01.06.17

Der Tag hat jetzt schon ein Highlight : morgens um 7 im Schlafanzug auf dem Balkon sitzen, ins Grüne schauen und das Vogelgezwitscher genießen. Ich bin halbwegs ausgeruht, der Dr. rer. nat. ist schon in der Arbeit, der Zwerg schläft noch.

Hoffentlich schläft er seine Erkältung weg, das wäre dann zum ersten Mal gelungen, durch frühzeitiges Inhalieren Schlimmeres zu verhindern.

Sonst passiert hier heute nicht viel. In der Arbeit mache ich zur Zeit Interviews zu meinem Projekt, sehr aufschlussreich. Die Antworten sind ganz unterschiedlich und sagen nicht nur viel über den Arbeitsbereich, sondern auch über den Charakter des jeweiligen Kollegen aus.

Vorher noch Kinderklamotten im Aldi ergattern, nachher Spielplatz und meine Mutter anrufen, wie es meiner Oma geht.

Heute Arbeitstag Nr 5 in Folge im Rock. Gefällt mir.

26.05.17

„Gestern“ als Titel war für den letzten Beitrag nur so mittelklug, dachte ich mir im Nachhinein. Für Tagebuchbloggen wäre ein Datum irgendwie sinnvoller. Hoch lebe die Editfunktion.

Heute ist Brückentag im Hause Stahldame. Die Firma des Dr. rer. nat. ist an diesen Freitagen grundsätzlich zu, ich arbeite freitags nur in Ausnahmefällen. Nur der arme kleine Zwerg musste heute früh zur Tagesmutter, damit wir beiden Eltern heute vormittag was schaffen.

Der Dr. rer. nat. hat unseren Lernturm kletterkleinkindtauglich gemacht und ist dann im Keller verschwunden, ich habe Pizzateig angesetzt, miste Schränke aus und halte Wachmaschine und Trockner am Laufen.

Langweilig, aber notwendig. Ich hoffe auf ein gutes Gefühl, wenn der Vormittag rum ist und wir einiges geschafft haben werden.

24.05.17

Einem Kollegen alle Ideen nachgeliefert, die mir nach unserer Besprechung vom Montag noch kamen.

Stundenlang an Schulungsunterlagen rumgepusselt (merkt man, dass ich keine Lust darauf habe).

Mit dem Zwerg nach der Arbeit Baustelle gekuckt, eineinhalb Stunden lang. Danach ne Stunde Spielplatz, er war platt, ich auch.

Was schön war: ich hab durchgeschlafen, der Dr. rer. nat hatte Nachtdienst.

Test

Ein Experiment. Ein Blogbeitrag vom Handy.

Schon gelernt: Tippfehler sind so ne Sache. Mehr als zwei kurze Sätze passen nicht aufs Display. Und Leerzeichen vor Satzzeichen, die Autokorrektur-Pest.

Und meine Neuentdeckung der letzten Woche: Herr Paul. Ich habe noch nicht durchschaut, wie ich hier verlinke, deshalb zu Fuß: herrpaul.me, bitte den Link kopieren. Ich bin gebührend beeindruckt und fühle mich angenehm ungestresst mit meinem einen Kind, das mittlerweile fast durchschläft, meinem kurzen Arbeitsweg und überhaupt.

Was mir an Herrn Pauls Blog gefällt: (ich diebische Elster, ich.) Die Rubrik „Was schön war heute“. Demnächst in diesem Theater. Jetzt Bett.

Jahresrückblick 2016

Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?

Wechselnd, von 1 bis 10 war alles dabei. Die Amplitude nimmt aber eher ab, und der Mittelwert steigt. Nehmen wir eine 7.

Zugenommen oder abgenommen? 

Abgenommen, das war aber nicht schwer. Zwei Wochen nach der Geburt waren die Reserven noch beachtlich, zwischenzeitlich war ich wieder bei meinem alten Gewicht, jetzt leicht drüber. Passt schon.

Haare länger oder kürzer? 

Länger. Die eigentlich für die Vorweihnachtszeit geplante Schafschur fiel aus wegen alle krank, aber im Januar wird das nachgeholt.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Etwas kurzsichtiger, glaube ich, aber nicht viel.

Mehr Geld oder weniger?

Nur geringfügig weniger, dem Elterngeld sei dank. Ab nächstem Jahr wirds weniger, wenn ich nur noch 20 Stunden arbeite. Das tut uns aber nicht weh, und darüber bin ich sehr froh.

Mehr ausgegeben oder weniger?

Anders. Kaum auswärts gegessen oder gewellnesst, dafür Unmengen an Windeln und ein paar größere Anschaffungen für den Zwerg. Ishaltso.

Der hirnrissigste Plan?

Keine größeren. OK, vermutlich war die Idee im Sommer, in die Großstadt reinzulaufen und dann mit einem übermüdeten, brüllenden Baby mit der U-Bahn heimwärts zu fahren, eher unklug. Ansonsten war ich eher defensiv unterwegs, zu müde für risikoreiche Aktionen.

Die gefährlichste Unternehmung?

Kind kriegen. OK, das war eigentlich schon 2015.

Die teuerste Anschaffung?

s. o., der Zwerg. Der größte Einzelposten des Jahres war vermutlich sein zweiter Kindersitz.

Das leckerste Essen?

Ich ändere die Frage mal ab zu „das leckerste Getränk“: das erste Glas Prosecco nach einem guten Jahr Enthaltsamkeit war ein Genuss. Das erste Salami-/Räucherlachs-/Schinkenbrot gabs noch 2015.

(Ich überspringe ein paar Fragen – weder habe ich ein Buch in bleibender Erinnerung, noch Film, CD oder Konzert.)

Die meiste Zeit verbracht mit…?

Dem Zwerg auf dem Arm oder vor dem Bauch.

Die schönste Zeit verbracht mit…?

Zwerg und Dr. rer. nat.

Vorherrschendes Gefühl 2016? 

Müdigkeit und Überforderung gepaart mit „Ach so tickst du“-Erleuchtungen und staundendem Beobachten des Zwergs.

2016 zum ersten Mal getan?

Oh, mit dem ersten Kind tut man viele Dinge zum ersten Mal.

2016 nach langer Zeit wieder getan?

Den Sommer im Freien verbracht.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen? 

Die Nacht im Krankenhaus.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

„Probier mal, schmeckt gut.“

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Wenn ich nach der Reaktion des Zwerges gehe, mache ich dieses Geschenk täglich. Wenn ich nach seinem Mittagsschlaf mit ihm auf die Matratze wandere und das Shirt hochziehe, strahlt er wie ein Putzeimer.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Oh, meine Geburtstagsgeschenke waren dieses Jahr alle sehr auserlesen: ein Set zum induktiven Aufladen meines Handys und Eintrittskarten für den Palazzo.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

„Du machst das gut.“
(Der Dr. rer. nat., als ich mal wieder völlig schlafdefizitär an mir verzweifelt bin.)

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe? 

„Das klappt.“
(Zusage der Tagesmutter in der Tasche, yeah.)

Besseren Job oder schlechteren?

Anderen. Mehr Stunden, mehr Verantwortung, weniger Geld, und das auch noch freiwillig.
😀

Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?

Erfahrung.

Mehr bewegt oder weniger?

Weniger, definitiv. Nix mehr mit dreimal Tanzen und zweimal Joggen pro Woche.

Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?

Drei oder vier mehr oder weniger heftige Erkältungen.

Davon war für Dich die Schlimmste?

Keine, war unspektakulär.

Dein Wort des Jahres

„Ba!!!!“ (Übersetzung: „Gefällt mir, will ich haben“ auf Zwergisch. Anwendbar auf alles, vor allem Essen und Dinge, die nach Spaß aussehen.)

Dein Unwort des Jahres?

„Wäääääääääh!“ (Gleicher Autor, gegenteilige Bedeutung.)

Dein Lieblingsblog des Jahres?

Das kleine Brüllen. Ich grinse und nicke immer noch, inzwischen sind mir nicht nur die Situationen aus dem Berufsleben geläufig, sondern ich kann auch einige Familien-Anekdoten aus eigener Erfahrung nachvollziehen.

Dein grösster Wunsch fürs kommende Jahr?

Ein durchschlafendes Kind.
(Muahahahaha.)

2016 war mit 1 Wort…?

abwechslungsreich.

Lebenszeichen vom Wochenende

Wieder ganz schön ruhig geworden hier… Das Wetter ist gut, dadurch sind wir viel draußen. Gerade weil die Nächte um so ruhiger sind, je mehr Action tagsüber ist, werden unsere Ausflüge eher länger – egal ob in Parks, in die Innenstadt oder „nur“ zum nächsten Spielplatz. Für den Zwerg ist ja auch Einkaufen ein Erlebnis, vor allem, wenn wir uns ne Viertelstunde wie zwei Rentner auf die Parkbank setzen und Leute gucken. Das liebt er *lach*

Gerade wollte ich noch von meinem ruhigen Sonntagvormittag schreiben, der Zwerg ist gegen Viertel vor Neun nochmal eingeschlafen, da ist er wieder wach.

Immerhin, für ein kurzes Lebenszeichen hats gereicht 🙂