Durchatmen

Die Woche war randvoll – drei Tage internationale Gäste in der Arbeit, große Unruhe beim Dr. rer. nat. in seiner Arbeit, der Zwerg ist sowieso grundsätzlich nicht ausgelastet. Gestern abend war ich absolut knülle.

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Jetzt sitze ich im Wiesengrund, um mich herum zwitschern Vögel, ich habe Kaffee dabei und schalte ab. Ein krasser Kontrast, aber dringend nötig.

Und immer wieder beschäftigt mich das Thema Work-Life-Balance und das, was ich bei Kollegen und Chefs dazu sehe. Manche scheinen das Thema gar  nicht zu kennen,  außer Arbeit gibts in ihrem Leben nichts. Andere leben das andere Extrem, da werden schon mal Besprechungseinladungen abgelehnt, die aus diversen Gründen nicht anders gelegt werden können, mit dem Hinweis auf die Frühstückspause, die exakt zu diesem Termin stattfinden muß. Die beiden Gruppen leben unkompliziert , die Prioritäten sind klar. Ich stehe dazwischen. Ich will weder das eine noch das andere, aber diese Einfachheit wäre tatsächlich schön.
Im nächsten Leben vielleicht.

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Morgens früh um sieben

„Steuerung-Führer.“

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Herzchenaugenmoment noch vorher: Um sechs bin ich gerade so dabei, aufzuwachen. Zwei kleine Füße tappen durch den Flur, die Schlafzimmertür schwingt auf. Ein prüfender Blick über mich hinweg: kein Papa mehr da, der ist schon in der Arbeit. Ein kurzes Zögern, dann klettert der Zwerg zu mir ins Bett, kuschelt sich seitlich an mich, schaut mich noch einmal an und schläft wieder. Das war trotz randvoller Blase sehr, sehr schön

01.06.17

Der Tag hat jetzt schon ein Highlight : morgens um 7 im Schlafanzug auf dem Balkon sitzen, ins Grüne schauen und das Vogelgezwitscher genießen. Ich bin halbwegs ausgeruht, der Dr. rer. nat. ist schon in der Arbeit, der Zwerg schläft noch.

Hoffentlich schläft er seine Erkältung weg, das wäre dann zum ersten Mal gelungen, durch frühzeitiges Inhalieren Schlimmeres zu verhindern.

Sonst passiert hier heute nicht viel. In der Arbeit mache ich zur Zeit Interviews zu meinem Projekt, sehr aufschlussreich. Die Antworten sind ganz unterschiedlich und sagen nicht nur viel über den Arbeitsbereich, sondern auch über den Charakter des jeweiligen Kollegen aus.

Vorher noch Kinderklamotten im Aldi ergattern, nachher Spielplatz und meine Mutter anrufen, wie es meiner Oma geht.

Heute Arbeitstag Nr 5 in Folge im Rock. Gefällt mir.

26.05.17

„Gestern“ als Titel war für den letzten Beitrag nur so mittelklug, dachte ich mir im Nachhinein. Für Tagebuchbloggen wäre ein Datum irgendwie sinnvoller. Hoch lebe die Editfunktion.

Heute ist Brückentag im Hause Stahldame. Die Firma des Dr. rer. nat. ist an diesen Freitagen grundsätzlich zu, ich arbeite freitags nur in Ausnahmefällen. Nur der arme kleine Zwerg musste heute früh zur Tagesmutter, damit wir beiden Eltern heute vormittag was schaffen.

Der Dr. rer. nat. hat unseren Lernturm kletterkleinkindtauglich gemacht und ist dann im Keller verschwunden, ich habe Pizzateig angesetzt, miste Schränke aus und halte Wachmaschine und Trockner am Laufen.

Langweilig, aber notwendig. Ich hoffe auf ein gutes Gefühl, wenn der Vormittag rum ist und wir einiges geschafft haben werden.

24.05.17

Einem Kollegen alle Ideen nachgeliefert, die mir nach unserer Besprechung vom Montag noch kamen.

Stundenlang an Schulungsunterlagen rumgepusselt (merkt man, dass ich keine Lust darauf habe).

Mit dem Zwerg nach der Arbeit Baustelle gekuckt, eineinhalb Stunden lang. Danach ne Stunde Spielplatz, er war platt, ich auch.

Was schön war: ich hab durchgeschlafen, der Dr. rer. nat hatte Nachtdienst.

Test

Ein Experiment. Ein Blogbeitrag vom Handy.

Schon gelernt: Tippfehler sind so ne Sache. Mehr als zwei kurze Sätze passen nicht aufs Display. Und Leerzeichen vor Satzzeichen, die Autokorrektur-Pest.

Und meine Neuentdeckung der letzten Woche: Herr Paul. Ich habe noch nicht durchschaut, wie ich hier verlinke, deshalb zu Fuß: herrpaul.me, bitte den Link kopieren. Ich bin gebührend beeindruckt und fühle mich angenehm ungestresst mit meinem einen Kind, das mittlerweile fast durchschläft, meinem kurzen Arbeitsweg und überhaupt.

Was mir an Herrn Pauls Blog gefällt: (ich diebische Elster, ich.) Die Rubrik „Was schön war heute“. Demnächst in diesem Theater. Jetzt Bett.