der „großen“ Familienblogs, ich glaube, Frau Mutti. Und ich fand das total nett, bei einer gefühlten Nachbarsfamilie in den Alltag reinschauen zu können. Das war nämlich…

2. Wie und wann bist du selbst auf die Idee gekommen, zu bloggen?

.. eine Lebensphase, in der es mir ziemlich mies ging. Und da ich unfreiwillig sehr viel Zeit hatte, habe ich mich regelmäßig im Internet festgelesen. Von dort zum Selberbloggen war der Weg dann nicht mehr weit. Das muss etwa 2008 oder 2009 gewesen sein.
Und wenn es mir nicht gut geht, fällt es mir heute noch leichter, zu schreiben, als direkt mit jemand zu sprechen.

3. Weiß dein reales Umfeld von deiner Internet-Identität und wenn ja, lesen und diskutieren sie mit dir Beiträge?

Mein erstes Blog war quasi öffentlich, meine Familie kannte es und hat auch mitgelesen und kommentiert. Das hatte zur Folge, dass ich mich sehr zensiert habe, weil es mir – siehe oben – nicht gut ging und ich nicht nur auf Verständnis gestoßen bin.
Das aktuelle Blog kennt mein Mann, aber er denkt nur selten daran, mal reinzulesen.

4. Was findest du an dir selbst am nervigsten? Was am nettesten?

Nervig: Der Betriebsmodus „Woher soll ich wissen, wie ich mich gerade fühle, bevor ich höre, in welchem Tonfall ich mit meiner Umwelt rede?“ Das ist manchmal ein bisschen komplizierter als nötig.
Nett: Puh, sowas ist immer schwierig. Ich habe Humor, behaupte ich mal.

 

5. Wie sah deine bislang exotischste Reise aus?

Ich bin tatsächlich mal auf die sprichwörtliche einsame Insel geflohen. Das waren drei Wochen alleine auf einer Finca auf Teneriffa. Das war sehr ungewohnt, aber definitiv eine gute Idee, mit Zeit zum Nachdenken, zum Erholen, meinen ersten Yogaerfahrungen und jeder Menge Sehnsucht.

 

6. Wenn du einen neuen Beruf wählen könntest/ müsstest, welcher wäre das?

Hihi, ich habe da ja schon länger einige Ideen, die aber nie mehr werden als ein Hobby. Außer wir gewinnen im Lotto, ohne jemals gespielt zu haben.
Glücklicherweise werde ich ja im realen Leben schon für das bezahlt, was ich gut kann: Klugschei%en und die Probleme anderer Leute lösen. Das würde ich auch dann gerne tun, entweder im Coaching von Tanzpaaren oder in einer Art Lebensberatung.

7. Liest du lieber in gedruckten Ratgebern oder Blogs/ Internetforen? Oder bist du eher der Typ „Bauchgefühl“?

Ich bin Meistergooglerin.

8. Was würdest du tun, wenn du in einem Kaufhaus eingeschlossen werden würdest?

Erstmal hätte ich Schiss, glaube ich. Dann würde ich ganz vorsichtig ein bisschen durch die Abendkleidabteilung und durch die Pralinenabteilung wühlen. Und dann würde ich vermutlich den Sicherheitsdienst anrufen und mich befreien lassen.

9. Was ist deine Lieblingseissorte?

Ganz schlichtes Vanilleeis, oder die Sorte, die der Dr. rer. nat. gerade selbst macht.

10. Was war als Kind dein liebstes Spielzeug?

[Achtung, gefilterte Erinnerung!] Meine Märklin-Metallbaukästen. Mein ganzes Zimmer stand irgendwann mit meinen Bauwerken voll, und die Muttern finden meine Eltern vermutlich noch heute im Staubsauger.
Wobei ich erst vor kurzem festgestellt habe, dass das ja ein Spielzeug mit großer Vergangenheit ist.

11. Beschreibe deinen „perfekten“ Sonntagmorgen!

Nach einer durchgeschlafenen Nacht (muahaha) weckt mich das Kind, indem es rücksichtsvoll erst nur den Papa aus dem Bett holt und mit ihm zusammen meinen Kaffee kocht und Brötchen holt. Nach einem gemütlichen Frühstück wäscht und wickelt sich das Kind eigenständig, zieht unaufgefordert und freudig seine Spielplatzklamotten an und trägt sein Sandspielzeug nach draußen. (Wer noch zählen kann, wie oft er in diesen zwei Sätzen herzlich lachen musste, darf sich was wünschen.)
Hüstel, im Moment sind meine Sonntagmorgen perfekt, wenn der Dr. rer. nat. die Frühschicht mit dem Zwerg übernimmt und mich noch einmal in mein Bett krabbeln lässt. Höhere Ansprüche dann nächstes Jahr, oder übernächstes.


So, dann brauchen wir jetzt noch einen Satz Nominierungen.
Da ich leider keinen blassen Schimmer habe, welcher Blog wie viele Follower hat, setze ich mich jetzt bestimmt irgendwo in die Nesseln, aber wie ging der Spruch nochmal? „Eine Blamage am Tag schärft den Charakter.“ oder so. Und daher verteile ich meine Einladungen (die selbstverständlich auch abgelehnt oder ignoriert werden dürfen) an Svü, Kiki, die Jongleurin, Xayriel und die Fledermama.

Und hier sind eure Fragen:

  1. Wozu bloggst du?
  2. Wann und wo entstehen deine Blogposts?
  3. Was war dein erster Blogpost (die Blogvorstellung mal ausgenommen)?
  4. Android oder iPhone? Oder gar kein Smartphone?
  5. Welches Kleidungsstück dürfte in deinem Leben niemals fehlen?
  6. Da heute der 31.10. ist: Süßes oder Saures?
  7. Gibt es einen Anlass, zu dem du dich verkleidest? Wenn ja, welchen und warum?
  8. Welchen Rat würdest du dir selbst gerne geben, wenn du dein halb so altes Ich treffen könntest?
  9. Du gewinnst im Lotto und hast genug Geld für den Rest deines Lebens. Was sagst du zu deinem Chef?
  10. Worüber kannst du immer wieder herzhaft lachen?
  11. Worüber kannst du dich immer wieder ärgern?

Damit wäre das auch geschafft.

Der Babymutter-Zwiespalt

(Okay, wahrscheinlich könnte ich auch „Der Mutterzwiespalt“ schreiben, aber noch ist der Zwerg ein Baby.)
Wieder einmal bin ich an einem Punkt angelangt, der sich nach Sackgasse angefühlt hat. Es ging für mich so nicht mehr weiter, meine Grenze war überschritten. Um etwas zu ändern, musste ich mich aber über die (lautstark geäußerten) Bedürfnisse meines Kindes hinweg setzen. Und das war für mich völlig indiskutabel, auch wenn mir viele verschiedene (Fach-)leute das Gleiche geraten haben.
Tja. Bis ich irgendwann eingesehen habe: Wenn ich nichts ändere, ändert sich auch nichts.
Dann habe ich mir aus den verschiedensten Vorschlägen und Vorgehensweisen meine eigene Strategie gebastelt, damit angefangen – und siehe da, wir mussten nur einmal tapfer sein, und jetzt wirds besser.


Das oben Geschriebene wird vermutlich für noch viele Situationen gelten, ganz aktuell geht es bei uns um die elende Wickelei nachts. Der Zwerg ist tagsüber zu beschäftigt zum Stillen, das holt er nachts nach. Mit dem Ergebnis, dass er teilweise alle zwei Stunden eine neue Windel braucht und davon wach wird. Dann habe ich zum Einschlafen wieder gestillt, und das Spiel ging von vorne los. Außerdem durften wir fast täglich das Bett neu beziehen, bei dem Flüssigkeitsumsatz geht auch bei P*mpers öfte rmal was schief.
Irgendwann hats mir gestunken, und ich habe die Stillmahlzeit beim ersten Aufwachen nachts gestrichen. Wir haben beide eine Dreiviertelstunde lang geheult, danach hat der Zwerg ruhig und friedlich drei Stunden weitergeschlafen. Er ist nicht verhungert, er hasst mich nicht, er war nur verunsichert, weil da plötzlich neue Spielregeln gelten. In der zweiten Nacht hat er kaum protestiert, sondern ist relativ leicht wieder eingeschlafen.

Mein Ziel ist, ihn erst wieder gegen Morgen zu stillen und ihn vorher per Schnuller und Streicheln zu beruhigen. Dafür muss ich nicht so wach und konzentriert sein, das stört mich weniger. Und ich rechne damit, dass der Zwerg wesentlich seltener wach werden wird als bisher, dann bekomme ich auch mehr dringend nötigen Tiefschlaf.

Zuerst habe ich mich wie eine Rabenmutter gefühlt. Inzwischen fühle ich mich als eine Mutter, die auch ihre eigenen Bedürfnisse schützt und handelt, wenn es notwendig ist. Auch wenn das für den Zwerg kurzfristig erst einmal unbefriedigend und verunsichernd ist. Das ist immer noch nicht meine Wohlfühlzone, aber damit kann ich leben.

Mal sehen, wie sich das weiterentwickelt.